Fachtagung | 18. und 19. Juni 2026 in Berlin

Fachtagung Vollstreckungsrecht

Aktuelle Rechtsentwicklung, Rechtsprechung und Praxisfragen in der Vollstreckung

Fachtagung für Fach‑ und Führungskräfte aus kommunalen Verwaltungen, Landkreisen, Stadt‑ und Zweckverbänden sowie weiteren öffentlichen Institutionen, die Verantwortung in Vollstreckung, Forderungsmanagement oder Abgabenwesen tragen
Teilnahmegebühr
599,00 Euro

Sehr geehrte Fortbildungsinteressierte,

die Fachtagung Vollstreckungsrecht ist eine gemeinsame Veranstaltung des Kommunalen Bildungswerks e. V. und des Instituts für Wissenstransfer in Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege (IWVR e. V.) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Sie richtet sich an Fach‑ und Führungskräfte aus kommunalen Verwaltungen, Landkreisen, Stadtverwaltungen, Zweckverbänden sowie weiteren öffentlichen Institutionen, die Verantwortung für Vollstreckung, Forderungsmanagement und das Abgabenwesen tragen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, praxisrelevante Fragestellungen und rechtliche Neuerungen, die den Arbeitsalltag in diesen Bereichen maßgeblich prägen.

Die Tagung verbindet unterschiedliche fachliche Perspektiven und eröffnet einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen und Dynamiken des modernen Vollstreckungsrechts. Erfahrene Referent:innen vermitteln praxisnahe Impulse und zeigen Wege auf, komplexe Regelungen sicher einzuordnen und in der Verwaltungspraxis umzusetzen. Ergänzend zu den Fachvorträgen bietet die Veranstaltung Raum für vertiefende Diskussionen und den Austausch über konkrete Fallkonstellationen.

Neben der persönlichen Tagungsteilnahme in Berlin, können Sie die Tagung auch online im Webstream verfolgen oder im Nachgang eine Videoaufzeichnung erwerben.

Bitte beachten Sie auch den vorgestellten  Fachtag Lohnpfändung , der am 17. Juni 2026 stattfindet.

Tagungsorganisation

Klaudia Hennig

Telefon: (030) 29 33 50 28

 

18. Juni 2026
10:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
10:15 Uhr
Aktuelle Rechtsprechung zum Vollstreckungsrecht
Prof. Ulrich Keller
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Forderungspfändungen im Spannungsfeld der Pfändungsfreigrenzen – Tipps für die Praxis
Sigrun Scholz
14:30 Uhr
Kommunikationspause
15:00 Uhr
Vermögensauskunft und Schuldnerverzeichnis: Praktische Fragen aus der Vollstreckungspraxis
Dr. Pierre Holzwarth
16:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
Für Interessierte:
16:45 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms
20:00 Uhr
Arbeitsessen
19. Juni 2026
09:00 Uhr
Zwangsvollstreckung nach der Insolvenz – was bleibt noch?
Prof. Brigitte Steder
10:30 Uhr
Kommunikationspause
10:45 Uhr
Zwischen Zahlungsdruck und Lebensrealität: Kommunikation mit überschuldeten Personen
Nicolas Mantseris
12:00 Uhr
Austausch und Fragen aus dem Publikum
Ihre Fragen – Expert:innen antworten
12:30 Uhr
Ende der Tagung
anschl.
Gemeinsames Abschlussessen
Moderation: Prof. Ulrich Keller

Referent:innen

Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
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Prof. Ulrich Keller
Prof. Ulrich Keller
Prof. Ulrich Keller
Prof. Ulrich Keller lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin Zwangsvollstreckungsrecht und Insolvenzrecht und ist Dekan des Fachbereichs Rechtspflege. Er ist im Insolvenzrecht und im Vollstreckungsrecht durch zahlreiche Publikationen und langjährige Vortragstätigkeit bestens ausgewiesen. Zu nennen sind unter anderem Keller, Lehrbuch Insolvenzrecht, 3. Aufl. 2025; Keller, Insolvenzrecht und Insolvenzverfahren, 2. Aufl. 2024; Keller, Vergütung und Kosten im Insolvenzverfahren, 6. Aufl. 2026; Frege/Keller/Riedel, Handbuch der Rechtspraxis - Insolvenzrecht, 9. Aufl. 2022; Keller, Allgemeines Zwangsvollstreckungsrecht, 4. Aufl. 2024; Keller (Hrsg.), Handbuch Zwangsvollstreckungsrecht, 2. Aufl. 2024. Er war lange Jahre als Rechtspfleger am Vollstreckungs- und Insolvenzgericht tätig und verfügt insoweit auch über breites Wissen aus praktischer Tätigkeit.
Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
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Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
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Prof. Brigitte Steder
Prof. Brigitte Steder
Prof. Brigitte Steder
Prof. Dipl.-Rechtspflegerin Brigitte Steder lehrt an der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum am Fachbereich Rechtspflege u. a. die Lehrgebiete Zwangsvollstreckungs-, Insolvenz- und Kreditsicherungsrecht. Daneben ist sie als Dozentin im Rahmen von Fortbildungen und Fachtagungen tätig und publiziert zu den vorgenannten Rechtsgebieten (u. a. Keller (Hrsg.), Handbuch Zwangsvollstreckungsrecht, 2. Aufl.). Zuvor war sie einige Jahre als Diplom-Rechtspflegerin am Amtsgericht Hamburg-Mitte u. a. im Bereich der Zwangsvollstreckung tätig.

Tagungsinhalte

Aktuelle Rechtsprechung zum Vollstreckungsrecht

Prof. Ulrich Keller
Die bevorstehende Verabschiedung des Gesetzes zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung wird für das gesamte Vollstreckungsrecht grundlegende Änderungen im Verfahrensablauf mit sich bringen, insbesondere bei den vom Gläubiger vorzulegenden Nachweisen. Zudem sollen die Regelungen zum Pfändungsschutzkonto überarbeitet und weiter verfeinert werden. Auch die Rechtsprechung zu Einzelfragen, insbesondere zur Pfändung des Arbeitsein-kommens und zur Kontenpfändung, erschließt fortlaufend neue Themenfelder. Der Vortrag erörtert diese Rechtsentwicklungen und stellt aktuelle Entscheidungen zum Zwangsvollstreckungsrecht praxisorientiert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung dar.
Schwerpunkte:
  • Das Gesetz zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung
  • Regelungen zum Pfändungsschutzkonto
  • Aktuelle Rechtsprechung zu den allgemeinen Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung und dem Verfahren der Verwaltungsvollstreckung
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Vermögensauskunft
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Pfändung des Arbeitseinkommens
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Kontenpfändung

Forderungspfändungen im Spannungsfeld der Pfändungsfreigrenzen – Tipps für die Praxis

Sigrun Scholz
In der Verwaltungsvollstreckung stellt die Forderungspfändung eine bewährte Vollstreckungsmaßnahme dar. Aufgrund der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Pfändungsfreigrenzen hat ihre Erfolgsquote jedoch spürbar abgenommen. In diesem Vortrag werden praxisnahe Möglichkeiten aufgezeigt, wie dieser Entwicklung in geeigneten Einzelfällen begegnet und der Vollstreckungserfolg gesteigert werden kann. Das Spektrum reicht von der Herabsetzung der individuellen Pfändungsfreigrenze bis hin zu besonderen Pfändungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen es auch bei hohen Vorpfändungen möglich sein kann, eigene Forderungen erfolgreich durchzusetzen.
Schwerpunkte:
  • Zusatzverfügungen bei gängigen Pfändungsmöglichkeiten nutzen
  • Besondere Forderungspfändungen, z.B. Zahlungseingänge auf dem Konto eines Dritten
  • Umgang mit Vollstreckungsschutzanträgen
  • Pfändung oder Abtretung?

Vermögensauskunft und Schuldnerverzeichnis: Praktische Fragen aus der Vollstreckungspraxis

Dr. Pierre Holzwarth
Die Vermögensauskunft und die Eintragung in das Schuldnerverzeichnis gehören zu den wirkungsvollsten, zugleich aber auch fehleranfälligsten Instrumenten der heutigen Vollstreckung. Der Vortrag beleuchtet das praktische Vorgehen – von der Ladung über Zahlungs- und Ladungsfristen bis hin zu typischen Entscheidungs-, Abwägungs- und Abgrenzungsfragen. Im Mittelpunkt stehen praxiserprobte Lösungsansätze, unterschiedliche Vollzugspraxen und konkrete Fallkonstellationen aus dem Vollstreckungsalltag.
Schwerpunkte:
  • Praktisches Vorgehen bei der Vermögensauskunft – Ladung, Fristen, Durchführung und sinnvolle Folgeanträge
  • Inhalt, Reichweite und Grenzen der Vermögensauskunft
  • Eintragung in das Schuldnerverzeichnis – Zeitpunkt, Voraussetzungen und typische Praxisfehler

Zwangsvollstreckung nach der Insolvenz – was bleibt noch?

Prof. Brigitte Steder
Der Vortrag beleuchtet die die rechtlichen Grenzen und Möglichkeiten der Zwangsvollstreckung nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Konstellationen, die sich nach Aufhebung oder Einstellung des Verfahrens ergeben können. Dabei wird erörtert, welche Möglichkeiten bestehen und welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind.
Schwerpunkte:
  • Aufhebung oder Einstellung des Insolvenzverfahrens – macht das einen Unterschied?
  • Geltendmachung des unbeschränkten Nachforderungsrechts
  • Wiederaufleben ausgesetzter Vollstreckungsmaßnahmen
  • Zwangsvollstreckung während der Wohlverhaltensperiode
  • Zwangsvollstreckung nach Erteilung der Restschuldbefreiung

Zwischen Zahlungsdruck und Lebensrealität: Kommunikation mit überschuldeten Personen

Nicolas Mantseris
Der Beitrag skizziert grundlegende Aspekte der Kommunikation mit überschuldeten Personen im Vollstreckungskontext. Aus Sicht der Schuldnerberatung werden typische Belastungssituationen, mögliche Gesprächsbarrieren und praxisnahe Ansätze für einen sachlichen und zugleich respektvollen Austausch aufgezeigt. Die Teilnehmenden erhalten Anregungen, wie sich Gespräche trotz hoher Anspannung konstruktiv gestalten lassen.
Schwerpunkte:
  • Belastungslagen und Kommunikationsmuster überschuldeter Personen
  • Gesprächsführung im Spannungsfeld zwischen Vollstreckungsauftrag und Lebensrealität
  • Praktische Impulse aus der Schuldnerberatung

Rahmenprogramm

Historische Geländeführung Charité
Charité bedeutet nicht nur Barmherzigkeit, sondern dieser Name steht für moderne Medizin und Forschung aus Tradition. Die größte Klinik Europas schlägt nicht nur seit je her die Brücke in die Zukunft der medizinischen Versorgung, sondern steht auch für historische Meilensteine der Medizin, die uns heute selbstverständlich im Alltag begegnen: darunter der Schwangerschaftstest und die Immunisierung gegen tödliche Krankheiten. Schon seit 1710 vereint die Charité in der Bundeshauptstadt Tradition und Innovation. Wir möchten Ihnen die Klinik im historischen Gewand näherbringen und die Geschichte(n) um Forschung und Wissenschaft vermitteln. Unsere Tour bewegt sich auf dem Gelände der Charité hart an der Grenze zwischen Ost und West und zwischen Leben und Tod. Hier verbinden sich über 300 Jahre Architekturgeschichte, Medizingeschichte und Geschichten von und mit Menschen.
Rund um den Hackeschen Markt - Stadtführung
Das Scheunenviertel oder die Spandauer Vorstadt rund um dem Hackeschen Markt, die Große Hamburger Straße und die neue Synagoge waren einmal das Zentrum des jüdischen Lebens in Berlin. Viele Häuser wurden im Krieg zerstört, trotzdem lässt sich auf den historischen Spuren wandeln. Darüber hinaus ist dieser Teil von Berlins Mitte vor allem (noch) ein Platz für das kreative Schaffen in der Stadt und Zeugnis des ständigen Wandels. Zwischen touristischen Hotspots finden Ateliers und Galerien und selbst alternative Projekte noch ihren urbanen Raum. Zusammen erkunden wir sanierte und unsanierte Höfe, ein altes Ballhaus und tauchen ein in die jüdische Geschichte Berlins. Der Rundgang geht 1,5 Stunden.
Werkbundarchiv - Museum der Dinge
Die neu gestaltete Dauerausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge zeigt als Offenes Depot rund 15.000 Alltagsobjekte vom 20. Jahrhundert bis heute – Dinge, die gestaltet, genutzt und wieder verworfen wurden und dabei viel über unser Verhältnis zur materiellen Welt erzählen. Im Zentrum steht der 1907 gegründete Deutsche Werkbund, der für eine moderne, funktionale und verantwortungsbewusste Gestaltung ohne überflüssiges Dekor eintrat. Das Museum greift diese Ideen auf, beleuchtet sie kritisch im Kontext globaler und ökologischer Herausforderungen und lädt mit einer konzentrierten Auswahl der Sammlung dazu ein, Alltägliches neu zu entdecken und Designgeschichte lebendig zu erleben. „Werkbundarchiv“ verweist übrigens auf den historischen Bezugspunkt der Sammlung: Deutscher Werkbund. Diese Lebensreformbewegung – als eine von zahlreichen Reformbewegungen im 20. Jahrhundert – bietet den sinndeutenden Rahmen der Ausstellung.

Tagungsort

ABACUS Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 – 400
Website Abacus Tierpark Hotel

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Diese Zusammenstellung enthält 7 Veranstaltungen.

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