Fachtagung am 01. und 02. Oktober 2020

Vergaberecht 2020

Das aktuelle Vergaberecht 2020 in der Praxis und Rechtsprechung

Entscheider und Sachbearbeiter für die Vergabe und die Prüfung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträgen auf der Grundlage des öffentlichen Auftragswesens
Teilnahmegebühr
499,00 Euro

Sehr geehrte Damen und Herren,

jährlich werden in der Bundesrepublik Deutschland öffentliche Aufträge im Wert von geschätzt 360 Milliarden Euro, in der EU im Wert von mehr als 2 Billion Euro vergeben. 

Durch das Vergaberecht soll gewährleistet werden, dass öffentliche Auftraggeber die benötigten Sach- und Personalmittel zu den günstigsten und besten Konditionen nach klaren Vorgaben beschaffen können. Zudem soll durch die öffentlichen Ausschreibungen Transparenz und Wettbewerb auf dem Markt sichergestellt und Korruption verhindert werden.

Die tägliche Vergabepraxis ist jedoch durch ständige Rechtsänderungen und auch die Weiterentwicklung der Rechtsprechung geprägt. Dies stellt hohe Anforderungen an die Verantwortlichen in den Vergabestellen. Selbst kleine Verfahrensfehler können zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. Rechtsentwicklungen, Rechtsprechung und Rechtspraxis stehen auch in unserer Tagung des Jahres 2020 wieder im Mittelpunkt. Auf die vergaberechtlichen Auswirkungen der Corona-Krise wird ausführlich eingegangen.

Das herkömmliche Vergabeverfahren erwies sich angesichts der dringenden Bedarfe und der neuen Bedingungen des Marktes als nicht flexibel genug. Wie bereits beim Konjunkturpaket II in Folge der Finanzkrise 2009 und im Zuge der Flüchtlingskrise Ende 2015 gab es auch in der Corona-Krise massive Vergabeerleichterungen. Wie haben sich diese Vergabeerleichterungen in der Praxis ausgewirkt?

Der Bogen der Vorträge ist weit gespannt und umfasst ein für die Vergabepraxis interessantes Themenspektrum von Fragen des Zuwendungsvergaberechts, der Kürzung von Fördermitteln bei Vergabefehlern bis zur Compliance im Prozess der Vergaben. Zudem werden auch aktuelle Probleme der E-Vergabe behandelt.

Wie auch bereits in den Vorjahren besteht in unserer Vergaberechtstagung 2020 außerhalb der Vorträge die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Tagung bietet zu den einzelnen Themen unterschiedliche Lösungsansätze und unterstützt die Teilnehmer/innen, die komplexen und mitunter schwer nachvollziehbaren Regelungen aus dem Vergaberecht rechtskonform anzuwenden.

Die Fachtagung richtet sich sowohl an langjährige als auch erstmalig mit dem Vergaberecht befasste Bedienstete. Die Teilnehmer/innen sind aufgerufen, ihre Praxisfälle in die Diskussion einzubringen. 

Erstmals besteht für Interessenten, die nicht direkt vor Ort in Berlin sein können oder wollen, die Möglichkeit, alle Vorträge online zu verfolgen oder auch die Aufzeichnungen der Vorträge zu erwerben.

Das Team des Kommunalen Bildungswerkes e.V. freut sich, Sie zu dieser Tagung begrüßen zu dürfen.

Dr. Andreas Urbich

Geschäftsführer

Tagungsablauf

Montag, 01. Oktober 2020 - Rechtsentwicklung, aktuelle Rechtsprechung, Praxisprobleme
10:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer des KBW e. V.
10:15 Uhr
Vergaberecht in der Krise: ein Beitrag zwischen Bangen und Hoffen. Neuigkeiten aus dem Land der Vereinfachungen und Beschleunigungen. Jüngste Entwicklungen im öffentlichen Auftragswesen
Hans-Peter Müller
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Kürzung von Fördermitteln bei Vergabefehlern - die neuen Leitlinien der EU-Kommission
Dr. Rainer Noch
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
14:15 Uhr
Kommunikationspause
14:45 Uhr
Compliance in Gesprächen mit (potenziellen) Bietern - Vergaberechtliche Möglichkeiten und Grenzen
Dr. Hartmut A. Grams
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
Für Interessenten
ab 16:30 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms
20:00 Uhr
Arbeitsessen im Tagungshotel
Freitag, 02. Oktober 2020 - Vergabepraxis aktuell - Probleme und Lösungen
09:00 Uhr
Aktuelle Rechtsprechung der Vergabesenate, des BGH und des EuGH
Hermann Summa
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
10:00 Uhr
Zuwendungsvergaberecht - Typische Fehler, Rückforderungen, Rechtsschutz. Worauf müssen Zuwendungsempfänger in der Förderpraxis achten?
Michael Pilarski
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
11:00
Kommunikationspause
11:30 Uhr
E-Vergabe 2020. Momentaner Stand, Auswirkungen von Corona, aktuelle Rechtsprechung und die Umsetzung in die Praxis
Monika Prell
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
gegen 13:30 Uhr
Arbeitsessen
gegen 14:30 Uhr
Ende der Tagung

Tagungsorganisation

Inhalte der Vorträge

Vergaberecht in der Krise: Ein Beitrag zwischen Bangen und Hoffen. Neuigkeiten aus dem Land der Vereinfachungen und Beschleunigungen. Jüngste Entwicklungen im öffentlichen Auftragswesen

Hans-Peter Müller
Krisen kommen in (un-)schöner Regelmäßigkeit. Im Abstand von etwa 10 Jahren bricht Ungemach über die internationalen und auch Deutschlands Konsummärkte herein. Gut, dass man mit ein wenig antizyklischer Haushaltsführung ganz schnell für frischen Wind sorgen kann. Noch besser, wenn man mit dem öffentlichen Vergaberecht ein Instrumentarium besitzt, das mit wenigen Handgriffen so flexibilisiert werden kann, um staatliche Investitionen im Nu umzusetzen. Ob dies in der Praxis funktioniert? Hans-Peter Müller wird die hierzu eigens „wiederbelebten neuen“ Mechanismen der verbindlichen Handlungsanweisung für die Vergabe öffentlicher Aufträge erläutern. Daneben stellt er die aktuellen Länderregelungen zur Beschleunigung von Vergabeverfahren vor. Aber auch aktuell geltende Regeln können dazu beitragen, Vergabeverfahren zügig durchzuführen. Dass man schließlich auch außerhalb des Vergaberechts Beschaffungen durchführen kann, rundet seinen Beitrag zwischen Hoffen und Bangen ab. In Bezug auf die Vereinheitlichung des Vergaberechts sind die Würfel zugunsten des Erhalts der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) gefallen. Gleichwohl wird es Angleichungen geben. Was das für die Praxis, trotz Krise, bedeutet, wird Hans-Peter Müller erläutern. Mittlerweile nähern sich einige Gesetzesvorhaben ihrer Vollendung: Das Wettbewerbsregister um eine faire Auftragsvergabe sowie die vorgesehene bundesweite Vergabestatistik. Hier stellt Hans-Peter Müller die Auswirkungen für die Vergaberechtspraxis dar.
Schwerpunkte
  • "wiederbelebte neue" Mechanismen der verbindlichen Handlungsanweisung für die Vergabe öffentlicher Aufträge
  • Aktuelle Länderregelungen zur Beschleunigung von Vergabeverfahren
  • Auswirkungen für die Vergaberechtspraxis

Kürzung von Fördermitteln bei Vergabefehlern - die neuen Leitlinien der EU-Kommission

Dr. Rainer Noch
Die Rückforderung von Fördermitteln stellt eine zunehmende Gefahr dar. Manche Rechtspraktiker sagen daher nicht zu Unrecht. Die größte Gefahr für Vergabestellen geht nicht von der Vergabekammer aus, sondern von den Fördermittelgebern. Diese fordern die Zuschüsse per Bescheid zurück, so dass der Fördermittelempfänger noch Jahre später eine Rückzahlung befürchten und vor dem Verwaltungsgericht streiten muss. Die Europäische Kommission hat Mitte 2019 neue Leitlinien veröffentlicht. Sie geben vor, welche Kürzungsquoten („Finanzkorrekturen“) bei welcher Art von Vergabefehlern in Betracht kommen. Die dort gegebenen Anwendungshinweise eröffnen jedoch Interpretations- und auch Ermessensspielräume für den Einzelfall. Diese EU-Leitlinien werden bereits für nationale Fördermittelgeber und die Prüfer zur Anwendung empfohlen. Der Referent stellt in seinem Vortrag die neuen Leitlinien und ihre Auswirkungen auf die Vergabepraxis vor.
Schwerpunkte
  • Wichtigste Grundzüge der Leitlinien
  • Bedeutendste Kürzungsquoten
  • Anwendbarkeit der Leitlinien auch für nationale Fördermittel?

Compliance in Gesprächen mit (potenziellen) Bietern - Vergaberechtliche Möglichkeiten und Grenzen

Dr. Hartmut A. Grams
Ein intensives Miteinandersprechen der Auftraggeber- und der Auftragnehmerseite erscheint manchem als geboten und unvermeidlich, nicht nur in laufenden Vertragsverhältnissen. Zu Gesprächen i.w.S. gehören vorrangig ein mündlicher Gedankenaustausch in Rede und Gegenrede über ein bestimmtes Thema, aber auch das Telefonat, ein Interview, die Kontaktanbahnung und -aufnahme, -pflege, der Email-Schriftverkehr im Zusammenhang mit Besprechungsinhalten, Verhandlungen, Veranstaltungen. Die Kommunikation zwischen der Auftraggeber- und der Bieterseite, die mittelbar oder unmittelbar beispielsweise Bedarfsermittlungen, -festlegungen, Marktverhältnisse, Produktfestlegungen, Ausschreibungen, Vertragsinhalte, Verhand¬lungen, Aufträge, Nachprüfungsverfahren, Vertragsinhalte und -durch¬führungen betrifft, ist ebenso wie bestimmte Informationsbeschaffungspraktiken (anlässlich Einladungen, Fortbildungsveranstaltungen, bei Geschenk-, Rabatt¬aktionen, Stammtischrunden, Hintergrund- bzw. Einzelgesprächen etc.) problematisch. Erfahrungsaustausche erfolgen nicht selten unbekümmert und bei genauem Hinsehen in rechtlichen Grenz- und Graubereichen. Die Grenzen, Möglichkeiten, Intentionen, Anlässe, Inhalte, Ergebnisse, die Dokumentation von Gesprächen i.w.S. unterliegen rechtlichen Rahmenbedingungen aus dem Straf-, Dienst-, Datenschutz-, Wettbe¬werbs-, Kartell-, Vergabe- und auch dem Verwaltungs- und Zivilrecht. Bei näherem Hinsehen sind die Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Summe gesetzlich eng vorgegeben. Das ist regelmäßig den Anbietern weniger bekannt und wichtig. In seinem Vortrag zeigt der Referent auf, welche Verpflichtungen er Auftraggeber bzw. seine Bediensteten bei vorbereitender Tätigkeit und der eigentlichen Auftragsvergabe in verschiedener Weise zu beachten haben.
Schwerpunkte:
  • Illegale Gesprächsanlässe und -inhalte
  • Legale Gesprächsanlässe, -möglichkeiten und -inhalte. Vor Ausschreibungen, zur Vorbereitung des Ausschreibungsinhalts, im Zusammenhang mit der Bewerbung, zur Aufklärung des Angebotsinhalts, zu Bieterrrügen, zur Nachbereitung von Ausschreibungen, während der Vertragsdurchführung
  • Dokumentationserfordernisse

Aktuelle Rechtsprechung der Vergabesenate, des BGH und des EuGH

Hermann Summa
Die von den 16 Vergabesenaten bei den Oberlandesgerichten getroffenen Entscheidungen haben oft Auswirkungen, die über den Einzelfall hinausgehen. Sie ergehen zwar zu Vergabeverfahren im Oberschwellenbereich, können aber die gesamte Vergabepraxis unabhängig vom Auftragswert prägen – auch weil die VgV das Vorbild für die UVgO und Teile des Abschnitts 1 der VOB/A war. Ein Dauerbrenner ist das Thema „Nachforderung“. Was tun, wenn die vorzulegende Erklärung nicht so eindeutig ist wie sie zu sein scheint? Von Bedeutung sind auch vergaberechtliche Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Spekulationspreisen und „Bieter-ABG“. Zudem haben Urteile des Gerichtshofs in Luxemburg zur „interkommunalen Zusammenarbeit“ nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch neue Rätsel aufgegeben. Der Vortrag soll Ihnen dabei helfen, wichtige Entscheidungen richtig einzuordnen und ihre Bedeutung für vergaberechtliche Alltagspraxis zu erschließen.

Zuwendungsvergaberecht - Typische Fehler, Rückforderungen, Rechtsschutz. Worauf müssen Zuwendungsempfänger in der Förderpraxis achten?

Michael Pilarski
Das „allgemeine“ öffentliche Vergaberecht ist bereits sehr komplex und speziell. Nicht nur die Zweiteilung in unterschwelliges und oberschwelliges Vergaberecht, sondern auch die Vielzahl der im konkreten Einzelfall anzuwendenden Bestimmungen, die zum Teil einem Flickenteppich gleichen, erschwert die praktische Anwendung. Das öffentliche Vergaberecht müssen grundsätzlich aber ausschließlich öffentliche Auftraggeber anwenden, um neben der Herstellung eines transparenten und gleichberechtigten Wettbewerbs zudem die Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit der Verwendung der öffentlichen Mittel sicherzustellen. Hier können die Rechnungsprüfungsämter, Rechnungshöfe sowie Vergabekammern Vergabefehler beanstanden. Ungleich schwerer wiegen jedoch Vergabefehler im „besonderen“ Vergaberecht, dem so genannten Zuwendungsvergaberecht. Hier werden die Verpflichtungen zur Einhaltung des Vergaberechts in die Förderbedingungen integriert. Auf diese Weise müssen Zuwendungsempfänger im Zuwendungsverhältnis das öffentliche Vergaberecht gegenüber dem Zuwendungsgeber einhalten. Dabei kann die Vergabepflicht sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber treffen. Werden die Anforderung aus den Förderbedingungen nicht erfüllt, drohen finanziell verheerende Rückforderungen, gegen die sich der Zuwendungsempfänger sodann unter Umständen wehren muss. Der Referent wird in seinem Vortrag die Bandbreite der im Zusammenhang mit dem Zuwendungsvergaberecht auftretenden Probleme aufzeigen.
Schwerpunkte:
  • Wie kommt das öffentliche Vergaberecht ins Zuwendungsverhältnis?
  • Welche klassischen Vergabefehler werden begangen?
  • Welche Konsequenzen haben Vergabefehler für die Fördermittel?
  • Wie können sich Zuwendungsempfänger gegen Rückforderungen wehren?

E-Vergabe 2020. Momentaner Stand, Auswirkungen von Corona, aktuelle Rechtsprechung und die Umsetzung in der Praxis

Monika Prell
Die verpflichtende E-Vergabe gilt in fast allen Bundesländern seit 01.01.2020. Alle Vergabestellen müssen die notwendigen Voraussetzungen für die komplett elektronische Abwicklung des Vergabeverfahrens schaffen - meist über Vergabeplattformen als Dienstleister. Nicht immer werden die gesetzlichen Vorgaben und die Anforderungen der aktuellen Rechtsprechung umgesetzt. Insofern müssen auch bereits bestehende Lösungen hinterfragt werden. Was bedeutet E-Vergabe - wie weit geht überhaupt die Verpflichtung? Ist auch der Vergabevermerk davon umfasst? Gibt es Ausnahmen? Wer trägt die Beweislast bei Übermittlungsfehlern bei der Angebotsabgabe? Wie sind Rügen zu behandeln? Wie umfassend muss die Nachricht an die Bieter bei der Information nach § 134 GBW über die Plattform erfolgen? Wie ist die Angebotsabgabe in Textform umzusetzen? Wie ist die Umsetzung bei der Abgabe von mehreren Hauptangeboten? Was hat sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geändert? Der Vortrag soll den Teilnehmern dabei helfen, bei der E-Vergabe rechtssicher zu agieren und zu erkennen, welche Lösung über die Vergabeplattform für Ihre Praxis auch angesichts der aktuellen Lage sinnvoll ist.

Referentin und Referenten

Hans-Peter Müller
Hans-Peter Müller
Hans-Peter Müller
Herr Hans-Peter Müller absolvierte die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Mannheim. Anschließend war er im Kreiswehrersatzamt Neuwied tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. Von 1988 bis 1996 arbeitete er im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Bereich Zivile Krisenvorsorge. 1996 folgte eine Berufung an die Deutsche NATO-Vertretung, wo er Vizepräsident des NATO-Industrieplanungsausschusses war. Seit 2001 ist im er Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zuständig für Vergaberecht und Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen (u.a.: VgV, SektVO; UVgO, VO PR Nr. 30/53). Von 1999 bis 2001 erfolgte ein berufsbegleitendes Zusatzstudium "Wirtschafts- und Arbeitsrecht" an der Fernuniversität Hagen. Von 2001 bis 2006 schloss sich ein Studium der Rechtswissenschaften (ebenfalls berufsbegleitend) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm Universität Bonn an. Herr Müller ist Mitautor und Herausgeber der Kommentare von Greb/Müller "Kommentar zur Sektorenverordnung" (2. Auflage 2017) sowie von Hoffjan, Müller, Waldmann "Preise und Preisprüfungen bei öffentlichen Aufträgen".
Monika Prell
Monika Prell
Monika Prell
Monika Prell ist Counsel und Fachanwältin für Vergaberecht bei der Kanzlei SammlerUsinger in Berlin. Sie beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Vergabe- und privaten Baurecht. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und der Absolvierung ihres Referendariats in Nürnberg arbeitete Frau Prell über 16 Jahren bei der Eurovia, einem weltweit tätigen Unternehmen im Verkehrswegebau. In ihrer Funktion als Syndikusanwältin verantwortete sie eine Vielzahl großer Vergabe- und Bauvorhaben. Anschließend leitete sie in den Jahren von 2010 bis 2017 bei der Bitkom Servicegesellschaft mbH die Abteilung Vergaberecht mit dem Schwerpunkt IT-Vergabe im Liefer- und Dienstleistungsbereich. Im Jahr 2017 trat Frau Prell in die Kanzlei SammlerUsinger Partnerschaft mbB ein und berät dort öffentliche Auftraggeber und Unternehmen im Bereich des Vergaberechts und privaten Baurechts. Sie ist Mitautorin in verschiedenen vergaberechtlichen Kommentaren und hält deutschlandweit Schulungen zu aktuellen vergaberechtlichen Themen. Weiterhin veröffentlicht Frau Prell regelmäßig Beiträge in vergaberechtlichen Fachzeitschriften und ist Referentin bei Fachtagungen.
Michael Pilarski
Michael Pilarski
Michael Pilarski
Herr Michael Pilarski ist als Syndikus bei der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen - NBank - in Hannover tätig. Als Prüfer, insbesondere der Vergaberechtsstelle, lag sein Schwerpunkt mehrere Jahre in den Bereichen Zuwendungs- und Vergaberecht. Er hat die Einhaltung des Zuwendungs- und Vergaberechts durch private und öffentliche Auftraggeber, die Förderungen aus öffentlichen Mitteln erhalten, geprüft und Zuwendungsempfänger bei zuwendungs- und vergaberechtlichen Fragestellungen begleitet. Nunmehr ist er in der Rechtsabteilung der NBank in den Bereichen Vergabe-, Zuwendungs-, Vertrags-, und Verwaltungsrecht sowie Auslagerungsmanagement beschäftigt. Darüber hinaus sitzt er der Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Lüneburg bei und ist zugelassener Rechtsanwalt. Herr Pilarski ist seit dem Jahr 2020 Jahr Beisitzer bei der Vergabekammer des Bunds beim Bundeskartellamt. Zudem übernimmt er Referententätigkeiten und Schulungen im Zuwendungs- sowie Vergaberecht und ist außerdem Autor mehrerer Veröffentlichungen.
Dr. Rainer Noch
Dr. Rainer Noch
Dr. Rainer Noch
Dr. Rainer Noch studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, leistete eine halbjährige Referendar-Stage beim Bundeswirtschaftsministerium (Referat für öffentliches Auftragswesen) ab und ist seit 25 Jahren als Rechtsanwalt bundesweit im Vergaberecht beratend aktiv. Er ist Ausbilder für den Fachanwalt für Vergaberecht und durch zahlreiche Fachpublikationen, sowie Seminare und Vortragsveranstaltungen bekannt.
Dr. Hartmut A. Grams
Dr. Hartmut A. Grams
Dr. Hartmut A. Grams
Dr. Hartmut A. Grams, Dipl. Verwaltungswirt (FH), Rechtsreferent des Landes Berlin, Rechtsanwalt von 1/1996 bis 6/2015 in Potsdam und Berlin, Dissertation 1998 FU Berlin, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht 2006, Fachanwalt für Medizinrecht 2010, Master in Health and Medical Management (MHMM) 2014, Dozenten-/Lehrauftragstätigkeit seit über 20 Jahren, Veröffentlichungen schwerpunktmäßig im Bau-, Vergabe-, Makler-, Medizinrecht, Mitglied im erweiterten Vorstand einer medizinischen Fachgesellschaft (Justiziar, Compliance), Dozent beim KBW seit 2009.
Adolf-Georg Keuch
Adolf-Georg Keuch
Adolf-Georg Keuch
Herr Dipl.-Verw. Adolf-Georg Keuch ist ehemaliger Leiter Zentrale Materialwirtschaft und Anlagenbuchhaltung in einer hessischen Universität. Er verfügt über eine 38-jährige Erfahrung im öffentlichen Einkauf (Liefer-, Bau- und Dienstleistungen) hier speziell im Hochschulumfeld. So ist er auch mit der Problematik von Beschaffungen aus Zuwendungen, wissenschaftlichen Großgeräten und speziellem fachspezifischem Bedarf vertraut. Er hat u.a. das Vergabeverfahren für die Beschaffung und Implementierung der (ERP-)-Software für das doppische Rechnungswesens an den hessischen Hochschulen federführend durchgeführt und ist Mitinitiator des Einkaufsverbundes der hessischen Hochschulen. Herr Keuch ist seit mehr als 20 Jahren als freiberuflicher Dozent für Vergaberecht tätig und Mitautor des Buches "Organisation des öffentlichen Einkaufs".

Aussteller und Medienpartner

Submission Anzeiger
350 bis 400 Mrd. Euro ¬– in dieser Größenordnung beschaffen Bund, Länder und Gemeinden jedes Jahr in Deutschland Waren und Dienstleistungen. Ganz gleich, ob es sich hierbei um Bau-, Energie, IT- oder Marketing-Leistungen handelt, die öffentliche Hand ist für jeden Wirtschaftszweig ein attraktiver Auftraggeber in einem gigantischen Markt. Auf Grundlage des komplexen Vergaberechts gelten formale und regulatorische Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer gleichermaßen, allerdings stellen branchen- und fachspezifische Gegebenheiten insbesondere die Einkaufsverantwortlichen und kaufmännischen Entscheider täglich vor neue Herausforderungen. In jeder Ausgabe von SUPPLY schreiben ausgewiesene Experten, Rechtsanwälte und Fachjournalisten über die neusten Entwicklungen, aktuelle Trends und Strömungen aus den Themenfeldern Beschaffung und Vergabe. So berichtet SUPPLY schwerpunktmäßig unter anderem über Nachhaltige Beschaffung, Innovative Beschaffung, Lebenszykluskosten oder auch Strategische Beschaffung.

Tagungsort

Abacus Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62 - 0
Fax +49 (0) 30 - 51 62 - 400
Website Abacus Tierpark Hotel

Ergänzende Seminare zum Tagungsthema

Diese Zusammenstellung enthält 20 Veranstaltungen.

Vergaberecht - Einführung UVgO - Teil 1

01
Systematische Einführung in das Vergaberecht - Teil 1: UVgO
28.10. - 30.10.2020
02.11. - 04.11.2020
18.11. - 20.11.2020
14.12. - 16.12.2020
11.01. - 13.01.2021
08.02. - 10.02.2021
08.03. - 10.03.2021
19.04. - 21.04.2021
10.05. - 12.05.2021
07.07. - 09.07.2021
07.07. - 09.07.2021
16.08. - 18.08.2021
01.09. - 03.09.2021
06.10. - 08.10.2021
01.11. - 03.11.2021
17.11. - 19.11.2021
01.12. - 03.12.2021
13.12. - 15.12.2021
Hamburg
Berlin
Frankfurt am Main
Berlin
Nürnberg
Hamburg
Berlin
Düsseldorf
Frankfurt am Main
Nürnberg
Hamburg
Berlin
Hamburg
Düsseldorf
Berlin
Frankfurt am Main
Hamburg
Berlin

Vergaberecht - (UVgO)

02
Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) - die öffentliche Auftragsvergabe von Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der Schwellenwerte Neu
13.10.2020
11.02. - 12.02.2021
10.06. - 11.06.2021
07.10. - 08.10.2021
Online (Zoom)
Online (Zoom)
Online (Zoom)
Online (Zoom)

Vergaberecht - Kompaktkurs Zertifizierte/r Vergabemanager/in

03
Zertifizierte/r Vergabemanager/in (Auftraggeberseite) für Bau- sowie Dienst- und Lieferleistungen - Kompaktkurs
09.11.2020 - 22.01.2021
15.03. - 07.05.2021
Berlin
Berlin

Systematischer Überblick Vergaberecht

04
Systematischer Überblick über das Vergaberecht
26.10. - 27.10.2020
16.11. - 17.11.2020
26.01. - 27.01.2021
25.02. - 26.02.2021
04.03. - 05.03.2021
26.08. - 27.08.2021
09.11. - 10.11.2021
22.11. - 23.11.2021
Berlin
Nürnberg
Berlin
Nürnberg
München
Berlin
Berlin
Nürnberg

Fachtagung Vergaberecht Berlin 2020

05
Fachtagung Vergaberecht Berlin 2020 - Das aktuelle Vergaberecht 2020 in der Praxis und Rechtsprechung (beide Tagungstage)
01.10. - 02.10.2020
Berlin

VOB - VOB/A 2019

06
Vergaberecht - die neuen Regelungen der VOB/A 2019 Neu
24.03.2021
Online (Zoom)

Vergaberecht - Einführung EU - Teil 2

07
Systematische Einführung in das Vergaberecht - Teil 2: EU-Recht
21.09. - 22.09.2020
26.11. - 27.11.2020
08.12. - 09.12.2020
14.12. - 15.12.2020
17.12. - 18.12.2020
18.03. - 19.03.2021
25.05. - 26.05.2021
19.08. - 20.08.2021
04.11. - 05.11.2021
07.12. - 08.12.2021
09.12. - 10.12.2021
16.12. - 17.12.2021
Nürnberg
Düsseldorf
Berlin
Frankfurt am Main
Hamburg
Hamburg
Berlin
Nürnberg
Düsseldorf
Berlin
Frankfurt am Main
Hamburg

VOL Vergabeverfahren Wahl Vergabeart typische Fehler

08
Das Vergabeverfahren für Liefer- und Dienstleistungen - von der Verhandlungsvergabe/freihändigen Vergabe bis zur öffentlichen Ausschreibung, die Wahl der richtigen Vergabeart und typische Fehler im Vergabeverfahren
09.11. - 10.11.2020
18.01. - 19.01.2021
07.04. - 08.04.2021
16.08. - 17.08.2021
23.08. - 24.08.2021
16.11. - 17.11.2021
Berlin
Nürnberg
Berlin
Nürnberg
Berlin
Berlin

Vergaberecht - DigitalPakt

09
Digitalisierung von Schulen und Bildungseinrichtungen - DigitalPakt Schule: das Zuwendungs- und Vergaberecht rechtssicher angewandt Neu
20.11.2020
14.05.2021
20.08.2021
Berlin
Berlin
Berlin

Vergaberecht - Rahmenvereinbarungen

10
Vergaberecht - flexible Beschaffung durch Rahmenvereinbarungen
11.11.2020
19.11.2020
19.01.2021
15.03.2021
23.03.2021
10.05.2021
07.09.2021
25.11.2021
08.12.2021
München
Nürnberg
Berlin
München
Hamburg
Nürnberg
Berlin
München
Nürnberg

Prüfung - Zertifizierte/r Vergabemanager/in

11
Prüfung zum Kompaktkurs "Zertifizierte/r Vergabemanager/in (Auftraggeberseite) für Bau- sowie Dienst- und Lieferleistungen"
24.09.2020
28.01.2021
14.05.2021
Internet (Online Prüfung)
Internet (Online Prüfung)
Internet (Online Prüfung)

Verhandlungsvergabe verhandeln

12
Spielräume bei Verhandlungsvergaben im Dienst- und Lieferleistungsbereich erkennen und rechtssicher ausschöpfen Neu
20.01.2021
27.05.2021
08.09.2021
Berlin
Hamburg
Berlin

VOB/A VOF Vergabeverfahren

13
Bau- und Planungsleistungen - Vergabeverfahren rechtssicher und praktikabel beherrschen
10.05.2021
27.05.2021
09.09.2021
Berlin
München
Köln

Vergaberechtsnovelle Vergaberecht 2021 - Workshop

14
Das neue Vergaberecht 2020 rechtssicher anwenden
11.05.2021
26.05.2021
10.09.2021
Berlin
München
Köln

VOL Vergaberecht praktische Probleme nationales Recht Verfahrensfehler

15
Praktische Probleme bei der Anwendung der Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen - Schwerpunkt: nationales Recht - typische Verfahrensfehler
14.12. - 15.12.2020
06.05. - 07.05.2021
17.05. - 18.05.2021
09.08. - 10.08.2021
04.11. - 05.11.2021
06.12. - 07.12.2021
Nürnberg
Berlin
Nürnberg
Berlin
Berlin
Nürnberg

Überblick IT-Ausschreibungen

16
Systematischer Überblick über IT-Ausschreibungen
25.03.2021
02.09.2021
Berlin
Berlin

Auftragsvergabe Auftragswert Vergabevermerke

17
Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) - die öffentliche Auftragsvergabe von Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der Schwellenwerte
11.02. - 12.02.2021
10.06. - 11.06.2021
Hamburg
Berlin

Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen

18
Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen - Preiskalkulation nach PR Nr. 30/53 und den Leitsätzen für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP) sowie Kostenabrechnung von Fördervorhaben nach NKBF und LSP
19.11. - 20.11.2020
17.02. - 18.02.2021
22.06. - 23.06.2021
11.11. - 12.11.2021
Berlin
Berlin
Frankfurt am Main
Berlin

Vorbereitung auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

19
Die Staatsanwaltschaft steht vor der Tür - wie sich die Verwaltung auf diesen Fall vorbereiten kann Neu
14.04.2021
01.11.2021
Berlin
Hannover

Vergabe Postdienstleistungen - fachl./rechtl.

20
Postdienstleistungen EU-konform ausschreiben und vergeben
16.03. - 17.03.2021
13.10. - 14.10.2021
Berlin
Berlin
Meine Merkliste
Ich habe 0 Veranstaltungen auf meine Merkliste gesetzt.