Fachtagung

Personaltage Berlin

22. und 23. Juni 2017
Tarifrecht und Personalentwicklung in der behördlichen Praxis
Führungskräfte, Personalverantwortliche, Fortbildungsbeauftragte, Personalentwickler/innen, Personalvertretungen, Politiker/innen
Gebühr
329,00
Euro

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Fachtagung Tarifrecht und Personalentwicklung findet in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Die Tagung soll Personalverantwortlichen, Fortbildungsbeauftragten und Personalvertretungen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit den kompetenten Referent/innen sowie anderen Führungskräften aus dem gesamten Bundesgebiet geben.

Die Arbeitsverdichtung ist auch im öffentlichen Dienst ein Dauerthema: immer mehr Aufgaben müssen auf immer weniger Mitarbeiter/innen verteilt werden. Zu viel Arbeit kann jedoch krank machen. Unser Eröffnungsvortrag wird in diesem Jahr das Thema Gesundheitsmanagement,  unter anderem auch das Thema „Workoholics“, als Herausforderung und Führungsaufgabe im Sinne des Arbeits- und Gesundheitsschutzes behandeln.

In bewährter Weise wird die Tagung im Anschluss in zwei parallelen Fachforen fortgeführt. Während sich das Fachforum Tarifrecht aktuellen Rechtsentwicklungen und Praxisproblemen des Tarifrechts des öffentlichen Dienstes zuwendet, stehen im Mittelpunkt des parallel laufenden Fachforums Entwicklungstrends und Praxisfragen der Personalentwicklung und der behördlichen Fortbildung. Die Vorträge beider Fachforen sollen die Teilnehmer/innen zu einem intensiven fachlichen Austausch anregen.

Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. würde sich freuen, Sie zu dieser Tagung begrüßen zu können.

Tagungsablauf

Donnerstag, 22. Juni 2017
10:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Herr Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer Kommunales Bildungswerk e.V.
10:15 Uhr
Erst die Arbeit, dann die Arbeit - wie Arbeit krank machen kann: Gesundheitsmanagement als Herausforderung für Führungskräfte
Herr Prof. Hans R. Strahlendorf und Frau Dr. Julia Strahlendorf
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
12:00 Uhr
Mittagspause
Ab 13:00 Uhr Fortsetzung der Tagung in zwei parallelen Fachforen
Fachforum 1 - "Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungen des Tarifrechts im öffentlichen Dienst"
13:00 Uhr
Aktuelle Rechtsprechung des BAG zum Tarifrecht des öffentlichen Dienstes
Frau Karin Spelge
14:15 Uhr
Kommunikationspause
14:45 Uhr
Die Verdachtskündigung in der Praxis des öffentlichen Dienstes
Herr Jan Ruge
ab ca. 15:30 Uhr Diskussion
Fachforum 2 - "Fortbildung und Personalentwicklung"
13:00 Uhr
Ausbildung im Wandel – worauf sich die öffentliche Verwaltung einstellen muss: Praxisbericht aus der Stadt Kassel
Herr Dr. Joachim Benedix
14:15 Uhr
Kommunikationspause
14:45 Uhr
Personalauswahlverfahren rechtssicher und effizient durchführen – Erfahrungen aus der Praxis
Frau Anke Apt
ab ca. 15:30 Uhr Diskussion
Für Interessenten ab 16:30 Uhr
Beginn Rahmenprogramm
ab 20:00 Uhr
Arbeitsessen im Tagungshotel
Freitag, 23. Juni 2017
Fachforum 1 - "Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungen des Tarifrechts im öffentlichen Dienst"
09:00 Uhr
Stellenbewertung und Eingruppierung nach TVöD/TV-L – aktuelle Entwicklungen
Herrn Marc-Oliver Steuernagel
10:30 Uhr
Kommunikationspause
11:00 Uhr
Die digitale Personalakte: von der Idee bis zur Einführung – Rechtsrahmen und Praxis
Herr Ingo Püttner
ab ca. 12:30 Diskussion
Fachforum 2 - "Fortbildung und Personalentwicklung"
09:00 Uhr
Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, demografieorientierte Personalarbeit - Personalentwicklung des öffentlichen Dienstes im Wandel
Herr Prof. Dr. Gottfried Richenhagen
10:30 Uhr
Kommunikationspause
11:00 Uhr
Bildung und Controlling – ein Widerspruch in sich? Bildungscontrolling als Instrument der Personalentwicklung
Herr David Maurer
ab ca. 12:30 Uhr Diskussion
anschließend Abschlussbuffet und gegen 14:00 Uhr Ende der Tagung

Inhalte der Vorträge

Erst die Arbeit, dann die Arbeit - wie Arbeit krank machen kann: Gesundheitsmanagement als Herausforderung für Führungskräfte

Herr Prof. Hans R. Strahlendorf und Frau Dr. Julia Strahlendorf
IEngagierte und über das „normale Maß“ hinaus arbeitende Führungskräfte und Mitarbeiter sind eine Bereicherung für jedes Unternehmen und jede Verwaltung. Gerade in Zeiten angespannter Finanzlagen, zunehmender Arbeitsverdichtung und Personaleinsparung ist es wertvoll, solche Leistungsträger zu haben. Jedoch können Überstunden, durchgearbeitete Mittagspausen oder ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend zu einem ernsthaften Problem werden. Es gilt daher, insbesondere die Leistungsträger vor Überforderung und die Workoholics vor sich selbst zu schützen. Im Vortrag wird dargestellt, wie Führungskräfte mit diesem Problem umgehen können, um ihrer Führungsaufgabe im Sinne des Arbeits- und Gesundheitsschutzes nachzukommen.
Schwerpunkte:
  • Zahlen, Daten, Fakten
  • Fürsorgepflicht der Führungskraft – Gesundheit und Gesundheitsmanagement
  • Ursachenforschung – psychische Belastungen am Arbeitsplatz
  • Initiative für Gesundheit und Arbeit - Report 2016
  • Arbeitsmotivation versus Arbeitssucht
  • Umgang mit Überforderung und Arbeitssucht – Möglichkeiten und Grenzen der Hilfe

Aktuelle Rechtsprechung des BAG zum Tarifrecht des öffentlichen Dienstes

Frau Karin Spelge
Das BAG hat weitere offene Fragen zur Stufenzuordnung geklärt. Zudem waren Fragen zum Freizeitausgleich bei Feiertagsarbeit und zur Auslegung des § 7 Abs. 8 Buchst. c TVöD/TV-L zu klären. Dabei hatte das BAG seine Entscheidung vom 25. April 2013 weiterzuentwickeln. Schließlich hat das BAG seine Rechtsprechung zu den Folgen falscher Auskünfte durch den Arbeitgeber für den Lauf der tariflichen Ausschlussfrist und Schadenersatzansprüche des Arbeitnehmers konkretisiert. Vorzustellen sind daher Entscheidungen zu folgenden Fragen:
Schwerpunkte:
  • Konkreter Freizeitausgleich für Feiertagsarbeit/Ausweisung des Feiertags im Dienstplan: Unterschiede in den tariflichen Regelungen der Länder (§ 43 Nr. 3 Abs. 3 Nr. 3 TV-L) und der Kommunen (6.1 TVöD-K und TVöD-B)
  • Anspruch von Teilzeitbeschäftigten auf Überstundenvergütung ab Überschreitung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit aufgrund der Regelung in § 7 Abs. 8 Buchst. c TVöD?
  • Lehrereingruppierung: Welche Folgen hat die Intransparenz von Eingruppierungsregelungen in Eingruppierungserlassen nach Inkrafttreten der EGO-L?
  • Wirksamkeit von § 16 Abs. 2 Satz 2 TV-L: Ist die Begünstigung der bei demselben Land erworbenen Berufserfahrung zulässig oder verstößt sie gegen das Gebot der Freizügigkeit?
  • Stufenzuordnung nach einer Unterbrechung zum vorherigen befristeten Arbeitsverhältnis
  • Welche Bedeutung hat die Erteilung einer falschen Auskunft durch den Arbeitgeber für den Lauf einer tariflichen Ausschlussfrist und für den Anspruch auf Schadenersatz des Arbeitnehmers?
  • Besitzstandsregelung in § 17 Abs. 5 Satz 1 TVöD

Die Verdachtskündigung in der Praxis des öffentlichen Dienstes

Herr Jan Ruge
Eine sog.Verdachtskündigung kommt in Betracht, wenn der öffentliche Arbeitgeber verhaltensbedingt kündigen will, aber nicht sicher ist, ob er eine (erhebliche) arbeitsvertragliche Pflichtverletzung oder gar ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Arbeitnehmers beweisen kann. Damit ist Verdachtskündigung eigentlich die richtige Form der Kündigung bei den allermeisten verhaltensbedingten Kündigungen im öffentlichen Dienst. Dennoch werden in der Praxis fast immer „normale“ verhaltensbedingte (Tat-)Kündigungen ausgesprochen, die dann verloren gehen, weil letztlich (manchmal auch nur aus Sicht des Gerichts) Restzweifel an der Beweisbarkeit bestehen (sollen) oder sonstige formale Fehler gemacht werden. In den allermeisten Fällen reichen bei diesen Konstellationen die Indizien für eine Verdachtskündigung. Ziel des Vortrags ist es, den Personalpraktiker des öffentlichen Dienstes darauf vorzubereiten, unnötige (formale) Fehler zu vermeiden und die Erfolgsaussichten richtig einzuschätzen. Dabei sollen die Voraussetzungen für die rechtssichere Anwendung der Verdachtskündigung unter besonderer Berücksichtigung der Regelungen des TVöD/TV-L ermittelt und die Fallstricke der verschiedenen Fristen und Formalien, insb. der Anhörung des Arbeitnehmers sowie der Personalrats- bzw. Betriebsratsanhörung aufgezeigt werden. Der Vortrag ist geprägt durch prozesstaktische Erwägungen, Lösungsansätze, Hinweise zum strategischen Umgang und zahlreiche Praxistipps für öffentliche Arbeitgeber.
Schwerpunkte:
  • Grundlagen der Verdachtskündigung
  • Mündliche oder schriftliche Anhörung des Arbeitnehmers
  • Beteiligung eines Rechtsanwalts
  • Zwei-Wochen-Frist des § 626 Abs. 2 BGB
  • Beteiligung des Personal- bzw. Betriebsrats und sonstiger Gremien
  • Besonderheiten nach dem TVöD/TV-L
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Verdachtskündigung
  • Wechselwirkungen mit einem etwaigen Strafverfahren

Stellenbewertung und Eingruppierung nach TVöD/TV-L – aktuelle Entwicklungen

Herr Andreas Winter
Ein Meilenstein in der Modernisierung des öffentlichen Tarifrechts war die Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) im Oktober 2005 bei Bund und Kommunen sowie im Länderbereich die Einführung des TV-L im November 2006. Mit dem Abschluss der Entgeltordnungsverhandlungen im Rahmen der Tarifrunde 2016 ist dieser Reformprozess auch im kommunalen Bereich nun vorläufig beendet. Im Vortrag werden sowohl die gemeinsamen Eingruppierungsgrundsätze vorgestellt, als auch Fallgestaltungen und die Rechtsprechung zum Allgemeinen Verwaltungsdienst besprochen sowie aktuelle Fragen des Überleitungsrechts in die neue Entgeltordnung aufgegriffen und ein Ausblick auf die künftige Entgeltordnung im Länderbereich gegeben.
Schwerpunkte:
  • Gemeinsame Eingruppierungsgrundsätze nach den Manteltarifverträgen des öffentlichen Dienstes
  • Fallgestaltungen und Rechtsprechung zum Allgemeinen Verwaltungsdienst
  • Aktuelle Fragen des Überleitungsrechts in die neue Entgeltordnung im kommunalen Bereich
  • Ausblick auf die künftige Entgeltordnung im Länderbereich

Die digitale Personalakte: von der Idee bis zur Einführung - Rechtsrahmen und Praxis

Herr Ingo Püttner
Personaldaten sind derzeit meist auf verschiedene Papierakten und Abrechnungssysteme verteilt. Das Bedürfnis nach einheitlich strukturierter Datenhaltung und Steuerung der Zugriffsbefugnisse kann durch die Einführung der digitalen Personalakte (DPA) befriedigt werden. Damit gehen deutlich erweiterte Funktionalitäten einher, die sowohl ein standortübergreifendes und mobiles Arbeiten ermöglichen, als auch die Einbindung von Textvorlagen und standardisierten workflows. Dabei sind zahlreiche Vorgaben aus der Sicht des Datenschutzes und der Datensicherheit zu beachten. Um auf die Papierunterlagen endgültig verzichten zu können, muss die Echtheit jedes Dokuments durch eine qualifizierte elektronische Signatur oder ein elektronisches Siegel nachgewiesen werden. In der Praxis bereitet das Aufbereiten der bereits vorhandenen Personalakten zum Scannen große Mühe. Der Weg von der Planung über die Vorbereitung der Aktenstruktur, Zugriffs- und Löschkonzepte, Auswahl der Softwarelösung, Testphasen bis hin zur Anpassung von workflows wird anhand eines Einführungsszenarios dargestellt.
Schwerpunkte:
  • Ausgangssituation: Papierakten und Abrechnungssystem
  • Funktionalität der digitalen Personalakte
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • DPA-Lösungen
  • Projektablauf „DPA einführen“

Ausbildung im Wandel – worauf sich die öffentliche Verwaltung einstellen muss: Praxisbericht aus der Stadt Kassel

Herr Dr. Joachim Benedix
Auch wenn das Thema Auswirkungen des demografischen Wandels zurzeit durch andere aktuelle Themen verdrängt scheint, bleibt der Wettbewerb um die Talente weiterhin eine wesentliche Aufgabe des Personalmanagements der öffentlichen Verwaltung. Die Stadt Kassel arbeitet seit vielen Jahren mit einem Personalmanagement- Konzept, welches ganz gezielt die Folgen des demografischen Wandels in den Mittelpunkt der Konzeption stellt. Neben Bausteinen der Personalentwicklung, der Personalauswahl und der Gesundheitsförderung gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die gezielt der Rekrutierung von Auszubildenden, Beamtenanwärtern und Nachwuchskräften gilt. Im Mittelpunkt des Vortrags steht neben Ableitungen von Bedarfen in stark nachgefragten Berufen die Übersicht über ein ganzes Bündel von Maßnahmen.
Schwerpunkte:
  • Maßnahmen betriebspolitischer Art (z. B. Ausbildungsquoten von über 7% etc.)
  • Zielgruppenspezifisches Personalmarketing
  • Ausbildungen mit Kooperationspartnern und Programmen zur Herstellung von Ausbildungsreifen (von jungen Flüchtlingen bis zum Hochschulabsolventen für ein Trainee-Programm)
  • Attraktivität von Ausbildungen (und Arbeitgebern) im öffentlichen Dienst gezielt erhöhen (z. B. Auslandsaufenthalte für Anwärter des gehobenen Dienstes, Umsetzung moderner pädagogischer Konzepte in die Ausbildungen etc.)
  • Auszubildende und Anwärter gezielt in städtische Aktionen einbeziehen, um die Identifikation mit der Verwaltung und der Stadt sowie ihren Problemstellungen zu stärken
  • Ausbildung als Teil einer Personalentwicklungskonzeption, die schon während der Ausbildung verdeutlicht, welche Entwicklungschancen die Stadtverwaltung bietet

Personalauswahlverfahren rechtssicher und effizient durchführen – Erfahrungen aus der Praxis

Frau Anke Apt
Durch die demografische Situation in den Dienststellen der öffentlichen Verwaltung stehen in den nächsten Jahren sehr viele Auswahlverfahren an. Bereits in der Vergangenheit hat die Anzahl der Verfahren erheblich zugenommen. Die Fachleute können sich heute den Arbeitgeber aussuchen, die Konkurrenz zwischen den Dienststellen im öffentlichen Dienst hat sich erhöht. Zum einen erleichtern Standards und gut geschultes Personal die qualitative Durchführung der Verfahren, zum anderen kann man Zeit mit elektronischer Unterstützung sparen. Mit Standards für Auswahlverfahren gibt es im Bezirksamt Friedrichshain seit 2004 gute Erfahrungen und sie werden stetig weiterentwickelt. Auch die Effizienz ist seit vielen Jahren ein Thema und stets ebenfalls auf dem Prüfstand. Erste Erfahrungen mit der Nutzung eines elektronisch unterstützten Bewerbungsverfahrens gibt es seit 2014. Diese werden im Vortrag vorgestellt.
Schwerpunkte:
  • Alles beginnt mit rechtzeitiger Planung
  • Standards sichern die Rechtssicherheit
  • Standards erleichtern den Ablauf
  • Die Wichtigkeit der Effizienz
  • Das Verfahren - erstes Aushängeschild als Arbeitgeber

Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, demografieorientierte Personalarbeit - Personalentwicklung des öffentlichen Dienstes im Wandel

Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft verändern auch die öffentliche Verwaltung und die Personalentwicklung. Schlagworte wie Kompetenzentwicklung, Qualifizierung, Schlüsselqualifikation, Verwaltung 4.0 oder generationsübergreifender Wissenstransfer bestimmen zunehmend den Alltag in der Personalarbeit. Doch was bedeutet dies konkret für die Praxis – vor allem auch vor dem Hintergrund einer demografisch orientierten Personalentwicklung? Der Referent zeigt in seinem Vortrag auf, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können und gibt praktisch umsetzbare Tipps dazu.
Schwerpunkte:
  • Verwaltung 4.0 und Personalentwicklung – welche Herausforderungen stellen sich?
  • Persönlichkeit, Qualifikation, Kompetenz – worauf zielt die Personalentwicklung?
  • Generationenübergreifende Kompetenzentwicklung – wie kann dies gelingen?
  • Methoden und Vorgehensweisen – was ist erfolgversprechend?

Bildung und Controlling – ein Widerspruch in sich? Bildungscontrolling als Instrument in der Personalentwicklung

Herr David Maurer
Immer längere Lebensarbeitszeiten, die zunehmende Digitalisierung und der Wandel zur Wissensgesellschaft führen dazu, dass das Lernen auch im Berufsalltag einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Zeitgleich steht insbesondere der öffentliche Dienst unter einem immer größer werdenden wirtschaftlichen Druck, der sich selbstverständlich auch auf die Ausgaben für Weiterbildung auswirkt. Die Ansprüche an die Personalentwicklung steigen, Ergebnisse müssen belegt und vorhandene Mittel optimal genutzt werden. Ein ganzheitliches Bildungscontrolling bietet hier einen systematischen Ansatz, um die Qualität, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen zu ermitteln und zu optimieren. Der Referent wirft einen pragmatischen Blick auf das Bildungscontrolling im öffentlichen Dienst und zeigt Wege zum Aufbau und der systematischen Erweiterung eines Bildungscontrollings.
Schwerpunkte:
  • Aufbau und Struktur des Bildungscontrollings
  • Arbeit mit vorhandenen Daten
  • Kombination von „harten“ und „weichen“ Daten
  • Kennzahlen im Bildungscontrolling
  • Evaluation als Element des Bildungscontrollings
  • Erstellung eines Bildungsreports
  • Entwicklung von Maßnahmenplänen

Referenten

Frau Anke Apt

Frau Anke Apt hat seit 1990 Erfahrungen in Personalauswahlverfahren innerhalb des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und als Assessorin in anderen Dienststellen des Landes Berlin. Bis Ende 2000 begleitete sie die Verfahren als Leiterin der Personalwirtschaftsstelle und seit 2001 als Leiterin des zentralen Bereiches Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement.

Herr Dr. Joachim Benedix

Herr Dr. Joachim Benedix absolvierte eine technische Ausbildung, bevor er an der Georg- August Universität in Göttingen Psychologie und Sozialwissenschaften studierte. Nach seinem Abschluss als Dipl.-Psychologe bearbeitete er am Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel mehrere Forschungs- und Betriebsprojekte und promovierte als Assistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Frieling. Er war beim AOK Landesverband Niedersachsen als Referatsleiter für Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Seit 1996 ist Herr Dr. Benedix Amtsleiter der Stadt Kassel und verantwortet die Bereiche Personal, Organisation und EDV. Er ist überregional in mehreren Gutachterausschüssen und Gremien tätig und hat an verschiedenen Publikationen mitgewirkt.

Herr David Maurer

Herr David Maurer studierte Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Hohenheim und Bayreuth. Bereits vor dem Beginn seines Studiums gründete er sein erstes Unternehmen im Bereich Web Development. Während des Studiums arbeitete er für mehrere Jahre in der Unternehmensberatung und an verschiedenen Lehrstühlen. Darüber hinaus war er als Dozent für die IHK tätig und gab Statistikkurse an der Universität Bayreuth.

Herr Ingo Püttner

Herr Ingo Püttner hat sich bereits während seiner juristischen Ausbildung an den Universitäten in Heidelberg und Wien intensiv mit dem Arbeitsrecht beschäftigt. Seit 2001 arbeitet er in der Personalabteilung der Berufsgenossenschaft Holz und Metall in Mainz. Er befasst sich mit allen praxisrelevanten Rechtsfragen des Arbeits- und Beamtenrechts und führt auch arbeitsgerichtliche Verfahren. Sein besonderes Interesse gilt den rechtlichen Rahmenbedingungen von Auswahlverfahren, der Anwendung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes sowie dem Einsatz der elektronischen Identität im Arbeitsleben. Zu diesen Themen verfasst er Beiträge in Fachzeitschriften und Lehrbüchern. Als ehrenamtlicher Richter gehört er der Fachkammer für Personalvertretungsrecht des Bundes am Verwaltungsgericht Mainz an.

Herr Prof. Dr. Gottfried Richenhagen

Herr Prof. Dr. Gottfried Richenhagen absolvierte seine wissenschaftliche Ausbildung mit anschließender Promotion an den Universitäten Bonn und Bielefeld. Über 10 Jahre arbeitete er als Referatsleiter „Arbeit und Gesundheit“ sowie stellvertretender Gruppenleiter im Arbeitsministerium NRW und wurde im März 2011 zum Professor für allgemeine BWL (insbes. Personalmanagement) an der FOM Hochschule berufen. Darüber hinaus ist Prof. Dr. Richenhagen Direktor des Insituts für Public Management und wurde 2016 mit dem FOM Forschungspreis ausgezeichnet.

Herr Jan Ruge

Herr Jan Ruge ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Er ist Gründungspartner der ausschließlich arbeitsrechtlich tätigen Kanzlei Ruge · Krömer, die zu den größten auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzleien in Deutschland zählt. Er vertritt bundesweit öffentliche Arbeitgeber, insbesondere in Kündigungsrechtsstreitigkeiten, führt seit Jahren Seminare zum Kündigungsrecht durch und referiert im Rahmen der fachanwaltslehrgänge für Arbeitsrecht sowie bei Pflichtfortbildungsveranstaltungen für Fachanwälte.

Frau Karin Spelge

Frau Karin Spelge studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung trat sie 1990 in den Richterdienst des Landes Niedersachsen ein und wurde als Richterin am Arbeitsgericht an mehreren Arbeitsgerichten eingesetzt. Von 1993 bis 1997 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. 1998 wurde sie zur Direktorin am Arbeitsgericht Nienburg ernannt. Von 2000 bis 2008 war Frau Spelge Vorsitzende Richterin am Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Mit Wirkung vom 01. Juni 2008 hat der Bundespräsident Frau Spelge zur Richterin am Bundesarbeitsgericht ernannt. Sie ist Mitglied des 6. Senats, der für die Auslegung der Tarifverträge des öffentlichen Dienstes zuständig ist.

Frau Dr. Julia Strahlendorf

Frau Dr. Julia Strahlendorf promovierte im Bereich Veterinärmedizin/Ernährungswissenschaften. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit im internationalen Vertrieb sowie Führungstätigkeit im B2BBereich in einem Hamburger Industrieunternehmen ist sie seit 2005 Trainerin in der Dr. Brandenburg Consulting GmbH Berlin und seit Ende 2014 geschäftsführende Gesellschafterin.

Herr Prof. Hans R. Strahlendorf

Herr Prof. Hans R. Strahlendorf studierte Rechts-, Verwaltungs- und Führungswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit im gehobenen und höheren Polizeivollzugsdienst ist er seit 1994 Professor für Führungs- und Organisationswissenschaften sowie Sicherheitsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Er führt seit über 20 Jahren Seminare für Führungskräfte aus Behörden und der Privatwirtschaft durch und ist Autor diverser Fachbücher und Aufsätze in Fachzeitschriften.

Herr Marc-Oliver Steuernagel

Herr Steuernagel ist seit 1989 in sämtlichen Funktionen des Personalwesens im öffentlichen Dienst sowie bei der Ev. Kirche in Deutschland tätig, zuletzt als Dezernatsleiter Personal bei der Hochschule Hannover. Sein in der Praxis erworbenes Wissen kommuniziert er als ständiger Autor der Zeitschriften "Die Mitarbeitervertretung" sowie der "öAT". Ferner ist er verantwortlicher Bandredakteur des TV-L Kommentars Bepler/Böhle/Meerkamp/Russ und wirkt zudem als Autors beim Schwesterwerk, dem TVöD-Kommentar der gleichen Herausgeber mit. Als Experte für Arbeitsplatzbewertungen erstellt Herr Steuernagel für die DBB Akademie GmbH Bewertungsgutachten nach den Eingruppierungsnormen des öffentlichen Dienstes. Darüber hinaus ist er als Berater in Tariffragen aktiv, so z.B. für das Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Informatik (OFFIS e.V.) oder das Kirchliche Rentamt Emden.

Rahmenprogramm

Historische Schiffsrundfahrt
Die Historische Schiffsrundfahrt ist genau das Richtige, um den Herzschlag der pulsierenden City zu spüren. Sie fahren vorbei am Reichstag und durch das neue Regierungsviertel bis zum Haus der Kulturen der Welt. Nach dem Wendemanöver vor der Lutherbrücke, mit Blick auf das Schloss Bellevue, die "Beamtenschlange" und die Siegessäule, grüßen weitere Zeitzeugen wie der neue Hauptbahnhof, der Berliner Dom, die Museumsinsel und das älteste Wohngebiet Berlins, das Nikolaiviertel.
Besuch des Schlosses Friedrichsfelde mit anschließendem Spaziergang durch den Tierpark
Mitten im Tierpark präsentiert sich das frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde. Ursprünglich 1685 für den kurbrandenburgischen Marinedirektor erbaut, erfuhr es eine wechselvolle Geschichte unter den verschiedensten Schlossherren. Neben den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, den Grafen Tolstoi, der Herzogin Catharina von Holstein-Beck und der Familie von Treskow waren die schillerndsten Bewohner auf Friedrichsfelde sicherlich Ferdinand Prinz von Preussen, der Herzog Peter Biron von Kurland und seine Frau Dorothea. Einer der bekanntesten Prinzen von Preussen, Louis Ferdinand, wurde hier im Schloss geboren. Zu den bekanntesten Besuchern auf Friedrichsfelde zählen neben vielen anderen Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I. und König Friedrich August von Sachsen. Treffpunkt: 16:45 Uhr an der Rezeption des Tagungshotels Beginn der Führung: 17:00 Uhr Ende: gegen 18:00 Uhr mit anschließender selbstständiger Besichtigung des Tierparks Berlin Friedrichsfelde
Das Pergamonmuseum - Antike Architekturen
In der nach dem Masterplan neu gestalteten Hauptebene des Pergamonmuseums erleben die Besucherinnen und Besucher eine intensive Begegnung mit der Antike. In einem eindrucksvollen Rundgang werden sie dort künftig antike Großarchitekturen besichtigen können. Bauwerke aus dem Alten Ägypten, der Kultur Vorderasiens, der griechischen und römischen Antike sowie dem Islam werden in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander gezeigt. Wie in keinem anderen Museum der Welt erhält man hier einen Eindruck ihrer Monumentalität. Mit der Ausstellungseinrichtung des Museums für Islamische Kunst und der Antikensammlung wurden die Ausstellungsgestalter neo.studio neumann schneider architekten beauftragt.

Aussteller und Medienpartner

GfOP Neumann & Partner mbH
Die GfOP Neumann & Partner mbH ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Michendorf bei Potsdam. Seit über 25 Jahren entwickelt die GfOP mit der Produktfamilie KOMMBOSS® Softwarelösungen, die speziell auf die Anforderungen der Öffentlichen Verwaltung zugeschnitten sind. KOMMBOSS® ist ein Fachverfahren, das die behördlichen Personal- und Organisationsprozesse unterstützt. Die diversen Module ergänzen sich und bauen inhaltlich aufeinander auf. Durch den modularen Aufbau ist das Verfahren KOMMBOSS® individuell an die Bedürfnisse der einzelnen öffentlichen Verwaltungen anpassbar. Durch den ausschließlichen behördlichen Fokus sind die gesetzlichen und tariflichen Besonderheiten bereits im Standard umgesetzt. Sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen werden stets zeitnah realisiert. Die Kernkompetenzen bestehen insbesondere in den Bereichen Personalentwicklung, Personalkostenplanung und Stellenbewirtschaftung. Zu den Anwendern gehören vier Landeshauptstädte sowie zahlreiche Landkreise, Städte, Gemeinden und Amtsverwaltungen.
Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH
Die Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH – HJR gehört zur Mediengruppe des Süddeutschen Verlages und zählt zu den führenden Anbietern von Fachmedien in Deutschland. Zusammen mit den Tochtergesellschaften C.F. Müller GmbH, DATAKONTEXT GmbH und ecomed-Storck GmbH liegen die Schwerpunkte des Angebots in den Bereichen öffentliche Verwaltung, juristische Ausbildung, Rechtspraxis, Entgeltabrechnung und Datenschutz. Die Buchreihe PÖS „Personalmanagement im Öffentlichen Sektor“ greift die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft rund um Human Ressources auf und überträgt diese auf die Personalarbeit im öffentlichen Dienst. Webbasierte Nachschlagewerke und Fachportale, zum Beispiel zum TVöD oder zum Personalvertretungsrecht, unterstützen die Praktiker und Personalexperten zudem in ihrer täglichen Arbeit. Mit den online-Anwendungen rund um Formulare, Arbeitshilfen, Selbstlernmöglichkeiten oder Praxiskommentare können sich Praktiker ein breites Fachwissen für die Personalarbeit im öffentlichen Sektor erarbeiten.
L&D Support
L&D Support ist seit 25 Jahre als Beratungsunternehmen für Personalentwicklung am Markt tätig. Die validierten Analyseverfahren sind sowohl für einzelne Mitarbeiter als auch für Teams bzw. Abteilungen und Gesamtorganisationen einsetzbar. Mit seinen Online-Messverfahren und einer spezifischen Beratungsmethodik unterstützt L&D Support: öffentliche Verwaltungen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement/der Burnout-Prävention sowie mit Potenzialanalysen von Führungskräften (mittels Profilizer) Jobcenter, Arbeitsagenturen, Bildungs- und Beschäftigungsträger bei der soft-skills-orientierten Vermittlung von Langzeitarbeitslosen (mit der ABC-Methode) sowie bei der fundierten Erstanalyse in der Flüchtlingsarbeit (mit InCheck) Rehabilitationseinrichtungen bei der integrationsorientierten beruflichen Rehabilitation (mit die.IMPULS)

Tagungsort

Abacus Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 - 400
EZ 78,50 EUR DZ 101,00 EUR
Website Abacus Tierpark Hotel

Tagungsorganisation

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