Grundsteuer - Seminare, Schulungen,Weiterbildungen

Grundsteuerreform ist beschlossene Sache      

Der Bundesrat hat am 8. November 2019 einem der wichtigsten steuerpolitischen Projekte dieses Jahres zugestimmt: Der Reform der Grundsteuer. Damit kann das Gesetzespaket aus Grundgesetzänderung (siehe TOP 2 a) sowie Änderung des Grundsteuer- und Bewertungsrechtes wie geplant in Kraft treten: Ab 2025 erheben die Bundesländer die Grundsteuer dann nach den neuen Regeln.

Die Grundzüge der Reform

Mit der Reform ändert sich insbesondere die Bewertung der Grundstücke. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018. Es hatte die derzeit geltende Einheitsbewertung für verfassungswidrig erklärt. In Zukunft erfolgt die Bewertung grundsätzlich nach dem wertabhängigen Modell: Bei einem unbebauten Grundstück ist dafür der Wert maßgeblich, der durch unabhängige Gutachterausschüsse ermittelt wird. Ist das Grundstück bebaut, werden bei der Berechnung der Steuer auch Erträge wie Mieten berücksichtigt. Um das Verfahren zu vereinfachen, wird für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietgrundstücke und Wohnungseigentum ein vorgegebener durchschnittlicher Sollertrag in Form einer Nettokaltmiete je Quadratmeter in Abhängigkeit der Lage des Grundstücks angenommen.

Ausnahme: Das wertabhängige Modell

Anstelle dieses wertabhängigen Modells können sich die Bundesländer auch dafür entscheiden, die Grundsteuer nach einem wertunabhängigen Modell zu berechnen. Ermöglicht wird dies durch die Grundgesetzänderung, der ein langer Streit vorangegangen war. Entstehen den Ländern aufgrund ihrer Entscheidung Steuermindereinnahmen, dürfen sie allerdings nicht im Länderfinanzausgleich berücksichtigt werden.

Grundsätzliche Struktur bleibt erhalten

Die grundsätzliche Struktur der Grundsteuer bleibt erhalten. Sie wird weiter in einem dreistufigen Verfahren berechnet: Bewertung der Grundstücke, Multiplikation der Grundstückswerte mit einer Steuermesszahl und einem Hebesatz der Kommune.

(Pressemitteilung des Bundesrates vom 8. November 2019)

Übergangsphase

Die Umsetzung des Grundsteuerreformgesetzes ist inzwischen fortgeschritten. Hauptfeststellungsstichtag der Grundsteuerwerte ist der 01.01.2022. Die auf diesen Stichtag ermittelten Grundsteuermessbescheide werden ab dem 01.01.2025 für die Grundsteuerfestsetzung herangezogen. Ebenso lange gelten die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen.

 

Grundsteuerbescheid 2019
KBW-Seminare

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Diese Zusammenstellung enthält 5 Veranstaltungen.

Grundsteuer - Neuregelung Grundsteuermessbescheid zum 01.01.2022

1
Grundsteuer-Neuregelungen: Die Hauptfeststellung der Grundsteuerwerte zum 01.01.2022 Neu
21.04.2021
06.10.2021
09.11.2021
22.02.2022
Berlin, Online (Zoom)
Berlin, Online (Zoom)
Berlin, Online (Zoom)
Berlin, Online (Zoom)

Grundsteuer A und B Grundsteuermeßbescheid Veranlagungsbescheid

2
Die Grundsteuer A und B im Zuständigkeitsbereich der Kommunen - vom Eingang des Grundsteuermessbescheids bis zum Veranlagungsbescheid
24.03. - 25.03.2021
Berlin, Online (Zoom)

Steuerrecht - Einführung

3
Systematische Einführung in das Steuerrecht
01.03. - 02.03.2021
07.07. - 08.07.2021
Frankfurt am Main
Stuttgart

Grundsteuer - Erlass nach § 33

4
Erlass der Grundsteuer nach § 33 Grundsteuergesetz
15.04.2021
Hannover

Grundsteuer - Erlass §§ 32 und 33 Grundsteuergesetz

5
Erlass der Grundsteuer nach den §§ 32 und 33 Grundsteuergesetz
15.09. - 16.09.2021
Berlin
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