Fachtagung
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Themenbereich: Personalwesen

Fachtagung - Berliner Personaltage 2023: Tarifrecht und Personalentwicklung in der behördlichen Praxis Neu

Tagungsinhalte aus dem Jahr 2022:

  • Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung. Sie haben die Wahl zwischen einer Online-Zuschaltung oder einer Präsenzteilnahme. Alle Vorträge der Präsenztagung werden online übertragen.

Donnerstag, 30. Juni 2022

  • 10.00 Uhr - Begrüßung und Eröffnung

  • 10.15 Uhr - Eröffnungsvortrag: Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung - Zielsetzungen, Herausforderungen, Chancen -

    • Herr Prof. Markus Kaiser
  • "Die Verwaltung soll digitaler und agiler werden“, so lautet eine zentrale Absichtserklärung im aktuellen Koalitionsvertrag. Im Rahmen der angestrebten Modernisierung des Staates wird eine neue Verwaltungskultur gefordert, die sich fokussiert an den Bedürfnissen von Bürger:innen und Beschäftigten orientiert. Vor diesem Hintergrund stehen Behörden und ihre Führungskräfte unter immer größerem Veränderungsdruck. Offenheit und Kompetenzen für eine professionelle Zusammenarbeit in (behördenübergreifenden) Teams, für das Umsetzen eines Digital Leadership und für das Erarbeiten digitaler Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen werden von Führungsverantwortlichen zunehmend erwartet. New-Work-Arbeitsweisen sind in Städten, Landkreisen und Gemeinden künftig genauso gefordert wie bürgerfreundliche Apps und Services rund um die Uhr. Nicht zuletzt geht es beim angestrebten Ausbau der Digitalisierung um eine Re-Positionierung des Öffentlichen Dienstes als attraktiver Arbeitgeber im Wettlauf um qualifizierte Beschäftigte. Im Eröffnungsvortrag wird der Status quo der Digitalisierung in der Verwaltung vorgestellt und aufgezeigt, wo akuter Handlungsbedarf besteht. In der anschließenden Diskussionsrunde wird gemeinsam erörtert, welche konkreten Schritte zur Digitalisierung auf welche Art umsetzbar sind.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • _ Chancen der Digitalisierung in der Verwaltung; Eigenschaft als attraktiver Arbeitgeber; Moderner, bürgerorientierter Service
  • _ Herausforderungen der Digitalisierung; Notwendiger ganzheitlicher Blick auf Anforderungen und Prozesse; Neues Kompetenzgerüst von Führungskräften für ein Digital Leadership
  • _ Ausblick Digitalisierung; Was Bürger von ihren Kommunen künftig erwarten und wo die Behörden heute stehen; Change-Management in der Verwaltung
  • 12.00 Uhr - Mittagspause

  • 13.00 Uhr - Aktuelle Rechtsprechung des BAG zum Tarifrecht des öffentlichen Dienstes

    • Frau Karin Spelge
  • Das BAG hat in den Jahren 2021 und 2022 zahlreiche Fragen zur Stufenzuordnung nach § 16 TVöD/TV-L getroffen, aber auch viele Fragen zu Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft zu klären gehabt sowie viele für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes entgeltrechtlich bedeutsame Entscheidungen getroffen. Hinsichtlich der Stufenzuordnung hat es die Rechtsprechung zur Überleitung in die neuen Entgeltordnungen abgeschlossen. Es hat ferner die tariflichen Voraussetzungen für die Anerkennung förderlicher Zeiten konkretisiert und sich zur Abschmelzung vorweggewährter Stufen durch den regulären Aufstieg in den Stufen geäußert. Es hat außerdem die Voraussetzungen für die vergütungsrechtliche Anordnung von Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes klargestellt und sich mit der Reichweite des Verbots des § 164 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 SGB IX befasst. Bei den für die Höhe des Arbeitsentgelts bedeutsamen Entscheidungen haben die Urteile des 5. Senats zur Vergütungspflicht von Umkleide- und Wegezeiten sowie die des 6. Senats zu den Überstundenzuschlägen bei Teilzeit das größte Aufsehen erregt.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • _ Stufenzuordnung
  • _ Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst
  • _ Arbeitsentgelt
  • 15.00 Uhr - Kommunikationspause

  • 15.30 Uhr - Employer Branding: Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Dienst - Digitalisierung nutzen - Frau Sabine Blau

  • Der Fachkräftemangel in Deutschland ist mittlerweile in allen Branchen spürbar. Besonders stark betroffen ist der öffentliche Dienst, denn zur demografischen Entwicklung kommt hier eine große Konkurrenz durch die Privatwirtschaft. Im Wettbewerb um die besten Köpfe kann nur bestehen, wer sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und zielgruppengerecht kommuniziert. Der öffentliche Dienst hat hier noch erhebliches ungenutztes Potenzial. Mit einem überzeugenden Arbeitgeber-Marketing (Employer Branding) und einer klugen digitalen Kommunikation können öffentliche Arbeitgeber die Fachkräfte von morgen für sich gewinnen.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • Der öffentliche Dienst - ein attraktiver Arbeitgeber?
  • Zielgruppen: Digital Natives und Post-Millenials
  • Digitalisierung im Recruiting: Chancen nutzen und Risiken erkennen
  • Social Media: Pro und Kontra
  • Momente der Wahrheit: die „Candidate Experience“
  • Für Interessenten

  • 17.00 Beginn Rahmenprogramm
  • 20.00 Uhr Arbeitsessen im Tagungshotel

Freitag, 01. Juli 2022

  • Fachforum 1: „Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungen des Tarifrechts im öffentlichen Dienst“

  • 08.30 Uhr - Das Recht der Schwerbehinderten: die Einladungspflicht des
  • Arbeitgebenden nach § 165 SGB IX- Herr Tobias Thauer - Arbeitgeber der öffentlichen Verwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sind verpflichtet, schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellt Bewerbende zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, soweit die nicht offensichtlich ungeeignet sind. Kommt der Arbeitgeber dieser Verpflichtung nicht nach, so kann dies zu einem Entschädigungsanspruch nach § 15 AGG führen. Der Beitrag erläutert die wesentlichen Regelungen dieser Norm und die für Arbeitgebende der öffentlichen Verwaltung daraus resultierenden Verpflichtungen. Ziel des Beitrages ist es, Personalsachbearbeitende und Personalverantwortliche einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung zur Einladungspflicht öffentlicher Arbeitgeber zu geben.
  • Schwerpunkte des Vortrags:
  • Was versteht der Gesetzgeber unter einem Vorstellungsgespräch?
  • Wie muss sich ein Arbeitgebender bei mehrstufigen Einstellungsverfahren, z. B. bei vorgeschalteten Eignungstests oder Potenzialanalysen, verhalten?
  • Wann muss ein schwerbehinderter Bewerbender mehrfach auf identische Ausschreibungen eingeladen werden?
  • Woraus leitet sich einen offensichtliche Nichteignung ab, und wie muss diese begründet werden?
  • Ist eine nachträgliche Heilung bei Nichteinladung nach Erhebung eines Entschädigungsanspruchs zulässig?
  • Muss eine Einladung zum Vorstellungsgespräch mit Nachweis erfolgen?
  • 10.30 Uhr - Kommunikationspause

  • 11.00 Uhr - Anforderungsprofile und Stellenbeschreibungen als Instrumente der Personalauswahl und Personalentwicklung

    • Frau Kerstin Magnussen
  • Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklungen und der Mitarbeitergewinnung und -bindung gewinnen die Aspekte der Personalentwicklung und bedarfsgerechten Qualifizierung-zunehmend auch von Quereinsteigern- an Gewicht. Darüberhinaus werden an die Personalarbeit und die damit einhergehenden Arbeitsprozesse zur Personalauswahl und -entwicklung auch aus dem Fokus der Digitalisierung, den Anforderungen aus dem Onlinezugangsgesetz sowie der Telearbeit und Home-Office selbstorganisiertem Arbeiten steigende Anforderungen gestellt. Hierzu wird im Vortrag auf die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Etablierung von Anforderungsprofilen aus dem Fokus AGG-konformer Stellenbesetzungsverfahren und zum Auf- und Ausbau einer gezielten Personalentwicklung eingegangen. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit und -kompetenz der Beschäftigten und Führungskräfte im Kontext bedarfsgerechter PE-Maßnahmen und Möglichkeiten des ganzheitlichen Personalmanagements und zukunftsfähiger Arbeitsorganisation aufzuzeigen. Praxisorientiert werden die Aspekte der Personal- und Organisationsarbeit zu Anforderungsprofilen und Stellenbeschreibungen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet und praxisorientierte Impulse zur Gestaltung ganzheitlicher ( IT-gestützter) Lösungsansätze gegeben.
  • Fachforum 2: „Personalentwicklung im digitalen Wandel"

  • 08.30 Uhr - Organisationale Resilienz im Öffentlichen Dienst - Prophylaxe von und Umgang mit (psychischen) Krisen von Beschäftigten

    • Frau Michaela Plümecke
  • In einer immer globaler und komplexer werdenden Arbeitswelt sind äußere wie auch innerorganisationale Ereignisse, Situationen und Entwicklungen immer schwerer vorhersagbar. Die Corona-Pandemie hat auch in Einrichtungen des Öffentlichen Dienstes eindrücklich gezeigt, in welcher Geschwindigkeit Arbeitsprozesse, Zusammenarbeitsformen, Kontaktmöglichkeiten u. v. m. aus Sicherheitsgründen umgestellt werden mussten. Ebenso wurde offenbar, in welchem Ausmaß die Anzahl von Notfalleinsätzen (z. B. bei Fällen von häuslicher Gewalt, zum Schutz von Jugendlichen oder zur Durchsetzung gesetzlicher Vorgaben) gestiegen ist. Dies hat bei vielen Führungskräften und Beschäftigten unterschiedlicher Behörden und Organisationen zu einer enormen Zusatzbelastung und bei einigen zudem zu Ängsten, Unsicherheiten, Aggressionen oder sogar psychischen Veränderungen/Erkrankungen geführt. Die ISO-Norm zur organisationalen Resilienz nennt neun hilfreiche und praxisorientierte Schlüssel, die im Rahmen des interaktiven Vortrags vorgestellt und diskutiert werden sollen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Prophylaxe von und dem Umgang mit psychischen Krisen und Erkrankungen als Folge der Pandemie.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • _ Die neun Stellschlüssel der ISO-Norm für organisationale Resilienz
  • _ Grundlagen zur Einschätzung des innerbetrieblichen Krisenpotenzials: organisationsinterne und personenbezogene Krisen
  • _ Aktuelle Resilienz-Diagnose und Handlungserfordernis in der Praxis
  • _ Verantwortung von Führungskräften UND Beschäftigten für die Entwicklung einer organisationsinternen Resilienz-Kultur
  • _ Bedeutung einer „ganzheitlichen“ Personalentwicklung
  • _ Das erfolgreiche Zusammenspiel von Kultur- und Personalentwicklung mit Prozessoptimierung
  • _ Prophylaxe von und Umgang mit psychischen Krisen und Erkrankungen bei Beschäftigten
  • 09.45 Uhr Kommunikationspause

  • 10.15 Uhr Wie agile Workhacks (digitale) Zusammenarbeit in Verwaltungen erleichtern

    • Frau Dr. Duygu Brandstetter
  • Nicht allen Führungskräften sind sie bereits bekannt, aber extrem sinnvoll und auch in Verwaltungen leicht anwendbar: Agile Workhacks. Bei ihnen handelt es sich um (digitale) Tools, die durch ihre schnelle und unkomplizierte Einführung kurzfristig zur Erleichterung von Arbeitsabläufen und zur Verbesserung von Zusammenarbeit (auch dezentral arbeitender bzw. interdisziplinär ausgerichteter Teams) dienen können. Sie erfordern kein großes Veränderungsmanagement als Rahmenbedingung, sondern können leicht implementiert und zum Beispiel zum Austesten neuer Arbeitsprozesse oder zum Reflektieren der Teamkultur genutzt werden. Im interaktiven Workshop werden Agile Workhacks und ihre Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt und ausprobiert. Erfahrungen aus dem Plenum sind erwünscht und dürfen gern eingebracht werden. Die Nutzung digitaler Endgeräte im Workshop ist nicht erforderlich.
  • Schwerpunkte des Workshops:

  • _ Arbeitserleichternde „Kniffe“/Tools gestern, heute und morgen
  • _ Agile Workhacks: Definition, Voraussetzungen und Anwendungsmöglichkeiten
  • _ Spezieller Nutzen von Agilen Workhacks in der Verwaltung, in der freien Wirtschaft und in Start-Ups
  • _ Implementieren und Integrieren von Workhacks - agiles Management als Arbeits- und Organisationsform.
  • 11.15 Uhr - Kommunikationspause

  • 11.45 Uhr - Digital Leadership in der Praxis - Führen, Fördern, Motivieren im virtuellen Raum

    • Herr Prof. Markus Kaiser
  • Der Workshop widmet sich neuen Führungsherausforderungen und -kompetenzen des Digital Leadership. Es wird praxisbezogen erarbeitet, mit welcher Haltung und welchem Grundverständnis Führungskräfte ihre Beschäftigten oder Teams auch bei dezentraler Führung oder virtuell am besten anleiten und motivieren können. Hierfür werden die zunehmend von Vorgesetzten erwarteten Fähigkeiten, Beschäftigte als coachende, begleitend-unterstützende und konfliktlösende Führungspersönlichkeit zu fördern, betrachtet.
  • Schwerpunkte des Vortrags:

  • _ Rollenverständnis von Führungskräften im digitalen Zeitalter
  • _ Erweitertes Kompetenzspektrum beim Digital Leadership
  • _ Besondere Führungsanforderungen in Veränderungsprojekten
  • _ Visionen entwickeln - Pläne umsetzen
  • _ Zielvereinbarungen treffen
  • Moderation: Frau Kristin Jordan
  • Zu jedem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

  • Anschließend Abschluss-Essen - Gegen 14.00 Uhr Ende der Tagung
  • Tagungsgebühren 499 € bei Anmeldungen bis 6 Wochen vor dem Tagungstermin, danach 599 €
  • Veranstaltungsort: Abacus Tierpark Hotel Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren, die Personaltagung Berlin findet in diesem Jahr zum 21. Mal in Folge statt. Auch in diesen unruhigen Zeiten wollen wir mit dieser Tagung Personalverantwortlichen, Fortbildungsbeauftragten und Personalvertretungen relevantes Fachwissen vermitteln. Es besteht die Möglichkeit diese Tagung vor Ort zu besuchen (die Teilnehmerzahl ist begrenzt) oder der Tagung bzw. einzelnen Vorträgen online zu folgen. Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. freut sich, Sie zu dieser Tagung live oder online begrüßen zu dürfen.

Fachtagung für Führungskräfte, Personalverantwortliche, Fortbildungsbeauftragte, Personalentwickler/innen, Personalräte und Politiker/innen

Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Präsenzteilnahme ist keine Buchung der Online-Aufzeichnung verbunden. Sie können nicht an der Präsenztagung teilnehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung online verfolgen oder auch eine Aufzeichnung der Fachtagung erwerben. Tragen Sie im Suchfenster PET23VID ein, wenn Sie das Video erwerben wollen.

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen unser Kundenservice.

Telefon: (030) 29 33 50 0
E-Mail: info@kbw.de

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Frau Katja Knorscheidt gern zur Verfügung.

Termine

22.06.2023 (Do)
10:00 bis 16:00 Uhr
23.06.2023 (Fr)
09:00 bis 14:00 Uhr
499,00 €
Hybrid
online
Präsenz
Unser Seminarangebot sieht explizit den Einschluss aller Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen Kontext als diskriminierend zu verstehen.

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