Fachtag
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Fachtag Lohnpfändung 2023 - Aktuelle Fragestellungen zum Recht der Lohnpfändung - Rechtsprechung und Praxisfragen für Drittschuldner, Gläubiger und Schuldner Neu

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Tagungsschwerpunkte aus 2022:

Mittwoch, 22. Juni 2022

  • 08.45 Uhr - Begrüßung und Eröffnung

  • 09.00 Uhr - Aktuelle Rechtsentwicklungen zur Pfändung von Arbeitseinkommen - Herr Prof. Ulrich Keller

  • Erstmals zum 1. Juli 2022 werden die Pfändungsfreigrenzen des § 850c ZPO jährlich angehoben. Was bedeutet das für Gläubiger und Drittschuldner? Welche Möglichkeiten hat ein Gläubiger, dennoch seine Forderung zu realisieren? Die Anhebung der Pfändungsfreigrenzen hat auch Auswirkungen auf die Kontenpfändung, die seit 1. Dezember 2021 völlig neu geregelt wird. Diese Neuregelungen und ihre Auswirkungen sowie die aktuelle Rechtsprechung zu Fragen der Pfändung von Arbeitseinkommen werden dargestellt und besprochen.
  • Schwerpunkte des Vortrags: Jährliche Anhebung der Pfändungsfreigrenzen ab Juli 2022; Optimierung der Pfändung durch Ermittlung geldwerter Vorteile; Einkommenspfändung und parallele Kontenpfändung; Vorgehen gegen renitente Drittschuldner
  • 10.30 Uhr - Pfändungsmix - neue Rechtsprechung zur betrieblichen Altersversorgung und gesetzliche Änderungen bei Abtretungsverboten - Frau Rechtsanwältin Antonia Schmidt-Busse

  • Durch das Gesetz für faire Verbraucherverträge werden auch Arbeitgeber in ihrer Gestaltungsmöglichkeit von Abtretungsausschlüssen stark eingeschränkt. Dies führt dazu, dass es zukünftig vermehrt zu einem Konkurrenzverhältnis von Lohnabtretungen und Lohnpfändungen kommen wird. Die neue Rechtsprechung zur Entgeltumwandlung schafft endlich Klarheit zu der lang umstrittenen Frage, ob eine Entgeltumwandlung bei laufender Pfändung wirksam vereinbart werden kann. Schwierig ist nach wie vor, wie die zu berücksichtigen unterhaltsberechtigten Personen bei einer Pfändung rechtssicher ermittelt werden können. Neben diesen Themen geht Frau Schmidt-Busse auch auf wiederkehrend und nicht wiederkehrend zahlbare Vergütungen ein.
  • Schwerpunkte des Vortrags: Konkurrenzverhältnis Abtretung - Lohnpfändung; Entgeltumwandlung (bAV) während der Lohnpfändung; Berücksichtigung unterhaltsberechtigter Personen; wiederkehrend und nicht wiederkehrend zahlbare Vergütungen
  • 12.00 Uhr - Mittagspause

  • 13.00 Uhr - Die Zusammenrechnung von mehreren Arbeitseinkommen oder die Zusammenrechnung von Arbeitseinkommen und Sozialleistungen (Kurzarbeitergeld in Zeiten von Corona) - Frau Nina Frankenberg

  • Heutzutage haben viele Schuldner nicht mehr nur einen Job. Wenn ein Schuldner mehrere Arbeitgeber und damit mehrere Arbeitseinkommen hat, kann ein Gläubiger die Zusammenrechnung beantragen. Damit entstehen viele Probleme: Wer kommuniziert mit wem? Wer berechnet das pfändbare Einkommen? Wie hoch ist es? Wer zahlt es aus? Ähnliche Schwierigkeiten entstehen, wenn die Zusammenrechnung von Arbeitseinkommen und Sozialleistungen angeordnet werden. Wo liegt hier der Unterschied? In Zeiten, in denen vielerorts Kurzarbeitergeld gezahlt wird, stellt sich die Frage, ob der Gläubiger hier ebenfalls einen Zusammenrechnungsbeschluss benötigt.
  • Schwerpunkte des Vortrags: Gezielte Informationsbeschaffung (Vermögensauskunft, Drittauskünfte, eidesstattliche Versicherung); Pfändung mehrerer Arbeitseinkommen; Zusammenrechnung mehrerer Arbeitseinkommen - Anwendbarkeit des § 850e Nr. 2 ZPO und Kommunikation der Drittschuldner; Zusammenrechnung von Arbeitseinkommen und Sozialleistungen; Besonderheiten bei der Unterhaltsvollstreckung nach § 850d ZPO
  • 14.30 Uhr - Kommunikationspause

  • 15.00 Uhr - Fragen rund um Unterhaltspfändungen. Was in der Praxis zu beachten ist - Herr Michael Idler

  • Wenn eine Lohnpfändung kommt, entstehen schon viele Fragen. Kommt dann noch eine Unterhaltspfändung hinzu, wird es oft kompliziert. Wie muss die Unterhaltspfändung im Rang berücksichtigt werden? Was ist mit der Pfändungsfreigrenze? Muss ich Nachforschung betreiben im Zusammenhang der zu berücksichtigten Unterhaltspflichten? Was ist die Düsseldorfer Tabelle?
  • Oft werden hier Fehler gemacht und die Rangfolge falsch interpretiert und die automatischen Anpassungen vergessen. Im Vortrag wird aufgezeigt, was in der Praxis bei Unterhaltspfändung zu beachten ist - welchen Unterschied sie zur „normalen“ Pfändung hat und was zu berücksichtigen ist, wenn beide zusammenfallen. Was bedeutet die Vorgabe des zu verbleibenden Lohnes beim Schuldner, und worauf zu achten ist, wenn die Unterhaltspfändung aus Rückständen und laufenden Unterhalt besteht.
  • Schwerpunkte des Vortrags: Pfändungstabelle und Unterhalt; Rangfolgen; Unterhalt und normale Pfändung; Rückstände und laufender Unterhalt; Düsseldorfer Tabelle; Besonderheiten des Unterhaltspfändungsbeschlusses
  • Moderation

    • Frau Christine Kalmeier
  • Veranstaltungsort

  • Abacus Tierpark Hotel Berlin
  • Teilnahmekosten

  • 349,00 Euro bis 8 Wochen vor der Tagung, danach 399,00 €

Mitarbeiter/innen von Vollstreckungsbehörden, die mit der Lohnpfändung befasst sind und von Unterhaltsvorschusskassen; Arbeitgeber als Drittschuldner; Schuldnerberater/innen; Betreuer/innen; Insolvenzverwalter/innen; Rechtspfleger/innen und sonstige Interessenten

Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Präsenzteilnahme ist keine Buchung der Online-Aufzeichnung verbunden. Sie können nicht an der Präsenztagung teilnehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung online verfolgen oder auch eine Aufzeichnung der Fachtagung erwerben. Tragen Sie im Suchfenster VLT23VID ein, wenn Sie das Video erwerben wollen.

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Termine

14.06.2023 (Mi)
09:00 bis 16:30 Uhr
299,00 €
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