Fachtagung - Tag 1
Code VLTZ23-1

Fachtagung Insolvenzrecht 2023: Aktuelle Entwicklungen, Rechtsprechung und Praxisfragen (1. Tagungstag) Neu

Tagungsinhalte aus dem Jahr 2022:

Donnerstag, 15. September 2022

  • 10.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung

  • 10.30 Uhr Neues Restrukturierungsrecht durch das SanInsFoG - Gesetzesanspruch und Gesetzeswirklichkeit - Prof. Ulrich Keller

  • Am 1. Januar 2021 ist als weiterer Baustein des insolvenzrechtlichen Rahmens das Unternehmensrestrukturierungs- und -stabilisierungsgesetz (StaRUG) in Kraft getreten; es ist Teil des sog. SanInsFoG vom 22. Dezember 2020 (BGBl. I S. 3256), das auch Änderungen der Insolvenzordnung insbesondere zur Eigenverwaltung enthält. Mit dem neuen StaRUG sollen Unternehmer die Möglichkeit erhalten, durch Abschluss eines Restrukturierungsplans mit den Gläubigern eine Zahlungsunfähigkeit und damit eine Insolvenz zu vermeiden. Ein gerichtliches Verfahren kann dies durch gerichtliche Vorprüfung, Planabstimmung oder Bestätigung begleiten, es können aber auch Vollstreckungssperren gegenüber Gläubigern angeordnet werden (sog. Stabilisierungsanordnungen). Der Vortrag stellt die Verfahrensregelungen des StaRUG aus Sicht eines Gläubigers eingehend dar und beleuchtet praktische Vor- und Nachteile des künftigen Verfahrens.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • Die vorinsolvenzliche Sanierung im europäischen Rechtsrahmen
  • Die Initiative des Schuldners für ein Restrukturierungsverfahren
  • Die Einbeziehung von Gläubigern, Absonderungsanwartschaftsberechtigten oder Inhabern von Mitgliedschaftsrechten
  • Der mögliche Inhalt eines Restrukturierungsplans
  • Die fakultativen gerichtlichen Verfahren zur Unterstützung
  • Das gerichtliche Verfahren zur Stabilisierung
  • 12.00 Uhr Mittagspause

  • 13.00 Uhr Schnellerer Neustart nach einer Insolvenz - zur Reform des Restschuldbefreiungsverfahrens - Prof. Brigitte Steder

  • Mit dem Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Anpassung pandemiebedingter Vorschriften im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins- und Stiftungsrecht sowie im Miet- und Pachtrecht vom 22.12. 2020 hat der Gesetzgeber erneut erhebliche Änderungen des Restschuldbefreiungsverfahrens vorgenommen. Der Vortrag stellt die neue Rechtslage vor und geht auf die sich stellenden Praxisfragen ein.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • Für wen gilt die Verkürzung der Abtretungsfrist von sechs auf drei Jahre?
  • Muss eine Mindestquote erreicht werden?
  • Wer unterfällt der sogenannten Staffellösung?
  • Was ist bei der Antragstellung zu beachten?
  • Welche Verkürzungsmöglichkeiten bestehen weiterhin?
  • Ist die Verkürzung für Verbraucher befristet?
  • Welche Fristen gelten bei einer Zweitinsolvenz?
  • Inwieweit wurde das Versagungsrecht verschärft und erweitert?
  • Welche Möglichkeit hat ein Selbständiger, wenn er sich nicht sicher ist, welcher Betrag gem. § 295a InsO abzuführen ist? Kann der Insolvenzgläubiger auf die Festsetzung Einfluss nehmen?
  • 14.30 Uhr Kommunikationspause

  • 14.50 Uhr Podiumsdiskussion - Reformen ohne Ende? Wie sieht es in der Praxis aus?

  • gg. 16.00 Uhr Ende des ersten Tagungstages
  • Je nach Pandemielage wird ein Rahmenprogramm und/oder eine Abendveranstaltung angeboten.
  • Teilnahmekosten - 349,00 € (Frühbuchergebühr bis 4 Wochen vor Tagungstermin) / danach 399,00 €
  • Veranstaltungsort Online und Abacus Tierpark Hotel, Franz-Mett-Straße 3 - 9, 10319 Berlin (bei Präsenztagung)

Unsere Fachtagung Insolvenzrecht 2023 wird sich diesen aktuellen Entwicklungen des Insolvenzgeschehens widmen. Sie wird zugleich in bewährter Weise einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Insolvenzrecht werfen und einen Überblick über die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geben. Darüber hinaus stehen aktuelle Fragen der Anwendung des Insolvenzrechts aus der Praxis im Mittelpunkt. Namhafte Referenten aus Rechtsprechung, Wissenschaft und Praxis stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort. Die Tagung wird in diesem Jahr in hybrider Form (der Kombination von Präsenz- und/oder Online-Teilnahme) stattfinden . Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an dieser gemeinsamen Tagung des Kommunalen Bildungswerk e.V. und des Instituts für Wissenstransfer in Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Führungskräfte und Mitarbeitende, die mit der Geltendmachung von Forderungen im Insolvenzverfahren befasst sind, Mitarbeitende der Finanzämter, Fachanwält:innen für Insolvenzrecht, Insolvenzverwalter:innen und Mitarbeitende in Inkassounternehmen sowie in Vollstreckungsabteilungen von Banken und Versicherungen

Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Präsenzteilnahme ist keine Buchung der Online-Aufzeichnung verbunden. Sie können nicht an der Präsenztagung teilnehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung online verfolgen oder auch eine Aufzeichnung der Fachtagung erwerben. Tragen Sie Suchfenster bitte VLT23VID ein. Die Tagung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von KBW e.V. und IWVR e.V.

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen unser Kundenservice.

Telefon: (030) 29 33 50 0
E-Mail: info@kbw.de

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Frau Katja Knorscheidt gern zur Verfügung.

Termine

07.09.2023 (Do)
10:00 bis 16:30 Uhr
349,00 €
Hybrid
online
Präsenz
Unser Seminarangebot sieht explizit den Einschluss aller Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen Kontext als diskriminierend zu verstehen.

Inhouse Anfrageformular


Absender/in