Case Management nach den Richtlinien der DGCC

Das Kommunale Bildungswerk e. V. ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) und anerkanntes Bildungsinstitut für die Weiterbildung im Case Management.
Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Einrichtungen und Organisationen der beruflichen, sozialen und gesundheitlichen Integration und Rehabilitation, die ihr Handeln nach dem Handlungskonzept Case Management ausrichten bzw. es in ihrer Organisation implementieren möchten.
Die Weiterbildung vermittelt ein ganzheitliches Verständnis von Case Management, in das sowohl die einzelfallbezogene Beratung als auch die fallübergreifenden Aufgaben einbezogen werden.
Unter komplexen Bedingungen sollen Case Manager in der Lage sein, orientiert am Hilfebedarf des Einzelnen bereits vorhandene Ressourcen aktiv in den Hilfeprozess mit einzubeziehen sowie dafür zu sorgen, dass notwendige professionelle Unterstützungsleistungen koordiniert erbracht werden können.

Das Kommunale Bildungswerk e. V. führt diesen Kurs auch als Schulung vor Ort durch. Die Aufbaumodule werden dann an die jeweiligen Arbeitswelten der Teilnehmer angepasst und mit dem Auftraggeber abgestimmt.

Ziele

Die Weiterbildung ist an den nachfolgenden Zielen ausgerichtet: 

  • Vertiefende Kenntnisse des Handlungskonzepts Case Management
  • Transformation des Handlungskonzepts Case Management in das Berufsfeld der Teilnehmer
  • Rollenklarheit als Case Manager (Aufgaben, Zuständigkeiten, Grenzen)
  • Verfahrenssicherheit in der Fallsteuerung
  • Vertiefung von Beratungsmethoden
  • Befähigung zur ressourcen- und netzwerkorientierten Arbeit
  • Vertiefung von Netzwerk- und Kooperationsmanagement
  • Kenntnisse auf dem Gebiet der Systemsteuerung
  • Selbstreflexion

Zulassungs-voraussetzungen

  1. Abgeschlossenes einschlägiges humanwissenschaftliches Hochschulstudium und mindestens einjährige Berufserfahrung oder
  2. Abschluss eines nichthumanwissenschaftichen Studiengangs und mindestens zweijährige Berufserfahrung sowie der Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen von mind. 160 UE oder
  3. Ausbildung an einer Fachschule im Sozial- und Gesundheitswesen, eine mindestens dreijährige Berufserfahrung sowie der Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen von mind. 160 UE oder
  4. einschlägige Berufsausbildung und mindestens sechsjährige Berufserfahrung sowie der Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen von mind. 240 UE

Die zusätzlich geforderten Kenntnisse können auch während der Weiterbildung additiv erworben werden. Eine relevante berufliche Praxis während der Weiterbildung wird vorausgesetzt.
Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der DGCC über die
Einzelheiten der Zulassungsvoraussetzungen: http://www.dgcc.de/download/zulassungsvoraussetzungen_09.pdf

Methodik

Grundsätzlich sind die Module seminaristisch angelegt, um einen hohen Lerneffekt mit Anregungen zur praktischen Umsetzung des Erlernten zu erzielen. Um den praktischen Hintergrund des Lehrstoffes zu verdeutlichen, arbeiten die Lehrkräfte in starkem Maße mit Fallbeispielen, Situationssimulationen und Problemskizzen. Ein weiterer Kernpunkt der Fortbildung ist die Selbstreflexion.

Gliederung und zeitlicher Umfang

Die Weiterbildung setzt sich aus Basismodulen, Aufbaumodulen, Supervision, einem Abschlussworkshop (Zukunfswerkstatt) sowie selbstorganisierten Arbeitsgruppentreffen auf regionaler bzw. fachlicher Ebene zusammen. Es sind damit 14 fest terminierte Seminartage, mindestens 8 selbstständig zu planende Seminartage sowie 4 variable Tage zu je 8 Unterrichtseinheiten zu absolvieren.

Die fünf Basismodule umfassen insgesamt 10 Seminartage. Sie sind von allen Kursteilnehmern zu besuchen.

Die Aufbaumodule können aus dem Fortbildungsprogramm des Kommunalen Bildungswerks e. V. entsprechend der Interessenlage der Teilnehmer frei ausgewählt werden. Es müssen damit mindestens acht Seminartage absolviert werden.
Die drei Tage der Supervision und den Abschlussworkshop (1 Tag) absolvieren die Teilnehmer des Kurses wieder gemeinsam.

Die Arbeitsgruppentreffen (4 variable Tage mit je 8 Unterrichtseinheiten) organisieren die Teilnehmer selbstständig. Es sollten sich mindestens 3 Teilnehmer zu einer Gruppe zusammenschließen, um einen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Sie führen darüber Protokoll und reichen dieses bei dem Ansprechpartner des Kommunalen Bildungswerk e. V. nach jedem Treffen ein.

Dozentinnen und Dozenten

Birgit Grosch
Birgit Grosch
Birgit Grosch
Frau Birgit Grosch studierte Sozialpädagogik und absolvierte eine Qualifizierung zur Organisations- und Personalentwicklerin im Qualitätsmanagement. Sie ist zertifizierte Ausbilderin Case Management (DGCC) und Supervisorin (DGSV*). Ihre Fachgebiete sind Erwachsenenbildung, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Case Management, Beratung mit dem Schwerpunkt lösungsorientierte Beratung und motivierende Gesprächsführung sowie Konfliktmanagement und Netzwerkmanagement. Frau Grosch unterrichtet seit dem Jahr 2008 beim Kommunalen Bildungswerk e. V.
Frank Schuster
Frank Schuster
Frank Schuster
Frank Schuster ist Sozialpädagoge, zertifizierter systemisch-lösungsorientierter Coach und Supervisor (SG) und seit 10 Jahren zertifizierter Case Manager und Ausbilder nach den Richtlinien der DGCC. Seitdem ist er als freier Referent und Autor und Supervisor in den vielfältigen Bereichen humandienstlicher Arbeit tätig. Schwerpunkte seiner Themen sind Care und Case Management, Gesundheitsmanagement und in den Themenfeldern Gesprächsführung, Konfliktmanagement und Teamentwicklung. Für das KBW ist er seit 2010 tätig.
Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.

 

Weitere Fachreferent/innen in den Aufbaumodulen

Gesamtkurs

Case Management nach den Richtlinien der DGCC
Case Management nach den Richtlinien der DGCC
14.05.2020 - 15.02.2021
Berlin

Module des Kompaktkurses im Überblick

Basismodule (Module 1 bis 5)

Case Management Modul 1: Das Handlungskonzept des Case Managements - Einführung und Grundlagen
Case Management Modul 1: Das Handlungskonzept des Case Managements - Einführung und Grundlagen
14.05. - 15.05.2020
Berlin
Case Management Modul 2: Fallsteuerung - Klärungsphase, Assessment und Hilfeplanung im Case Management
Case Management Modul 2: Fallsteuerung - Klärungsphase, Assessment und Hilfeplanung im Case Management
15.06. - 16.06.2020
Berlin
Case Management Modul 3: Fallsteuerung - Linking, Monitoring und Evaluation im Case Management
Case Management Modul 3: Fallsteuerung - Linking, Monitoring und Evaluation im Case Management
14.09. - 15.09.2020
Berlin
Case Management Modul 4: Systemsteuerung - Netzwerk- und Systemmanagement
Case Management Modul 4: Systemsteuerung - Netzwerk- und Systemmanagement
14.10. - 15.10.2020
Berlin
Case Management Modul 5: Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement; Selbst- und Zeitmanagement
Case Management Modul 5: Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement; Selbst- und Zeitmanagement
11.11. - 12.11.2020
Berlin

Aufbaumodule

In den Aufbaumodulen erfolgt eine Vertiefung der Kenntnisse zu den Lebenswelten der Zielgruppe sowie eine intensive Auseinandersetzung mit den Arbeitsfeldern, in denen Case Management praktiziert wird. In den Aufbaumodulen sollen zielgruppenbezogene Kenntnisse und Handlungsstrategien des Case Managements erworben sowie Rechtskenntnisse vertieft werden.

Die Auswahl der Seminare aus dem kompletten Fortbildungsangebot des Kommunalen Bildungswerk e. V. sollte sich an den beruflichen Hintergründen der Teilnehmer orientieren. Sie erfolgt selbstständig und eigenverantwortlich durch die Teilnehmer des Kurses. Es wird empfohlen, dass sich mindestens 50 % der ausgewählten Seminartage mit rechtlichen Fragestellungen beschäftigen. Der Ansprechpartner des Kommunalen Bildungswerk e. V. steht für Hilfe und Beratung bei Bedarf zur Verfügung. Die ausgewählten Aufbauseminare müssen spätestens zum 2. Basismodul bei dem Ansprechpartner des KBW e. V. eingereicht werden. Sollten diese Seminare nicht stattfinden und durch das KBW e. V. abgesagt werden, können alternative Seminare ausgewählt werden. Es müssen mindestens 8 Seminartage gebucht werden. Es enstehen die für die Seminare ausgewiesenen Kosten. Der Besuch der Seminare muss im Verlauf des Gesamtkurses erfolgen. Der Zeitpunkt kann nur im Ausnahmefall - bei Absage von Seminaren durch das KBW e. V. - nach Abschluss des Kurses, aber vor Abgabe der Abschlussarbeit liegen.

Supervision

Das Ziel der Supervision und Reflexion besteht darin, auf der Grundlage der in der Weiterbildung gewonnenen Erkenntnisse einen Transfer in die berufliche Praxis herzustellen und sowohl die fachliche Relevanz von Case Management als auch die eigene Rolle im jeweiligen Handlungsfeld kritisch zu beleuchten. Sie ist für die Teilnehmer des Gesamtkurses verbindlich.

Case Management Modul 6: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
Case Management Modul 6: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
16.09.2020
Berlin
Case Management Modul 7: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
Case Management Modul 7: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
16.10.2020
Berlin
Case Management Modul 8: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
Case Management Modul 8: Supervision - Reflexion der beruflichen Praxis im Kontext von Case Management
13.11.2020
Berlin

 

Insbesondere geht es um die Reflexion

  • von Einzelfällen aus dem eigenen Arbeitsfeld - unter Bezugnahme auf das Verfahren bzw. das methodische Vorgehen im Sinne von Case Management.
  • konkreter Fragenstellungen zu eigenem Auftrag/eigener Funktion/Rolle und den Aufgaben im Case Management.
  • der Implementierung des Handlungskonzepts Case Management in der Organisation bzw. im eigenen Arbeitsfeld.

Abschlusskolloquium

Das abschließende Kolloquium wird in Form einer Zukunftswerkstatt veranstaltet. Die im Kurs vermittelten Kenntnisse werden noch einmal zusammengefasst. Es werden Visionen für die Umsetzung des Case Managements in der eigenen Einrichtung entwickelt. Die Ergebnisse der Arbeit der Arbeitsgruppen fließen in die Veranstaltung ein. Das Kolloquium ist für die Teilnehmer des Gesamtkurses verbindlich. Es wird von zwei Trainern moderiert.

Case Management: Abschlusskolloquium - Zukunftswerkstatt
Case Management: Abschlusskolloquium - Zukunftswerkstatt
15.02.2021
Berlin

Abschluss

  • Schriftliche Abschlussarbeit in Form einer Hausarbeit. Die Hausarbeit sollte einen Umfang von ca. 15 Seiten mit 3000 Zeichen pro Seite plus Inhaltsverzeichnis und Literaturangabe haben.
  • Es ist auch eine adäquate Projektarbeit ( z. B. im Ergebnis der Arbeit der Arbeitsgruppen) möglich. Der Umfang der Arbeit sollte dann ca. 20 Seiten betragen.
  • Das Thema der Abschlussarbeit/der Projektarbeit wird mit der Kursleitung abgesprochen.
  • Die Arbeit muss bis spätestens 18 Monate nach Beendigung des Kurses beim Kommunalen Bildungswerk e. V. eingereicht werden.
  • Die Abschlussarbeit wird von der Kursleitung bewertet. Bei Nichtanerkennung kann die Abschlussarbeit einmalig nachgebessert oder mit einem neuen Thema wiederholt werden.

Zertifikat

Die regelmäßige Teilnahme an Basis- und Aufbaumodulen, Supervision und Abschlusskolloquium (mind. 90 %) und die erfolgreiche Anfertigung einer Abschlussarbeit bescheinigt das KBW e. V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) mit der Vergabe des Zertifikats "Case Managerin bzw. Case Manager nach den Richtlinien der DGCC“

Teilnahmegebühren

Teilnehmer am Gesamtkurs erhalten einen Rabatt von 10% auf die Basismodule, die Supervision und das Abschlusskolloquium, sodass sich die Kursgebühren auf 2580,00 EUR zzgl. der Gebühren für die auszuwählenden Aufbaumodule belaufen. Sofern es die Platzkapazität zulässt, sind die Module des Kurses auch einzeln buchbar.

Anmeldung

Die Anmeldung muss schriftlich mit dem beiliegenden Anmeldeformular oder über die Internetseite www.kbw.de erfolgen. Bitte reichen Sie mit der Anmeldung auch Ihre Nachweise für die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen ein.

Eine Stornierung muss nach den Teilnahmebedingungen des Kommunalen Bildungswerk e. V. postalisch, per Fax oder E-Mail erfolgen. Bei einer Absage in einem kürzeren Zeitraum als 14 Tage vor Seminarbeginn ist eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühren zu entrichten. Bei Absage am Werktag vor Seminarbeginn oder Nichtteilnahme ohne Absage wird die volle Gebühr in Rechnung gestellt.

Inhaltliche Ansprechpartnerin

Kontakt

Frau Dr. Marion Lindner
Bornitzstraße 73-75
10365 Berlin

Tel.: 030 29 33 50 32
Fax: 030 29 33 50 39
E-Mail: lindner@kbw.de