Fachtagung - Tag 1
Code VLTZ26-1

Fachtagung Insolvenzrecht 2026: Aktuelle Entwicklungen, Rechtsprechung und Praxisfragen (nur 1. Tag)

Schwerpunkte

  • Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung. Sie haben die Wahl zwischen einer Online-Zuschaltung oder einer Präsenzteilnahme. Alle Vorträge der Präsenztagung werden online übertragen. Tagungsinhalte (Stand der Konzeption 2026/03 - Änderungen vorbehalten)

Dienstag, 08. September 2026

10.00 Uhr - Eröffnung und Begrüßung

10.15 Uhr - Aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht 2026 (Prof. Ulrich Keller)

  • Das Insolvenzrecht steht aktuell vor großen Herausforderungen. Politische Unsicherheiten führen zu wirtschaftlichen Unsicherheiten, und sowohl bei Unternehmen als auch bei Verbrauchern steigen die Insolvenzzahlen. Zugleich stehen immer wieder Änderungen im Insolvenzrecht bevor. So hat die EU kürzlich eine Richtlinie zur Harmonisierung des Insolvenzrechts verabschiedet, und Reformen im Bereich der Privatinsolvenz werden diskutiert. Mit Hilfe des Insolvenzrechts können Sanierungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden, um sowohl Schuldnern als auch Gläubigern zu helfen. Für Gläubiger wird es dabei zunehmend wichtig sein zu wissen - und daran mitzuwirken -, wie ein insolventes Unternehmen saniert werden kann oder ob durch die Liquidation des Vermögens ihre Forderungen befriedigt werden sollen. Die Fachtagung Insolvenzrecht bringt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem ersten Vortrag auf den aktuellen Stand wichtiger Rechtsprechung und Rechtsentwicklungen im Insolvenz- und Sanierungsrecht.
  • Schwerpunkte des Vortrags:
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Insolvenzantragstellung und zur Bestimmung der Zahlungsunfähigkeit
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Forderungsanmeldung und Forderungsprüfung
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Zwangsvollstreckung im Insolvenzverfahren, insbesondere zur sogenannten Verstrickungsproblematik
  • Die Stellung von Kommunen in Sanierungsverfahren des StaRUG oder der InsO

12.00 Uhr - Mittagspause

13.00 Uhr - Problemfelder und Herausforderungen in masseunzulänglichen Verfahren (RiAG Frank Frind)

  • Die Masseunzulänglichkeit ist angesichts der in den letzten Jahren stark gestiegenen Zahl von Verfahren mit geringer Masse längst kein Ausnahme-, sondern ein Regelfall im Insolvenzverfahren. Zugleich handelt es sich um einen rechtlich nur rudimentär geregelten Zustand mit erheblichen Haftungsrisiken für die Beteiligten. Der Vortrag beleuchtet fokussiert die zentralen, teils sehr strittigen, Problemfelder der Masseunzulänglichkeit und berücksichtigt dabei die umfangreiche Rechtsprechung der letzten drei Jahre.
  • Schwerpunkte des Vortrags:
  • Entstehung und Erscheinungsformen der Masseunzulänglichkeit
  • (Streitige) Rechtsfolgen der Masseunzulänglichkeitsanzeige für Gläubiger: Befriedigungsreihenfolge und Vollstreckungs-Stopp
  • Manipulation der Befriedigungsreihenfolge durch Zeitpunkt und Häufigkeit der Anzeige
  • Exemplarische Haftungsszenarien im Zusammenhang mit der Masseunzulänglichkeit

14.30 Uhr - Kommunikationspause

15.00 Uhr - Aktuelles zu öffentlich-rechtlichen Forderungen in Zwangsvollstreckung und Insolvenz (Kai Henning)

  • Der Beitrag beleuchtet praxisrelevante Fragen der Forderungsgeltendmachung - einschließlich der Besonderheiten des § 1629a BGB und der Zwangsvollstreckung gegen Minderjährige - sowie die Abgrenzung zwischen Insolvenzforderungen, Masseverbindlichkeiten und Neugläubigerforderungen. Zudem wird die Unterhaltsforderung als ausgenommene Forderung nach § 302 Nr. 1 InsO prägnant eingeordnet.
  • Schwerpunkte des Vortrags:
  • Forderungsdurchsetzung und Vollstreckung gegen Minderjährige
  • Abgrenzung von Insolvenzforderung, Masseverbindlichkeit und Neugläubigerforderung
  • Unterhaltsforderungen als nicht von der Restschuldbefreiung umfasste Forderungen (§ 302 Nr. 1 InsO)

16.30 Uhr - Ende des 1. Veranstaltungstages

  • Für Interessierte
  • 16.45 Uhr - Beginn des Rahmenprogramms
  • 20.00 Uhr - Arbeitsessen
  • Moderation: Prof. Ulrich Keller
  • Die Tagung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von KBW e.V. und IWVR e.V.
  • Tagungsort: Abacus Tierpark Hotel, Franz-Mett-Straße 3 - 9, 10319 Berlin
  • Teilnahmegebühren:
    • 499,00 € bis 6 Wochen vor Tagungsbeginn (bei Besuch einzelner Tage 349,00 € pro Tag)
    • danach 599,00 € (bzw. 399,00 €)
  • Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung: Sie haben die Wahl zwischen einer Präsenzteilnahme, Online-Zuschaltung oder dem Tagungsvideo im Nachgang.
  • Tagungsinhalte (Stand der Konzeption 2026/03 - Änderungen vorbehalten)

Sehr geehrte Damen und Herren, die beruflichen Anforderungen an Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind vielschichtig, herausfordernd umfangreich und einer großen Dynamik unterworfen. Die Tagungen des Kommunalen Bildungswerks e. V. geben zuverlässig einen fundierten und praxisnahen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht. Fach-Expert:innen vermitteln Hintergründe und Wissen auf aktuellstem Stand zu Rechtsprechung und Umsetzungspraxis und stellen Problemstellungen und Lösungswege vor. Die Tagung lässt den Teilnehmenden Raum für Fragestellungen und lädt zum kollegialen Austausch untereinander bzw. zur intensiven fachlichen Diskussion mit den Expert:innen ein.

Führungskräfte und Mitarbeitende, die mit der Geltendmachung von Forderungen im Insolvenzverfahren befasst sind, Mitarbeitende der Finanzämter, Fachanwält:innen für Insolvenzrecht, Insolvenzverwalter:innen und Mitarbeitende in Inkassounternehmen sowie in Vollstreckungsabteilungen von Banken und Versicherungen

Sie benötigen keine mitzubringenden Arbeitsmittel. Mit der Buchung der Präsenzteilnahme ist keine Buchung der Online-Aufzeichnung verbunden. Die Tagung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von KBW e.V. und IWVR e.V.

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen unser Kundenservice.

Telefon: (030) 29 33 50 0
E-Mail: info@kbw.de
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Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Frau Noreen Liegmann gern zur Verfügung.

Termine

CODE 0908VLTZ26-1
08.09.2026
10:00 bis 16:30 Uhr
349,00 €
Hybrid
online
Präsenz