Fachtagung

Vergaberecht 2016

21. und 22. April 2016
Neue Regelungen und aktuelles Praxiswissen
Bundesweite Fachtagung für Führungskräfte und Mitarbeiter/innen von Dienststellen, die mit der Vergabe oder Prüfung von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen befasst sind
Das war unsere Tagung "Vergaberecht 2016".

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 18.04.2016 werden drei europäische Richtlinien in das nationale Vergaberecht umgesetzt. Damit ändern sich nicht nur die Strukturen, sondern auch die Inhalte des Vergaberechts ganz wesentlich. Die Fachtagung Vergaberecht 2016 des Kommunalen Bildungswerk e.V. vermittelt den Teilnehmer/innen einen fundierten Überblick über die gesetzlichen Neuregelungen, macht sie mit der aktuellen Rechtsprechung vertraut und stellt vergaberechtliche Probleme im Kreise der anwesenden Praktikerinnen und Praktiker zur Diskussion.

Auch außerhalb der Vorträge besteht die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Wie in den Vorjahren bietet die Tagung zu den einzelnen Themen unterschiedliche Lösungsansätze und unterstützt die Teilnehmer/innen, die komplexen und mitunter schwer nachvollziehbaren Regelungen aus dem Vergaberecht rechtskonform anzuwenden.

Die Fachtagung richtet sich sowohl an langjährige als auch erstmalig mit dem Vergaberecht befasste Bedienstete. Die Teilnehmer/innen sind aufgerufen, ihre Praxisfälle in die Diskussion einzubringen.

Das Team des Kommunalen Bildungswerkes e.V. freut sich, Sie zu dieser Tagung begrüßen zu dürfen.

Tagungsablauf

Donnerstag, 21. April 2016
10:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Herr Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer Kommunales Bildungswerk e.V.
10:15 Uhr
Klassische Problemfelder im Vergabeverfahren - Neues EU-Vergaberecht für die Praxis
Frau Dr. Daniela Hattenhauer
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
EU-Vergaberichtlinien und e-Vergabe - Handlungsempfehlungen und Vorteile für die Praxis
Frau Doris Sonström
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
14:20 Uhr
Kommunikationspause
14:45 Uhr
Die Zuschlagsbewertung nach der Vergaberechtsreform 2016: Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen in der zukünftigen Vergabepraxis
Herr Thomas Ferber
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
Für Interessenten
ab 16:30 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms
20:00 Uhr
Arbeitsessen
Freitag, 22. April 2016
09:00 Uhr
Neues EU-Vergaberecht: Was ist neu? Wie geht es weiter? Was wird für die Praxis wichtig?
Herr Hans-Peter Müller
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
10:30 Uhr
Kommunikationspause
11:00 Uhr
Die aktuelle Rechtsprechung zum Vergaberecht
Herr Hermann Summa
anschließend Podiumsdiskussion
gegen 13:00 Uhr
Ende der Tagung
anschließend Arbeitsessen

Inhalte der Vorträge

Klassische Problemfelder im Vergabeverfahren - Neues EU-Vergaberecht für die Praxis

Frau Dr. Daniela Hattenhauer
Ist das Vergaberecht nur ein Spielfeld für den Vergabeprofi? Fast jeder Schritt in der Durchführung von Vergabeverfahren birgt Entscheidungen, Risiken, Probleme. Dabei stehen die Wünsche und Anforderungen der Praxis mitunter neben den rein juristischen Sichtweisen. Der Vortrag versucht, im Ergebnis langjähriger praktischer Erfahrungen diese Wünsche und Anforderungen in ein rechtlich umsetzbares Gleichgewicht zu bringen und mit Augenmaß und praktischem Verständnis all die Probleme der Praxis in ein angemessenes Licht zu setzen. Dabei wird auch das neue EU-Vergaberecht beleuchtet.
Schwerpunkte:
  • Die richtige Verfahrensart finden - Abgrenzung zwischen Bauleistung, Liefer- und Dienstleistung, freiberuflicher Leistung
  • Verhandlungsverfahren ergebnisorientiert führen
  • Typische Streitfälle - Tipps und Tricks aus Anwaltssicht
  • Rahmenvereinbarungen praktisch sinnvoll einsetzen
  • Hinweise zum neuen EU-Vergaberecht
  • Rügen und Nachprüfungsverfahren, Streitpunkte praktisch lösen

EU-Vergaberichtlinien und e-Vergabe – Handlungsempfehlungen und Vorteile für die Praxis

Frau Doris Sonström
Mit der Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien stehen zahlreiche öffentliche Auftraggeber in Deutschland vor der Einführung der elektronischen Vergabe (e-Vergabe). Auch wenn die Verpflichtung zur Einführung der e-Vergabe zunächst nur für die Auftragsvergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte gilt, wird aufgezeigt, dass sich der Einsatz der e-Vergabe aufgrund der rechtssicheren und effizienteren Abwicklung der Vergaben - insbesondere auch für die Vergabeverfahren unterhalb der EU-Schwellenwerte - lohnt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer/innen wertvolle Tipps und Hinweise zur Einführung der e-Vergabe und zur elektronischen Abwicklung der Vergabeverfahren in der Praxis.

Die Zuschlagsbewertung nach der Vergaberechtsreform 2016: Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen in der zukünftigen Vergabepraxis

Herr Thomas Ferber
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Mit der Vergaberechtsreform 2016 wird aber wesentlich stärker auf eine Betrachtung der Gesamtkosten (Lebenszykluskosten) und auf eine Betrachtung von Preis-Leistung fokussiert, so dass auch qualitative, umweltbezogene, innovative oder soziale Aspekte Berücksichtigung finden können. Der Vortrag zeigt, unter welchen Umständen auch zukünftig der Zuschlag allein auf das preislich günstigste Angebot erfolgen kann und wo dies auch sinnvoll ist. Der Vortrag zeigt auch, was man unter dem Begriff Preis-Leistung versteht und wann und wie man nach den neuen Vergaberechtsregeln durch die Wahl von geeigneten Zuschlagskriterien und deren Gewichtung sowie die Wahl der geeigneten Bewertungsmethode Stolpersteine und Fallstricke vermeidet, um am Ende ein optimales Zuschlagsergebnis zu erzielen.

Neues EU-Vergaberecht: Was ist neu? Wie geht es weiter? Was wird für die Praxis wichtig?

Herr Hans-Peter Müller
Im April 2014 traten drei neue EU-Richtlinienvorschläge zur öffentlichen Auftragsvergabe in Kraft. Die Umsetzungsfrist in nationales Recht ist am 17. April 2016 abgelaufen. Von großem Interesse für die kommunale Praxis ist die Frage: „Wo finden sich welche neuen Regeln wieder?“ sowie die Struktur des künftigen Vergaberechts. Für die Zukunft wird zu entscheiden sein, wie es mit den nationalen Vergaben im „Unterschwellenbereich“ weitergeht. Hierzu und zu ausgewählten Inhalten (u. a. zu Eignungskriterien, Einheitliche Europäische Eigenerklärung, Vertragsänderung während der Laufzeit, Kündigung) sowie zum Umsetzungsprozess allgemein wird der Referent informieren.

Die aktuelle Rechtsprechung zum Vergaberecht

Herr Hermann Summa
Die von den 16 Vergabesenaten bei den Oberlandesgerichten getroffenen Entscheidungen haben nicht selten Auswirkungen, die über den Einzelfall hinausgehen und die gesamte Vergabepraxis unabhängig vom Auftragswert prägen können. Gleiches gilt für vergaberechtliche Beschlüsse des Bundesgerichtshofs oder Urteile des Gerichtshofs in Luxemburg. Im Jahre 2016 besteht die Besonderheit, dass wenige Tage vor der Fachtagung Vergaberecht mit einem neuen Vierten Teil des GWB und weiteren Regelungswerken wie der Vergabeverordnung das Ergebnis der jüngsten Vergaberechtsreform in Kraft treten wird. Es können aber noch Monate vergehen, bis sich Gerichte mit dem neuen Recht befassen werden. In der Zwischenzeit wird aber weiterhin Tag für Tag ausgeschrieben. Deshalb ist es wichtig zu wissen, ob und inwieweit „alte“ Entscheidungen Einfluss auf die Anwendung des neuen Rechts haben werden. Was muss man sich also aus Entscheidungen, die in den letzten 16 Monaten ergangen sind, merken, um auch in Zukunft im Vergaberecht fit zu sein, und was ist von dem, was für „Altfälle“ noch wichtig sein mag, mit Blick auf das neue Recht überholt? Der Vortrag soll Ihnen dabei helfen, den Überblick zu behalten.

Referenten

Frau Dr. Daniela Hattenhauer

Frau Dr. Daniela Hattenhauer ist Rechtsanwältin und Partnerin der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung mit Ausschreibungen und PPP-Projekten im Bereich Bau und Facility Management, der Umstrukturierung von Gesellschaften und Krankenhäusern, Beschaffung von IT-Dienstleistungen sowie der Beschaffung von Beraterleistungen und hat mit diesen Projekten hervorragende Ergebnisse erzielt. Sie leitet ein Team, das sich auf Vergaberecht spezialisiert hat. Auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung ist Frau Dr. Hattenhauer als Referentin für eine Vielzahl von Vortragsveranstaltungen bekannt. Dazu kommen auch verschiedene Veröffentlichungen zu aktuellen Themen des Vergaberechts.

Frau Doris Sonström

Frau Doris Sonström (Dipl. Verwaltungswirtin - FH) leitet die Zentrale Vergabestelle beim Landkreis Osterholz. Sie hat die elektronische Vergabe in der Verwaltung erfolgreich implementiert und verfügt über mehrjährige praktische Erfahrungen im Vergaberecht. Die Referentin hält regelmäßig Vorträge und Seminare zum Thema e-Vergabe.

Herr Thomas Ferber

Herr Thomas Ferber ist Diplom-Mathematiker und früherer langjähriger Key-Account-Manager für den Geschäftsbereich „Forschung und Lehre“ bei Sun Microsystems mit der Sonderaufgabe Vergaberecht. Herr Ferber ist Autor mehrerer Fachbücher zu vergaberechtlichen Themen. Mit der Buch- und Seminarreihe „Praxisratgeber Vergaberecht“ vermittelt er seit 2010 komplexe Sachverhalte des Vergaberechts verständlich und praxisorientiert.

Herr Hans-Peter Müller

Herr Hans-Peter Müller absolvierte die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Mannheim. Anschließend war er im Kreiswehrersatzamt Neuwied tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. Von 1988 bis 1996 arbeitete er im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Bereich Zivile Krisenvorsorge. 1996 folgte eine Berufung an die Deutsche NATOVertretung, wo er Vizepräsident des NATO-Industrieplanungsausschusses war. Seit 2001 ist im er Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu- ständig für Vergaberecht und Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen (u.a.: VgV, SektVO; VOL/A, VOF, VO PR Nr. 30/53). Von 1999 bis 2001 erfolgte ein berufsbegleitendes Zusatzstudium „Wirtschafts- und Arbeitsrecht“ an der Fernuniversität Hagen. Von 2001 bis 2006 schloss sich ein Studium der Rechtswissenschaften (ebenfalls berufsbegleitend) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm Universität Bonn an. Herr Müller war 2010 Mitautor und Herausgeber der Kommentare von Greb/Müller „Kommentar zur Sektorenverordnung“ sowie von Hoffjan, Müller, Waldmann „Preise und Preisprüfungen bei öffentlichen Aufträgen“.

Herr Hermann Summa

Herr Hermann Summa ist seit 1998 Richter am Oberlandesgericht in Koblenz. Er gehört seitdem einem Strafsenat an und ist zugleich einer der wenigen Richter, die seit 1999 auch ununterbrochen im Vergaberecht tätig sind. Bekannt wurde er als Mitautor des juris PraxisKommentars Vergaberecht und Referent auf Fachveranstaltungen. In jüngerer Zeit hat er an dem Handbuch „Vergabe von Planungsleistungen“ mitgewirkt. Seit 2014 ist er Mitherausgeber und -autor der Zeitschrift „VPR Vergabepraxis & -recht“.

Rahmenprogramm

Erlebnis Flughafen Berlin Brandenburg (BER)
Die Flughafentour über das Gelände des neu gebauten BER wird von einem fachkundigen Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit begleitet, der Ihnen gern all Ihre Fragen beantworten wird. Zunächst fährt Sie der Bus zum Infotower, von wo aus Sie sich aus 32m Höhe einen perfekten Überblick über das Areal verschaffen können. Dann geht es vorbei an verschiedenen Serviceeinrichtungen des Flughafens, der Start- und Landebahn, dem DFS-Tower und dem Vorfeld. Weiterhin wird Ihnen ein exklusiver Ausstieg ins neue Terminalgebäude ermöglicht.
„Dunkle Welten“ in der Luftschutzanlage Gesundbrunnen
Hunderte von Menschen laufen täglich an einer grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen vorbei, ohne zu ahnen, dass sich dahinter ausgedehnte, authentische und geschichtsträchtige Räume verbergen. Noch heute ist in der unterirdischen Luftschutzanlage zu spüren, wie unangenehm es einst gewesen sein muss, in den engen Räumen der Bunkeranlage eingezwängt zu sein – im Hintergrund das Surren der Lüftungsanlagen und das Dröhnen der Bomber am Himmel. Während der Führung werden Ihnen die Funktionen einzelner Räume und die Geschichten rund um die Anlage näher gebracht.
Praxis trifft Politik. Besuch des Bundeskanzleramtes
Das spektakuläre Gebäudeensemble des neuen Bundeskanzleramtes wurde von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank in Kanzler Helmut Kohls Amtszeit (1982–1998) entworfen. Es ist eines der imposantesten Bauwerke im neu entstandenen Regierungsviertel. Die gläsernen Fassaden des Bundeskanzleramtes vermitteln vor allem eines – Transparenz. Die Führung gibt Einblicke in die Architektur des Gebäudes, vermittelt Informationen zu den spezifischen Besonderheiten des Gebäudes und unterschiedlichen Bestimmungen der Räumlichkeiten.

Aussteller und Medienpartner

Verlag W. Reckinger
Der Verlag W. Reckinger veröffentlicht seit über 90 Jahren Loseblattwerke und Fachbücher zu diversen Rechtsbereichen und juristischen Einzelthemen. Ein besonderer Schwerpunkt des Verlagsprogramms liegt auf dem Verwaltungsrecht, insbesondere dem Kassen- und Vollstreckungsrecht, dem Kommunalrecht und dem Öffentlichen Dienstrecht des Bundes sowie der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Viele Werke sind seit Jahrzehnten als Standardwerke etabliert.
Wenn Sie als Aussteller dabei sein möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: hennig@kbw.de

Tagungsort

Abacus Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 - 400
Website Abacus Tierpark Hotel

Tagungsvideo

Tagungsorganisation

Seminare für Mitarbeiter/innen von Dienststellen, die mit der Vergabe oder Prüfung von Bau-, Liefer- und Dienstleistungenbefasst sind

Diese Zusammenstellung enthält 20 Veranstaltungen.

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