Fachtagung | 24. und 25. September 2026 in Berlin

Fachtagung SGB XII 2026

Die Rolle der Sozialhilfe im System der sozialen Sicherung

Beschäftigte von Leistungsträger SGB II, IX, XI, XII (Jobcenter, Sozialämter, Integrationsämter, Krankenkassen) und Leistungserbringern (Einrichtungen, Beratungsstellen)
Das war unsere Tagung "Fachtagung SGB XII 2026".

Sehr geehrte Fortbildungsinteressierte,

im Sozialrecht dominieren derzeit die Reformen rund um die „neue Grundsicherung“ die öffentliche Diskussion. Herausforderungen und Anwendungsfragen des SGB XII geraten dabei häufig in den Hintergrund. Die Tagung rückt deshalb die Rolle der Sozialhilfe im System der sozialen Sicherung wieder in den Mittelpunkt.
Anhand der „Grundsicherung bei Erwerbsminderung“ werden aktuelle Fragestellungen und mögliche Lösungsansätze beleuchtet. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven von Leistungsträger:innen, Leistungserbringer:innen und Leistungsempfänger:innen zusammengebracht und – gerne auch streitbar und strittig – diskutiert.
Erfahrene Fachreferent:innen geben praxisnahe Impulse und zeigen Wege auf, komplexe Regelungen sicher und nachvollziehbar einzuordnen.

Ziel der Tagung ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Positionen zu diskutieren und gemeinsam mehr Handlungssicherheit im Umgang mit den Herausforderungen des SGB XII zu gewinnen. So können Verständnis füreinander gestärkt und Reibungsverluste in der Praxis reduziert werden.

Die Tagung bietet Raum für eigene Fragestellungen und lädt zum kollegialen Austausch sowie zur intensiven fachlichen Diskussion mit den Expert ein.
Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. freut sich, Sie zu dieser Tagung live oder online begrüßen zu dürfen.

Tagungsorganisation

David Eckelmann

Telefon: (030) 29 33 50 1134
24. September 2026
09:45 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Moderation: Christian Scherney
10:00 Uhr
Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung im Sozialrecht - SGB XII
Ingo Tscheulin
Vortrag und Diskussion
11:00 Uhr
Kommunikationspause
11:30 Uhr
Die Rechtsprechung SGB XII - ein Überblick
Dr. Dirk Zitzen
Input und Rückfragen
12:30 Uhr
Mittagspause
ab 13:30 Uhr - Grundsicherung bei Erwerbsminderung: Ein Thema - drei Perspektiven
Herausforderungen, Wünsche, praktische Lösungen
13:30 Uhr
Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung aus Sicht eines Leistungsträgers
Gerald Bankamp
13:50 Uhr
Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung aus Sicht eines Leistungserbringers
Yildiz Akgün
14:10 Uhr
Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung aus Sicht eines Leistungsempfängers
Frau Simone Krauskopf
14:30 Uhr
Kommunikationspause
15:15 Uhr
Podiumsdiskussion
Gerald Bankamp, Simone Krauskopf, Dr. Dirk Zitzen, Antje Groß
Zusammenarbeit und Lösungsideen
15:45 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
16:00 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms
20:00 Uhr
Arbeitsessen / Get Together
25. September 2026
09:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
09:10 Uhr
SGB XII Leistungen – Abgrenzung und Zuständigkeit
Dr. Paul-Gerhard Stäbler
10:10 Uhr
Kommunikationspause
Fortsetzung der Tagung in drei parallelen Fachforen
10:30 Uhr

Fachforum 1

Schnittstelle und Übergang SGB II zu SGB XII in der Praxis – Austausch zu Fällen (angeleitet)

Gerald Bankamp

Fachforum 2

Grundsicherung bei Erwerbsminderung

Dr. Dirk Zitzen und Antje Groß

 

Fachforum 3

kollegiale Beratung - Thema von den Teilnehmenden gewählt (Eine Teilnahme ist ausschließlich in Präsenz möglich.)

Moderation:Christian Scherney

11:45 Uhr
Abschluss im Plenum
12:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Für Interessent:innen:
12:30 Uhr
Mittagessen

Referent:innen

Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
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Platzhalter Dozent
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Simone Krauskopf
Simone Krauskopf
Simone Krauskopf
Simone Krauskopf arbeitet seit 2002 als selbständige Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Verwaltungsrecht, Sozialverwaltungsrecht und Arbeitsrecht. Sie war selbst als rechtliche Betreuerin tätig und arbeitet als Rechtsanwältin mit unterschiedlichen Betreuungsbüros zusammen. Sie hat Diplom-Pädagogik an der Universität Tübingen studiert und Rechtswissenschaften in Tübingen, Potsdam und Berlin. Verschiedene Lehrtätigkeiten bei unterschiedlichsten Bildungsträgern finden fortlaufend statt. Die Verbindung des Juristischen mit "dem wirklichen Leben" ist für ihre Veranstaltungen charakteristisch.
Platzhalter Dozent
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Christian Scherney
Christian Scherney
Christian Scherney
Christian Scherney verbrachte rd. die Hälfte seines Berufslebens in der Sozialverwaltung. Verschiedenste Tätigkeiten, vom Sachbearbeiter und Fallmanager zum Pressesprecher, gehörten dazu. Als Co-Autor eines Fachbuches zum Thema Kosten der Unterkunft konnte er auch seine Kompetenz in diesem Spezialgebiet unter Beweis stellen. Großprojekte, wie die Organisation der UEFA EURO 2024 in Dortmund, der Landesgartenschau Lünen sowie die jetzige Position als Projektleiter in der Internationalen Gartenschau (IGA) 2027 in Dortmund prägten die andere Hälfte seines beruflichen Lebens. Marketing, Projektmanagement, Kommunikation und Kultur gehören aktuell zu den Hauptthemen seines beruflichen Alltags.
Platzhalter Dozent
Die Informationen zu diesem Referenten ist aktuell nicht abrufbar.
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Dr. Dirk Zitzen
Dr. Dirk Zitzen
Dr. Dirk Zitzen
Dr. Dirk Zitzen ist seit 2013 als Richter am Sozialgericht Duisburg mit Streitigkeiten im Bereich der Sozialhilfe befasst. Zuvor war er in einem Rechtsamt einer Kommunalverwaltung - u.a. im Bereich des SGB XII - tätig. Er ist seit 2015 Lehrbeauftragter an der HSPV NRW am Studienort Köln und Mitkommentator im Haufe Kommentar zum SGB VIII und SGB XII.

Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung im Sozialrecht - SGB XII

Ingo Tscheulin
Entbürokratisierung ist in aller Munde. Man kann geradezu den Eindruck bekommen, als sei Entbürokratisierung ein Allheilmittel, wenn irgendetwas nicht funktioniert. So auch im Sozialrecht. Es wird die Überkomplexität und Unübersichtlichkeit des Sozialstaats kritisiert bis hin zu der Befürchtung, dass angesichts steigender Ausgaben die Funktionsfähigkeit der Sozialverwaltung gefährdet sei. Die Bundesregierung hatte im September 2025 eine Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) eingesetzt. Die Kommission hat Anfang diese Jahres ihren Bericht vorgelegt. Neben einer Neustrukturierung des Sozialstaats, Verstärkung von Erwerbsanreizen, und einer Rechtsvereinfachung hält die Kommission auch eine Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung für erforderlich. Wir wollen uns näher ansehen, wo die Gründe für die Komplexität des Sozialstaats liegen, weshalb Entbürokratisier-ung und Verwaltungsvereinfachung so schwierig ist und welche Perspektven es hierfür gibt. – und zwar generell und speziell auf die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX bezogen. Hier ist nämlich zu beachten, dass die Eingliederungshilfe erst Entbürokratisierung ist in aller Munde. Man kann geradezu den Eindruck bekommen, als sei Entbürokratisierung ein Allheilmittel, wenn irgendetwas nicht funktioniert. So auch im Sozialrecht. Es wird die Überkomplexität und Unübersichtlichkeit des Sozialstaats kritisiert bis hin zu der Befürchtung, dass angesichts steigender Ausgaben die Funktionsfähigkeit der Sozialverwaltung gefährdet sei. Die Bundesregierung hatte im September 2025 eine Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) eingesetzt. Die Kommission hat Anfang diese Jahres ihren Bericht vorgelegt. Neben einer Neustrukturierung des Sozialstaats, Verstärkung von Erwerbsanreizen, und einer Rechtsvereinfachung hält die Kommission auch eine Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung für erforderlich. Wir wollen uns näher ansehen, wo die Gründe für die Komplexität des Sozialstaats liegen, weshalb Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung so schwierig ist und welche Perspektven es hierfür gibt. – und zwar generell und speziell auf die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX bezogen. Hier ist nämlich zu beachten, dass die Eingliederungshilfe erst vor Kurzem durch das BTHG grundlegend neu aufgestellt wurde. Man muss daher im Blick haben, dass die Vorschläge zu Entbürokratiserung und Verwaltungsvereinachung im Einklang mit dem Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe stehen. Die Perspektiven für die Eingliederungshilfe sollen im Austausch mit dem Publikum entwickelt werden.

Grundsicherung bei Erwerbsminderung: ein Thema – drei Perspektiven

Das Thema wird aus den unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Herausforderungen der Praxis, Lösungsideen und Möglichkeiten und auch Grenzen von Kooperation. Nach kurzen Vorträgen erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Sicht und Ideen bei der Podiumsdiskussion mit einzubringen.

Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung aus Sicht eines Leistungsträgers

Gerald Bankamp
Aktuelle Herausforderungen in der praktischen Arbeit der Sozialverwaltung – welche Faktoren sind für das Gelingen einer guten Zusammenarbeit zugunsten der Antragstellenden zu beachten?
Schwerpunkte
  • Aktuelle Herausforderungen in der praktischen Arbeit

Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung aus Sicht eines Leistungsempfängers

Simone Krauskopf
Schwerpunkte
  • Aktuelle Herausforderungen in der praktischen Arbeit

SGB XII Leistungen – Abgrenzung und Zuständigkeit

Paul Gerhard Stäbler
Die Schnittstellen zwischen SGB II und SGB XII und die Zuständigkeitsregeln innerhalb des SGB XII führen regelmäßig zu Streitigkeiten, Erstattungsbegehren und Unsicherheit – für Leistungsträger und Leistungsempfänger. Wie las-sen sich Angrenzungsprobleme lösen, wie kann dennoch zügig und rechtssicher entschieden werden und was sagt das Bundessozialgericht dazu? Die Schnittstellen zwischen SGB II und SGB XII und die Zuständigkeitsregeln inner-halb des SGB XII führen regelmäßig zu Streitigkeiten, Erstattungsbegehren und Unsicherheit – für Leistungsträger und Leistungsempfänger. Wie lassen sich Angrenzungsprobleme lösen, wie kann dennoch zügig und rechtssicher entschieden werden und was sagt das Bundessozialgericht dazu?

Schnittstelle und Übergang SGB II zu SGB XII in der Praxis – Austausch zu Fällen (angeleitet)

Gerald Bankamp
Schwerpunkte
  • fallbezogene Maßnahmen zur Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und der Zusammenarbeit im Sinne der Antragstellenden

Grundsicherung bei Erwerbsminderung

Dr. Dirk Zitzen, Antje Groß

Fachforum für Präsenz – Teilnehmende kollegiale Beratung (angeleitet) - Thema von den Teilnehmenden gewählt

Anleitung: Christian Scherney
Kollegiale Beratung ist eine strukturierte Methode der Beratung unter Gleichrangigen, bei der Teilnehmer:innen sich gegenseitig bei beruflichen oder persönlichen Herausforderungen unterstützen. Es könne und sollen eigene Fragen, die sich im Rahmen der Tagung ergeben haben, eingebracht werden. Die Methode setzt eine direkten Kontakt und einen geschützten Raum voraus.

Tagungsort

ABACUS Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 – 400
Website Abacus Tierpark Hotel

Rahmenprogramm

Futurium
Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie wollen wir leben? In der Ausstellung können Besucher*innen viele mögliche Zukünfte entdecken, im Forum gemeinsam diskutieren und im Futurium Lab eigene Ideen ausprobieren. Nach dem Motto Entdecken – Ausprobieren – Diskutieren zeigt die Ausstellung, was moderne Gesellschaften in Zukunft ausmacht und macht diese Trends erfahrbar. Ob Robotik und KI, Nachhaltigkeit, Shared Economy oder Mobilität, die Themen werden auf der 1-stündigen Führung angerissen und können anschließend im Futurium Lab auf eigene Faust erkundet werden.
Die Karl-Marx-Allee: Ein Boulevard für den Kommunismus!
„Paläste für Arbeiter!“ lautete der Leitgedanke, als die DDR Anfang der 1950er Jahre auf den Kriegsruinen ein neues Stadtviertel errichtete. An der Stalinallee entstanden im Stil des sozialistischen Klassizismus monumentale, komfortable und sozial durchmischte Wohnbauten. Im zweiten Bauabschnitt zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz zeigt sich die spätere, international geprägte Moderne der DDR. Architekten wie Richard Paulick, Josef Kaiser und Hermann Henselmann prägten das Stadtbild nachhaltig. Als westliches Gegenstück beziehen wir auch das Hansaviertel ein, wo internationale Architekten die Moderne verwirklichten. Beide Quartiere gelten als „zwei Seiten einer Medaille“ – und als vielversprechende Kandidaten für das UNESCO-Welterbe.

Ergänzende Seminarempfehlungen zum Thema

Diese Zusammenstellung enthält 1 Veranstaltungen.

Fachtagung Sozialhilferecht 2026 - Video 1. Tag

Fachtagung Sozialhilferecht 2026 (Videoaufnahme nur 1. Tag)
24.09.2026
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