Fachtagung

Umsatzsteuer 2017

Mittwoch, 17. Mai 2017
Steuerliche Fragestellungen zu § 2b UStG und seine praktische Umsetzung in Kommunen und kommunalen Unternehmen - Handlungsempfehlungen
Leiter/innen und Mitarbeiter/innen von kommunalen Steuerämtern und Finanzverwaltungen, Kämmereien, der Rechnungsprüfung, kommunalen Unternehmen und für Mandatsträger
Das war unsere Tagung "Umsatzsteuer 2017".

Sehr geehrte Damen und Herren,

die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft der juristischen Personen des öffentlichen Rechts (jPdöR) ist für Umsätze ab 01.01.2017 neu geregelt. Nicht nur die Betriebe gewerblicher Art unterliegen wie bisher der Steuerpflicht, sondern – unter bestimmten Voraussetzungen – auch die Vermögensverwaltung sowie Tätigkeiten im Hoheitsbereich. Betroffen von der neuen Rechtslage sind insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit, Vermietungs- und Verpachtungsverhältnisse, Sachverhalte mit Investitionen in den zurückliegenden und künftigen Jahren sowie grundsätzlich alle Leistungen auf privatrechtlicher oder öffentlich-rechtlicher Grundlage, die wettbewerbsrelevant sein können.

In der Praxis haben die meisten jPdöR von der Option Gebrauch gemacht, das alte Besteuerungsrecht bis spätestens 31. Dezember 2020 weiterhin anzuwenden, um Zeit zu gewinnen, sich mit der neuen Rechtslage vertraut zu machen.

Die anspruchsvolle Umstellung auf das neue Besteuerungsrecht nach § 2b UStG ist Gegenstand unserer Fachtagung „Umsatzsteuer aktuell“. Auf der Tagung wird aufgezeigt, wie Sie die Zeit bis zum Ablauf der Optionsfrist oder bis zum Widerruf der Erklärung nutzen können, einerseits die umsatzsteuerlichen Sachverhalte zu identifizieren und andererseits die internen Prozesse effektiv und sicher auf die neuen Anforderungen umzustellen. Unter Berücksichtigung des BMF-Anwendungsschreibens vom 16.12.2016 werden die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile dargestellt. Veranschaulicht werden auch die steuerlich bedingten neuen Anforderungen an die Finanzbuchhaltungen zur Sicherstellung des Vorsteuerabzugs und ihre praktische Realisierung. Nutzen Sie die Gelegenheit des gemeinsamen Erfahrungsaustauschs und insbesondere auch das Angebot der Podiumsdiskussion für Ihre Fragestellungen.

Beachten Sie bitte auch die nachfolgende Fachtagung Kommunalfinanzen am 18. und 19. Mai 2017. Diese findet im gleichen Tagungshotel, dem Abacus Tierpark Hotel Berlin, statt.

Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. freut sich, Sie zu dieser Fachtagung zu begrüßen.

Dr. Andreas Urbich
Geschäftsführer Kommunales Bildungswerk e. V.

Inhaltliche Ansprechpartnerin

Tagungsablauf

Mittwoch, 17. Mai 2017
09:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Herr Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer des Kommunalen Bildungswerks e. V.
09:45 Uhr
Aktuelle Entwicklungen zur Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht juristischer Personen des öffentlichen Rechts
Frau Frederike Trommer
anschließend Fragen und Diskussion zum Vortrag
10:30 Uhr
Das Anwendungsschreiben des BMF zur Umsatzbesteuerung der Leistungen der öffentlichen Hand und zu den Anwendungsfragen des § 2b UStG vom 16.12.2016 und seine Auswirkungen
Herr Christian Trost
anschließend Fragen und Diskussion zum Vortrag
11:30 Uhr
Kommunikationspause
12:00 Uhr
Podiumsdiskussion für Fragen aus dem Plenum zum Umstellungsprozess
Frau Friederike Trommer, Herr Christian Trost
13:00 Uhr
Mittagspause
13:45 Uhr
Die praktische Umsetzung steuerlicher Fragestellungen zu § 2b UStG in der Finanzbuchhaltung
Frau Friederike Trommer
Fragen und Diskussion zum Vortrag
14:15 Uhr
Kommunikationspause
14:45 uhr
Aufbau eines steuerlichen internen Risikomanagements für die Einführung des § 2b UStG
Herr Christian Trost
Fragen und Diskussion zum Vortrag
gegen 16:15 Uhr
Ende der Tagung

Inhalte der Vorträge

Aktuelle Entwicklungen zur Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht juristischer Personen des öffentlichen Rechts

Frau Friederike Trommer
Der durch § 2b UStG neu geschaffene steuerrechtliche Rahmen bietet für die Kommunen und kommunalen Unternehmen finanzielle Chancen, er birgt aber auch Risiken. Im Vortrag werden die aktuellen rechtlichen Entwicklungen, die praktischen Konsequenzen und die sich ergebenden steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten beleuchtet und erste Handlungsempfehlungen für den Umstellungsprozess aufgezeigt.
Schwerpunkte des Vortrags:
  • Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten - Chancen und Risiken
  • Umstellung der internen Prozesse
  • Rechtlicher Rahmen zur Nutzung des Vorsteuerabzugs

Das Anwendungsschreiben des BMF zur Umsatzbesteuerung der Leistungen der öffentlichen Hand und zu den Anwendungsfragen des § 2b UStG vom 16.12.2016 und seine Auswirkungen

Herr Christian Trost
Am 16.12.2016 hat das BMF sein Anwendungsschreiben zu § 2b UStG veröffentlicht. Die lang erwarteten Anwendungsvorgaben sollen die mit der Neuregelung des Umsatzsteuerrechts verbundenen Fragen auch für die Kommunen klären. Im Vortrag werden die wesentlichen Aussagen aus dem Anwendungsschreiben mit unmittelbarem kommunalen Bezug unter Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf die künftige Steuerpflicht beleuchtet. Darüber hinaus werden auch die weiterhin offenen Fragen dargelegt und Lösungsmöglichkeiten für die Praxis angesprochen.
Schwerpunkte des Vortrags:
  • Vorliegen einer Leistung auf öffentlich-rechtlicher Grundlage
  • Abgrenzung von reinen Hilfstätigkeiten
  • Bestehen von Wettbewerbsverzerrungen
  • Wesentlichkeitskriterien nach § 2b UStG und deren Auslegung
  • Abgrenzung der nicht steuerbaren Leistungen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit
  • Leistungserbringung nur gegen Kostenerstattung

Die praktische Umsetzung steuerlicher Fragestellungen zu § 2b UStG in der Finanzbuchhaltung

Frau Friederike Trommer
Die Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht der jPdöR bedingt, dass sich Kommunen und kommunale Unternehmen auch im Buchungsalltag auf die neuen Anforderungen einstellen müssen. Während bisher – bezogen auf einen einzelnen BgA – die Aufzeichnungspflichten u. U. auch durch Nebenrechnungen erfüllt werden konnten, wird dies nicht mehr möglich sein, wenn die gesamte Bandbreite des kommunalen Handelns in den steuerlichen Fokus gerät. Dabei gilt es, auch die besonderen Anforderungen des doppischen Haushaltsrechts mit den Anforderungen des Steuerrechts in Einklang zu bringen. Im Vortrag werden die wesentlichen Anforderungen an die Organisation und den Aufbau der Buchführung aus steuerlicher Sicht (z. B. Kontenplan, Rechnungs-Workflow), die notwendigen Dokumentationen und beispielhafte Buchungsfälle erläutert.
Schwerpunkte des Vortrags:
  • Vorbereitung der Buchführung aus steuerlicher Sicht
  • Aufbau eines Kontenplans
  • Aufzeichnungspflichten (im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Einnahmen und mit dem Vorsteuerabzug)
  • Anforderungen an die Prüfung von Eingangsrechnungen bei der Feststellung und Anordnung
  • Anforderungen an die Dokumentation und begründende Unterlagen
  • Änderungsbedarf bei internen Abläufen von Rechnungseingang bis zur Belegarchivierung
  • Beispiele zur Verbuchung von steuerpflichtigen Einnahmen und zur Verbuchung von Ausgaben mit Vorsteuerabzug; Darstellung im Jahresabschluss

Aufbau eines steuerlichen internen Risikomanagements für die Einführung des § 2b UStG

Herr Christian Trost
Die Anforderungen an steuerliche Erklärungs- und Dokumentationspflichten sind hoch. Vordergründig will der Fiskus damit erreichen, dass alle steuerrelevanten Umsätze auch erklärt werden. Mit der Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht der jPdöR müssen diese Anforderungen künftig auch von den Kommunen erfüllt werden. Es gilt daher, durch geeignete organisatorische Maßnahmen zu gewährleisten, dass alle steuerrelevanten Leistungen und Umsätze in die Erklärungen einfließen. Dazu bedarf es eines internen Risikomanagementsystems. Im Vortrag werden die für den Aufbau wesentlichen Elemente besprochen und aufgezeigt, wie dieses effektiv umgesetzt werden kann.
Schwerpunkte des Vortrags:
  • Identifikation von steuerlichen Risiken im Zusammenhang mit § 2b UStG
  • Überprüfen und Erkennen steuerlicher Sachverhalte (Tätigkeitsanalyse, Ertrags- und Aufwandskontenanalyse, Vertragsanalyse)
  • Auswertung der Analysen
  • Umsetzung der neuen steuerlichen Regelungen unter Berücksichtigung der Analyseauswertungen
  • Steuerliche Gestaltung und Optimierung der Verwaltungsstrukturen (Anpassen von Dienstanweisungen, Definition von Zuständigkeiten)

Referentin und Referent

Frau Friederike Trommer

Frau Friederike Trommer ist Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und seit 2009 als Referentin für Haushalts-, Kassen-, Rechnungswesen und Steuern beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag tätig. Zuvor hat sie als Hauptamtsleiterin und Prüferin beim Sächsischen Rechnungshof im Bereich der Kommunalprüfung die ganze Breite des kommunalen Alltags kennengelernt. Seit vielen Jahren ist sie nebenamtlich in der Aus- und Fortbildung aktiv und Mitautorin des Kommentars zur Sächsischen Gemeindeordnung sowie zahlreicher Fachveröffentlichungen.

Herr Christian Trost

Herr Christian Trost ist Diplom-Betriebswirt (FH), Steuerberater und Partner bei der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Er besitzt umfangreiche Beratungserfahrungen bei öffentlichen Körperschaften. Herr Trost leitet die kommunale Steuerabteilung der Concunia. Weiter ist er Autor verschiedener Veröffentlichungen sowie als Referent für steuerliche Themen im gesamten Bundesgebiet tätig.

Aussteller und Medienpartner

d.velop AG
Die 1992 gegründete d.velop AG mit Hauptsitz in Gescher entwickelt und vermarktet Software zur durchgängigen Digitalisierung von Geschäftsprozessen und branchenspezifischen Fachverfahren. Mit der Ausweitung des etablierten ECM-Portfolios rund um Dokumentenmanagement, Archivierung und Workflows auf mobile Apps sowie standardisierte und Cloud-Lösungen bietet der Software-Hersteller auch Managed Services an. Dabei sind auch die Rechtssicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben dank eines ausgereiften Compliance Managements gewährleistet.

Tagungsort

Abacus Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 - 400
Website Abacus Tierpark Hotel

Tagung in Bild und Ton

Tagungsorganisation

Seminare zum Thema

Diese Zusammenstellung enthält 20 Veranstaltungen.

Betriebe gewerblicher Art

01
Die Besteuerung der Betriebe gewerblicher Art (BgA)
05.09. - 07.09.2017
10.04. - 12.04.2018
Berlin
Berlin

Umsatzsteuer - Einführung

02
Systematische Einführung in die Umsatzsteuer der Städte und Gemeinden - wichtige Fragen der steuerlichen Praxis
13.12. - 14.12.2017
17.04. - 18.04.2018
10.12. - 11.12.2018
Berlin
Berlin
Berlin

Eigenbetriebe, kommunale

03
Kommunale Eigenbetriebe - Organisation, Wirtschaftsführung, Besteuerung - eine systematische Einführung
06.11. - 08.11.2017
28.05. - 30.05.2018
26.11. - 28.11.2018
Berlin
Frankfurt am Main
Berlin

Steuerrecht der öffentlichen Hand

04
Das Steuerrecht der öffentlichen Hand - Grundlagen, aktuelle Gesetzesänderungen und Rechtsprechung
15.11.2017
14.11.2018
Berlin
Berlin

Kirche - Besteuerung kirchlicher Körperschaften

05
Besteuerung kirchlicher Körperschaften
08.11. - 09.11.2017
25.04. - 26.04.2018
Berlin
Berlin

Abgabepflichten Kulturbetrieb

06
Abgabepflichten im Kulturbetrieb. Der Gastspielvertag und seine Folgen: GEMA, Künstlersozialkasse, "Ausländersteuer" und sonstige Abgaben
21.09.2017
21.03.2018
Berlin
Berlin

Umsatzsteuer - Vertiefung

07
Die Umsatzsteuer der Städte und Gemeinden. Besondere Problemfelder aus der kommunalen Praxis
15.12.2017
19.04.2018
12.12.2018
Berlin
Berlin
Berlin

Steuerrecht Veranstaltungen Kulturbereich

08
Veranstaltungen im Kulturbereich - steuerrechtliche Fallstricke
04.09.2017
05.09.2018
Berlin
Berlin

Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Bilanzen, GuV, EÜR

09
Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Bilanzen, GuV, EÜR richtig lesen und interpretieren
13.11. - 14.11.2017
14.05. - 15.05.2018
03.12. - 04.12.2018
Berlin
Berlin
Frankfurt am Main

Steuerrecht - Steuerliche Beurteilung Weiterbildungsaktivitäten - Hochschulen, Vereine, Institute

10
Steuerliche Beurteilung von Weiterbildungsaktivitäten
11.12.2017
Berlin

BgA - steuerliches Risikomanagement

11
Betriebe gewerblicher Art - steuerliches Risikomanagement und steuerliche Veranlagung
07.08.2018
Berlin

Umsatzsteuer - Par. 2b UStG

12
Ausweitung der Umsatzsteuerpflicht der juristischen Personen des öffentlichen Rechts durch den neuen § 2b und den Wegfall des § 2 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz
25.10.2017
Berlin

Non-Profit - Gemeinnützigkeit - Asylbewerber steuerliche rechtliche Besonderheiten

13
Flüchtlinge und Asylbewerber - steuerliche und rechtliche Besonderheiten von gemeinnützigen Organisationen bei Hilfen, Versorgung und Zusammenarbeit mit anderen Trägern
08.11.2017
Berlin

Besteuerung von Kommunen

14
Besteuerung von Kommunen aktuell
14.11.2017
Düsseldorf

Modulare Fortbildung NPO Modul 2: Bevor Finanzamt kommt - Gemeinnützigkeit aktuell

15
Modulare Fortbildung Führen und Managen im Non-Profit-Bereich - Modul 2: Bevor das Finanzamt kommt: Gemeinnützigkeitsrecht aktuell
28.09. - 29.09.2017
Berlin

Modulare Fortbildung NPO Modul 3: Zuwendungen und Spendenrecht aktuell

16
Modulare Fortbildung Führen und Managen im Non-Profit-Bereich - Modul 3: Zuwendungen und Spendenrecht aktuell: Worauf in der Praxis zu achten ist - Fallstricke und Gestaltungsmöglichkeiten
19.10. - 20.10.2017
Berlin

Non-Profit - Gemeinnützigkeit Steuerrecht

17
Gemeinnützigkeit und Steuerrecht - Vereine, gGmbH, gemeinnützige Stiftungen und gemeinnützige Körperschaften in öffentlicher Trägerschaft
07.09. - 08.09.2017
22.03. - 23.03.2018
Berlin
Berlin

Par. 2b UStG - Umstellungsprozesse

18
§ 2b UStG - so gelingt die Umstellung auf die neuen umsatzsteuerlichen Anforderungen für die Verwaltung
24.10.2017
12.12.2017
13.02.2018
21.03.2018
25.09.2018
Frankfurt am Main
Berlin
Oldenburg
Berlin
Frankfurt am Main

Steuertage 2017 - Umsatzsteuerfachtag 2017

19
Fachtagung Umsatzsteuer 2017 - § 2b UStG - Aktuelle Entwicklungen und Handlungsempfehlungen
30.11.2017
Berlin

Fachtagung - Gemeinnützigkeitsrecht 2017 (beide Tagungstage)

20
Fachtagung: Gemeinnützigkeitsrecht 2017 - Aktuelle Entwicklungen und Rechtsfragen des Gemeinnützigkeitsrechts (beide Tagungstage)
30.11. - 01.12.2017
Berlin
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