Online-Fachtagung
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Online-Fachtagung

(Online-Tagung) Aktuelle Entwicklungen in den öffentlichen Finanzen - Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen. Entwicklungstendenzen in der Digitalisierung des Finanzwesens

Schwerpunkte

  • Tagungsinhalte - Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung. Sie haben die Wahl zwischen einer Online-Zuschaltung oder einer Präsenzteilnahme. Alle Vorträge der Präsenztagung werden online übertragen.
  • (Stand der Konzeption September 2020 - Änderungen vorbehalten):

Dienstag (15. Dezember 2020)

08.45 Uhr - Begrüßung und Eröffnung - Herr Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer des KBW e. V.

09.00 Uhr - Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise und Herausforderungen für die Kommunalfinanzen - Dr. Friederike (Fritzi) Köhler-Geib, Chefvolks­wirtin und Leiterin der Abteilung KfW Research der KfW Bankengruppe

  • Der Vortrag beleuchtet die aktuelle volkswirtschaftliche Lage ein dreiviertel Jahr mit Corona vor allem hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Kommunalfinanzen. Auf Basis der Ergebnisse des KfW-Kommunalpanels werden die strukturellen Herausforderungen insbesondere für die öffentlichen Investitionen erläutert. In der anschließenden Diskussion steht die Frage im Vordergrund, welche Lehren und Konsequenzen aus der Corona-Krise gezogen werden können, um die Kommunen nachhaltig fit zu machen für die Zeit nach der Krise. Für diese Einordnung liefert der Vortrag ein vorsichtiges Zwischenfazit, welche Entwicklungen der Kommunalfinanzen nur temporär und welche längerfristige Folgen nach sich ziehen werden.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Aktuelle Wirtschaftslage Deutschlands mit Auswirkungen auf kommunale Finanzen und Investitionsrückstände
  • Chancen und Risiken für öffentliche Haushalte und Investitionen
  • Wege aus der Krise und Herausforderungen für die Zeit danach

10.00 Uhr - Niedrigzinsen ohne Ende? Mögliche Auswirkungen der Konjunkturpakete. Chancen nutzen, Herausforderungen annehmen - Stefan Becker, Abteilungsdirektor im Bereich „Fördergeschäft und Finanzierung" beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)

  • Die Corona-Krise hat die positive Entwicklung der Kommunalfinanzen eines Großteils der Städte und Gemeinden konterkariert, die in den letzten Jahren überwiegend von Haushaltsüberschüssen und sinkender Verschuldung geprägt war. Die wirtschaftlichen Folgen wirken dabei insbesondere bei strukturschwächeren Kommunen wie ein Katalysator und verschärfen strukturelle Probleme. In der historischen Betrachtung kennt zudem die Zinsentwicklung seit der Aufzeichnung der ersten zinsabhängigen Geldgeschäfte nur einen langfristigen Trend: nach unten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Schleusen und Tore geöffnet, um die Finanzmärkte mit Liquidität zu schwemmen und im Juni 2014 die Zinsen sogar auf negativ gestellt! Seitdem haben wir es nicht nur mit Niedrigzinsen, sondern zunehmend auch mit Negativzinsen zu tun. Etwaige Hoffnungen auf eine Zinswende waren bisher vergeblich. Auch mit der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist keine Abkehr von der expansiven Geldpolitik sichtbar. Die Kommunen müssen sich weiterhin auf Niedrig- und Nullzinsen einstellen. Der Vortrag analysiert die aktuelle Situation der Kommunen in der Corona-Krise, die Entwicklungen an den Finanzmärkten und versucht, einen Ausblick auf künftige Entwicklungen zu geben.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Wie wirkt das Corona-Hilfsprogramm auf die Kommunen?
  • Welches sind die Ursachen und Gründe für das andauernde, niedrige Zinsniveau?
  • Welche Wirkungen sind mit den Niedrigzinsen verbunden, insbesondere aus Sicht der Öffentlichen Hand?
  • Geht das immer so weiter? Gibt es Anhaltspunkte für eine Trendwende?

11.00 Uhr Kommunikationspause

11.20 Uhr - Prüfung der Wirtschaftlichkeit einer Beendigung von Swapgeschäften - Jan Hartlieb, Mitgründer und Geschäftsführer der SAM Sachsen Asset Management GmbH

  • Zinsderivate sind bei Kommunen aktuell, überwiegend nur noch in Form konnexer Payerswaps im Einsatz. Kombiniert mit variabel verzinsten Darlehen bilden sie s.g. „synthetische Festzinsdarlehen“ und sind in dieser Form sinnvolle Zinssicherungsgeschäfte. Allerdings besitzen auch solche Swaps einige Nachteile: besondere Pflichten bei der Bilanzierung, zusätzliche Aufwendungen im Vertragscontrolling, Nachteile aus Negativzinsen usw. Zudem sind Swaps aufgrund ihres in der Vergangenheit häufig problematischen Einsatzes immer wieder Gegenstand kritischer Betrachtungen seitens der Landesrechnungshöfe, der Kommunalaufsicht, der Politik und Öffentlichkeit. Die Beantwortung entsprechender Nachfragen erfordert zusätzliche Kapazitäten. Aus diesen Gründen ist es angebracht, den Einsatz von Swaps grundsätzlich zu überprüfen. Insbesondere das aktuell historisch niedrige Zinsniveau und die damit verbundenen langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten lassen eine solche Untersuchung sinnvoll erscheinen. Dabei geht es nicht nur um den zukünftigen Einsatz, sondern auch um bereits bestehende Geschäfte. Allerdings muss für eine solche Wirtschaftlichkeitsüberprüfung mit der Unsicherheit zukünftiger Zinsentwicklungen umgegangen werden. Der Vortrag beschreibt vor diesem Hintergrund die aktuelle Situation vieler Kommunen und kommunaler Zweckverbände beim Einsatz von Swaps und gibt Vorschläge für die Herangehensweise bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Aktuelle Entwicklungen des Swap-Einsatzes bei Kommunen und Zweckverbänden
  • Auswirkungen der Zinsentwicklung der letzten Jahre auf Swaps
  • Aktuelle Entwicklungen, die zu einer grundsätzlichen Überprüfung des Swap-Einsatzes führen sollten
  • Möglichkeiten bei der Überprüfung der Wirtschaftlichkeit in der Praxis

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr - Praxisforum Die öffentlichen Finanzen in der Krise - Wie geht es weiter? Wie sieht es in der Praxis aus? - Moderation Ekkehard Grunwald, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Stadt Recklinghausen

14.30 Uhr Kommunikationspause

11.20 Uhr - Haushaltskonsolidierung nach der (Corona)Krise - gibt es eine Rückkehr zur „Normalität“ im kommunalen Haushaltsmanagement? - Ralf Günther, Leiter Sonderfachdienst Revision des Wetteraukreises

  • Kommunalhaushalte stehen durch die Corona-Krise vor erheblichen Belastungen: einerseits brechen bedeutende Erträge weg - gleichzeitig müssen hohe Mehraufwendungen zur Krisenbewältigung geleistet werden. Staatliche Hilfsprogramme führen zu einer gewissen Entlastung. Diese müssen jedoch oftmals unter Auflagen mit eigenen kommunalen Konsolidierungsanstrengungen, Zielsetzungen und Entscheidungen vor Ort sinnvoll verknüpft werden, um (erneut) eine Haushaltsstabilität zu erreichen. Viele Kommunen müssen durch die Corona-Krise ihre Haushaltskonsolidierung daher nochmals intensivieren. Corona ist jedoch kein Einzelfall. Fluthilfen, Tierseuchen, Dürresommer, Asylbewerberleistungen und nun 2020 die Corona-Pandemie: finanzwirksame Krisenbewältigungen für die Kommunalhaushalte werden offenbar zur neuen Realität. Dies erfordert einen Paradigmenwechsel in der politischen Haushaltssteuerung, aber auch bei der Konsolidierungsmethodik des Gesamthaushaltes und für die Produkte der Verwaltung. Es wächst die Notwendigkeit strategischer Finanz- und Konsolidierungsziele, einer Resilienz der Kommune im Umgang mit unerwarteten Ereignissen und eines ganzheitlichen Risikomanagements. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Vorbereitung auf alternative Finanzentwicklungen in der Haushaltsplanung über Szenariobetrachtungen sowie Methoden einer flexibleren unterjährigen Haushaltssteuerung, insb. durch Stärkung des Controllings.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Nach der Krise ist vor der Krise: Rahmenbedingungen für ein „neues Haushaltsmanagement
  • Weiter wie bisher? Paradigmenwechsel für die kommunale Haushaltskonsolidierung
  • Best Practice-Lösungen aus Kommunen für spürbare Konsolidierungserfolge
  • Entwicklung einer nachhaltigen individuellen Konsolidierungsstrategie
  • Szenarioplanung und Handlungsoptionen für alternative FinanzentwicklungenWeiterentwicklung von Risikomanagement, Budgetierung, Controlling

Für Interessenten

  • 20.00 Uhr Arbeitsessen im Tagungshotel

Mittwoch, 16. Dezemeber 2020

09.00 Uhr - Das OZG als Treiber der Digitalisierung in der Haushaltswirtschaft - Zusätzliche Impulse durch das Corona-Konjunkturpaket des Bundes - Dr. Dirk During, Leiter der Kämmerei der Kämmerei der Universitätsstadt Gießen

  • Die Digitalisierung ist ein gesellschaftlicher Megatrend. Gleichzeitig hat die Corona-Krise den Bedarf zu einem höheren Digitalisierungsgrad der Verwaltungsarbeit zu Tage treten lassen. Auch die Kämmerei und ihre Arbeitsabläufe sind von der Digitalisierung betroffen - dies betrifft verwaltungsinterne Abläufe wie die Haushaltsplanung ebenso, wie externen Schriftverkehr und die Kommunikation mit anderen öffentlichen Verwaltungen. Die theoretischen und technischen Möglichkeiten sind groß und bieten zahlreiche Chancen. Gleichzeitig können die Chancen nur erschlossen werden, wenn notwendige Ressourcen für die Einführung und Fortschreibung der digitalisierten Prozesse zur Verfügung gestellt werden. Zusätzliche finanzielle Ressourcen könnten beispielsweise durch das Corona-Konjunkturpaket des Bundes bereitgestellt werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über die bestehende Themenvielfalt und die Ansatzpunkte der Kämmerei der Stadtverwaltung Gießen bei der Digitalisierung der Kämmereiarbeit.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Überblick potenzielle Digitalisierungsprozesse
  • Handlungsbedarfe aus dem Onlinezugangsgesetzt (OZG)
  • Erfahrungen aus aktuellen Digitalisierungsprojekten (E-Payment, Steuerakte, u. a.)

10.45 Uhr - Kommunikationspause

10.15 Uhr - Wie Kommunen auf die E-Rechnung umstellen können - zentrale strategische Fragestellungen und praktische Lösungsansätze - Patrick Bardenhagen, Rechnungsprüfungsamt Landkreis Stade

  • Die Digitalisierung ist in aller Munde. Das Ziel ist eine elektronisch vernetzte und medienbruchfreie Kette zwischen allen Beteiligten. Die Kommunen stehen dadurch großen Herausforderungen gegenüber. Wesentliche Ursache hierfür sind die Anforderungen an den Empfang und die Verarbeitung von elektronischen Rechnungen. Aus der Umsetzung von anderen E-Rechnungsprojekten beleuchtet der Referent in seinem Vortrag zentrale strategische Fragestellungen und praktische Problemstellungen und zeigt hierzu Lösungsansätze (Best Practises) auf. Die Teilnehmer erfahren neben den Anforderungen an die elektronische Rechnung, welcher neue elektronische Workflow für die Umsetzung der E-Rechnung erforderlich ist. Die Teilnehmer sind aufgerufen, ihre fachlichen Fragen und auch Lösungsoptionen in die Diskussion einzubringen.

Schwerpunkte des Vortrages

  • Praktische Vorgehensweise bei der Umstellung
  • Vermeidung von Fehlerquellen
  • Anforderungen an die revisionssichere digitale Archivierung von Rechnungen
  • Organisatorischen Anforderungen an den elektronischen Workflow

Zu jedem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Anschließend Abschluss-Essen - Gegen 13.30 Uhr Ende der Tagung

Veranstaltungsort Abacus Tierpark Hotel Berlin

Tagungskosten

  • bei Anmeldungen bis 4 Wochen vor Tagungsbeginn: 399,00 €
  • bei Anmeldungen danach: 499,00 €
  • Moderation: Herr Ekkehard Grunwald

*** Achtung !!! Neuer Termin - jetzt 15. und 16. Dezember 2020 *** In den vergangenen Jahren zeichnete sich vor dem Hintergrund gestiegener Steuereinnahmen eine Entspannung der öffentlichen Finanzen ab. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass Deutschland im Geld schwimmt. Doch mit der Corona-Krise ab März ist plötzlich alles anders geworden. Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im allein im I. Halbjahr 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 51,6 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 3,2 % gegenüber +2,7 % im Vergleichszeitraum 2019. Bei den Staatseinnahmen war erstmals seit 2010 ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen (-3,6 %). Die Ausgaben des Staates im I. Halbjahr 2020 erhöhten sich dagegen um 9,3 %. Ein Finanzierungsdefizit für die erste Jahreshälfte hatte der Staat zuletzt nach der Finanzmarktkrise im Jahr 2011 verzeichnet. Die Corona-Pandemie bedroht die Investitionsfähigkeit der Kommunen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle gemeinsame Studie des Leibnitz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW Mannheim und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Deutschen Städtetages. Bundesweit wird in den Kommunen analysiert und Kassensturz gemacht. Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf die Steuereinnahmen (und hier insb. auf die Gewerbesteuereinnahmen) haben? Welche Ausgabepositionen stehen auf dem Prüfstand? Die Haushaltskonsolidierung, die in den vergangenen Jahren vielerorts nicht die höchste Priorität hatte, ist plötzlich wieder hochaktuell. Der erste Tag unserer Fachtagung wird die Auswirkungen der Corona-Krise unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten und zu einer Diskussion im Kreise der Fachleute anregen. Der zweite Tag der Tagung widmet sich mit der Digitalisierung einem Thema, das mit der Einführung der E-Rechnung und dem OZG zunehmend an Fahrt gewinnt. Bis 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen die wichtigsten Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale auch digital anbieten und diese Portale zu einem Verbund verknüpfen - so will es das 2017 verabschiedete Onlinezugangsgesetz (OZG). Ist Corona hier zu einem Bremsklotz geworden? Auch außerhalb der Vorträge besteht erneut die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Wie in den Vorjahren bietet die Tagung zu den einzelnen Themen unterschiedliche Lösungsansätze und unterstützt die Teilnehmer/innen, die komplexen Fragen der Praxis zu beantworten. Die Fachtagung richtet sich sowohl an langjährige wie auch erstmalig mit der Fachmaterie befasste Bedienstete. Die Teilnehmer/innen sind aufgerufen, ihre Praxisfälle in die Diskussion einzubringen. In diesem Jahr können erstmals Interessenten, die aufgrund der begrenzten Tagungskapazität nicht vor Ort sein können oder die an einer Teilnahme aus sonstigen Gründen gehindert sind, alle Vorträge live im Internet verfolgen oder auch die Aufzeichnung der Vorträge erwerben.

keine

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen gern unser Kundenservice.

E-Mail: info@kbw.de
Telefon: 030 - 29 33 50 0

Termine

15.12.2020 (Di)
08:45 bis 16:00 Uhr
16.12.2020 (Mi)
09:00 bis 12:30 Uhr
399,00 €
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