Fachtagung
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Zusatz-Fachtagung Vergaberecht Berlin 2021 - Das aktuelle Vergaberecht 2021 in der Praxis und Rechtsprechung (beide Tagungstage)

Tagungsschwerpunkte

  • (Stand der Konzeption 06/2021 - Änderungen vorbehalten)
  • 1. Tag, Montag, 06.09.2021
  • 10.00 Uhr Begrüßung - Katja Knorscheidt, Geschäftsführerin KBW e.V.

  • 10.15 Uhr Das öffentliche Auftragswesen - nicht aufzuhalten - Update - Hans-Peter Müller

  • Auch das vergangene Jahr hat der rasanten Entwicklung im öffentlichen Auftragswesen keinen Einhalt gebieten können. Im Gegenteil. Corona und Vergaberecht war ein nahezu allbeherrschendes Thema. Der Referent wird nicht nur hier den aktuellen Stand der Regelungen erläutern: Die HOAI war aufgrund einer EuGH-Entscheidung anzupassen und ist mit einer neuen Konzeption in Kraft. Das Wettbewerbsregister ist ebenfalls kurz vor seiner „Scharfschaltung“. Seit Oktober 2020 müssen öffentliche Auftraggeber über Berichtsstellen statistische Daten melden. Erste Erfahrungen stellt der Referent vor. Die Bundesregierung hat zudem die deutsche Ratspräsidentschaft im 2. Halbjahr 2020 genutzt, um auch auf EU-Ebene einige vergaberechtliche Initiativen zu starten. Schließlich wird das Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen angepasst.
  • 12.00 Uhr Mittagspause

  • 13.00 Uhr Aktuelle Rechtsprechung zum Vergaberecht - die wichtigsten Entscheidungen aus 2020 und 2021! - Prof. Matthias Einmahl

  • Die Rechtsprechung war auch in Pandemiezeiten aktiv. In 2020 und 2021 sind viele Entscheidungen ergangen, die für den praktischen vergaberechtlichen Alltag relevant sind, manchmal Klarheit schaffen, manchmal aber auch Fragen aufwerfen. In diesem Vortrag werden die wichtigsten Entscheidungen vorgestellt und in ihrem Kontext eingeordnet.
  • 14.15 Uhr Kommunikationspause

  • 14.45 Uhr Die Abfrage des Wettbewerbsregisters durch öffentliche Auftraggeber - Kai Hooghoff

  • Das Wettbewerbsregister stellt Auftraggebern nach Maßgabe des Wettbewerbsregistergesetzes (WRegG) für Vergabeverfahren elektronisch Informationen zur Verfügung, die es ihnen ermöglicht, zu prüfen, ob ein Unternehmen wegen bestimmter Wirtschaftsdelikte von dem Vergabeverfahren auszuschließen ist oder ausgeschlossen werden kann.
  • Kai Hooghoff wird mit seinem Vortrag insbesondere Fragen rund um die Abfrage des Wettbewerbsregisters durch Auftraggeber beleuchten.
  • 16.00 Uhr Ende des ersten Tagungstages

  • Für Interessenten
  • 16.30 Uhr Rahmenprogramm (sofern es die aktuellen Regelungen zulassen)

  • 20:00 Uhr Arbeitsessen für Interessenten (sofern es die aktuellen Regelungen zulassen)

  • 2. Tag, Dienstag, 07.09.2021
  • 09.00 Uhr Update Rahmenvereinbarungen - Dr. Marc Röbke

  • Rahmenvereinbarungen sind ein beliebtes flexibles Instrument zur Beschaffung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungen. Die Kehrseite der Flexibilität dieses Beschaffungsinstruments sind verbreitet bestehende Unsicherheiten bei der Ausgestaltung von Rahmenvereinbarungen. Sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, Höchstmengen im Rahmen des Vergabeverfahrens festzulegen? Was ist die vergabe- und vertragsrechtliche Folge, wenn festgelegte Höchstmengen vor dem Ende der Vertragslaufzeit erreicht sind? Haben Auftragnehmer einer Rahmenvereinbarung bei einem tatsächlich bestehenden Bedarf einen Anspruch auf Leistungsabruf oder sind öffentliche Auftraggeber trotz bestehender Rahmenvereinbarung frei, ihren Bedarf ggf. auch anderweitig zu decken? Zu diesen und weiteren praxisrelevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Vergabe von Rahmenvereinbarungen wird Dr. Marc Röbke vortragen, die aktuelle Rechtsprechung vorstellen und Tipps für die Beschaffungspraxis geben.
  • 10.00 Uhr Umbaupause

  • 10.05 Uhr Nachhaltige öffentliche Beschaffung - Das Sorgfaltspflichtengesetz und seine Auswirkungen auf die Vergabe - Eric Neumann

  • Das Bundeskabinett hat am 03.03.2021 den Entwurf über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten beschlossen (Lieferketten- oder Sorgfaltspflichtengesetz). Ziel des neuen Gesetzes ist es, die Verantwortung deutscher Unternehmen - ab einer bestimmten Größe - hinsichtlich der Menschenrechte in globalen Lieferketten verbindlich zu regeln. Kernanliegen sind die Einhaltung von Arbeitsrechten, die Verhinderung von Kinderarbeit, Diskriminierung und Ausbeutung sowie der Umweltschutz. Hierbei sollen die Unternehmen verpflichtet werden, Risikomanagement zu betreiben und entsprechende Risiken zu analysieren, Präventions- und Abhilfemaßnahmen zu implementieren, Beschwerdemöglichkeiten einzurichten sowie jährlich Bericht hierüber zu führen.
  • Eine Verabschiedung des Gesetzes hätte direkte Auswirkungen auf das Vergaberecht. Während das GWB bereits in seiner jetzigen Fassung u. a. Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt, regelt der neue § 22 Abs. 1 Sorgfaltspflichtengesetz-E einen - ermessensintendierten - Ausschlussgrund wegen Missachtung der aufgestellten Pflichten, soweit ein rechtskräftiges Bußgeld in gewisser Höhe verhängt wurde.
  • Der Vortrag stellt die Intention des Gesetzgebers dar, beleuchtet die neuen Vorgaben im Detail, setzt diese in den Kontext der bestehenden Regelungen und vermittelt einen Ausblick zur praktischen Anwendung im Vergabeverfahren.
  • 11.00 Uhr Kommunikationspause

  • 11.30 Uhr Zum wirtschaftlichsten Angebot mit der richtigen Wertung - Update - Monika Prell

  • Ein zentraler Punkt für den Erfolg von Vergabeverfahren zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Bieters ist die richtige Wertung verbunden mit einer sinnvollen Wertungsmatrix. Das wirtschaftlichste Angebot ist dabei nicht zwangsläufig das billigste Angebot, sondern das Angebot mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Abhängig von der geplanten Beschaffung können Leistungsparameter ein ausschlaggebender Faktor sein, die entsprechend bei der Wertung zu berücksichtigen sind. Auch wenn die Wertung von 100 % Preis als leicht anzuwendende Bewertungsmethode bei Vergabestellen beliebt ist, führt sie deswegen nicht immer zum gewünschten Erfolg. Der Vortrag erläutert unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung die Möglichkeiten und Spielräume bei der Wertung und stellt sinnvolle Wertungsmatrizen anhand von Praxisbeispielen dar.
  • 12.45 Uhr Mittagessen

  • 14.00 Uhr Ende der Tagung

  • Teilnahmegebühren. 399,00 € bis 6 Wochen vor Tagungsbeginn (bei Besuch einzelner Tage 299,00 € pro Tag); danach 499,00 € (bzw. 349,00 €)

Stagnation im Vergaberecht - das gibt es nicht! Sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie so gut wie gemeistert, stehen neue Herausforderungen bevor. Das Lieferkettengesetz ist in Vorbereitung mit ungewissen Auswirkungen auf das tägliche Handeln. Die Umsetzung des Wettbewerbsregisters schreitet weiter voran. Die Rechtsprechung mit ihren neuen Urteilen weist immer wieder neue Aspekte aus. Die richtige Ausgestaltung von Rahmenvereinbarungen und der Bewertungsmatrix führen nachhaltig zum Erfolg. Diese Zusatz-Fachtagung Vergaberecht 2021 wird in neuen Räumen als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Es ist jedoch wieder möglich, die Fachtagung online zu besuchen oder als Videoaufzeichnung abzurufen. Die Referenten stehen Ihnen in bewährter Weise für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Die Tagung soll Führungskräften und Mitarbeiter von Dienststellen, die mit der Vergabe oder Prüfung von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen befasst sind, die Möglichkeit zu einem bundesweiten Erfahrungsaustausch geben. Das Team des Kommunalen Bildungswerks e.V. würde sich freuen, Sie zu dieser Tagung begrüßen zu können.

Entscheider und Sachbearbeiter für die Vergabe und die Prüfung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträgen auf der Grundlage des öffentlichen Auftragswesens

Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Tagung ist keine Buchung der Videoaufzeichnung verbunden. Sie können nicht an der Präsenztagung teilnehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung online verfolgen oder auch einen Zugriff auf die Aufzeichnung der Fachtagung für vier Wochen erwerben. Für Letzteres tragen Sie im Suchfenster BFTZ21VID ein.

Kundenservice KBW e. V.
Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen unser Kundenservice.
Telefon: (030) 29 33 50 0
E-Mail: info@kbw.de

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Frau Christine Lahde gern zur Verfügung.

Termine

06.09.2021 (Mo)
10:00 bis 16:00 Uhr
07.09.2021 (Di)
09:00 bis 14:00 Uhr
399,00 €
Hybrid
online
Präsenz
Unser Seminarangebot sieht explizit den Einschluss aller Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen Kontext als diskriminierend zu verstehen.

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