Bundesprüfertage® Berlin

25. und 26. August 2016 in Berlin
Aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen im Prüfungsalltag
Bundesweite Fachtagung für Leiter/innen und Mitarbeiter/innen von Rechnungsprüfungsämtern und anderen Prüfungsbehörden sowie von Rechnungsprüfungsausschüssen
Das war unsere Tagung "Bundesprüfertage® Berlin".

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 16 Jahren erfreut sich die Bundesprüfertagung® überaus großer Wertschätzung im Kreis der Prüferinnen und Prüfer aller Verwaltungsebenen. Sie wurde zu einem der führenden Foren der Fortbildung und des Erfahrungsaustausches.

Auch in diesem Jahr greift die Tagung aktuelle Themen auf und gibt Ihnen als örtliche und überörtliche Prüferinnen und Prüfer wertvolle Lösungen, Hinweise und Anregungen für Ihren Praxisalltag an die Hand.

Im Vordergrund steht deshalb - angesichts der aktuellen und künftigen Herausforderungen - wie die moderne Finanzkontrolle effektiv zur Stabilisierung der kommunalen Haushalte beitragen kann. Hier reicht das Spektrum von Konsolidierungspotenzialen, Aspekten der doppischen kommunalen Schuldenbremse bis hin zum Risikomanagement in kommunalen Unternehmen. Auch die Neuregelungen der Vergaberechtsnovelle mit ihren Auswirkungen auf die Rechnungsprüfung dürften daher Ihr Interesse finden.

Für den zweiten Tagungstag bieten wir Ihnen an, entweder am Arbeitskreis 1 zu Fragen der Rechnungsprüfung des doppischen Haushalts teilzunehmen oder im Arbeitskreis 2 Neues zu aktuellen Handlungsschwerpunkten im Prüfungsalltag zu erfahren.

Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. freut sich, Sie zu unserer Bundesprüfertagung® 2016 zu begrüßen.

Ihr

Dr. Andreas Urbich

Geschäftsführer KBW e. V.

Tagungsablauf

Donnerstag, 25. August 2016
10:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Herr Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer Kommunales Bildungswerk e.V.
10:15 Uhr
Welchen Beitrag kann eine moderne Finanzkontrolle für die Stabilisierung der öffentlichen Haushalte leisten?
Herr Dr. Walter Wallmann
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Compliance und Risikomanagement in öffentlichen Unternehmen. Hinweise für die Prüfungspraxis
Herr Prof. Wolfgang Trautner
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
14:00 Uhr
Kommunikationspause
14:30 Uhr
Die Neuregelungen im Vergaberecht – Auswirkungen auf die Rechnungsprüfung
Herr Carsten Schmidt
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
Für Interessenten
ab 16:15 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms
20:00 Uhr
Arbeitsessen im Tagungshotel
Freitag, 26. August 2016
Der 2. Tagungstag findet in zwei parallelen Arbeitskreisen statt.
Arbeitskreis 1 - Doppisches Rechnungswesen und die Rechnungsprüfung
09:00 Uhr
Bilanzanalyse und Bilanzpolitik - Worauf Prüfer achten sollten
Herr Prof. Dr. Ralf Gerhards
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
10:15 Uhr
Inhalte und Strukturen der Freigabe und Zertifizierung finanzwirksamer Programme. Wie kann die Rechnungsprüfung besser unterstützt werden?
Herr Dr. Uwe Schwochert
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
11:00 Uhr
Kommunikationspause
11:30 Uhr
Die Prüfung kommunaler Einnahmen auf Basis eines effizienten Forderungsmanagements
Herr Thomas Idstein
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
Arbeitskreis 2 - Ausgewählte aktuelle Handlungsschwerpunkte im Prüfungsalltag
09:00 Uhr
Prüfung von Zuwendungen und Verwendungsnachweisen - Systematik und Praxisfragen
Frau Susanne Proboscht
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
10:15 Uhr
Identifizierung EU-beihilfenrechtlicher Risiken im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von Kommunen und ihren Unternehmen
Herr Dr. Alexander Glock
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
11:00 Uhr
Kommunikationspause
11:30 Uhr
Prüfungskonzept Personalwesen - Bewährte Methoden in der Praxis
Frau Beate Gissel-Baden
Anfragen und Diskussion zum Vortrag
gegen 14:00 Uhr
Ende der Tagung, Abschluss-Buffet

Inhalte der Vorträge

Welchen Beitrag kann eine moderne Finanzkontrolle für die Stabilisierung der öffentlichen Haushalte leisten?

Herr Dr. Walter Wallmann
Aufgrund der aktuellen Herausforderungen unterliegt auch die externe Finanzkontrolle einem Werte- und Zeitenwandel. Im Vortrag wird aufgezeigt, welchen Beitrag eine moderne Finanzkontrolle zur Unterstützung der Verantwortlichen der öffentlichen Haushalte leisten kann. Anhand ausgewählter Prüfungserkenntnisse und Empfehlungen zeigt sich, was zu einer Stabilisierung der öffentlichen Haushalte notwendig ist.
Schwerpunkte:
  • Aufgaben und Organisation des Hessischen Rechnungshofs
  • Externe Finanzkontrolle im Wandel der Zeiten
  • Ausgewählte Beiträge zur Stabilisierung der öffentlichen Haushalte
  • Fazit: prüfen – beraten – informieren

Compliance und Risikomanagement in öffentlichen Unternehmen. Hinweise für die Prüfungspraxis

Herr Prof. Wolfgang Trautner
Unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung werden die Aspekte der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Haftung von Verantwortlichen in öffentlichen Unternehmen aufgezeigt. Daraus ergeben sich zum einen die Eckpunkte für die Tätigkeit des Compliance Officers und zum anderen die erforderlichen Inhalte für Regelungen, nach denen öffentliche Unternehmen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherstellen wollen. Hierzu werden Hinweise für die Prüfungspraxis gegeben, um die Einhaltung der Vorgaben überprüfen zu können.
Schwerpunkte:
  • Compliance-Besonderheiten in öffentlichen Unternehmen
  • Tätigkeiten eines Compliance Officers
  • Strafrechtliche Verantwortung
  • Haftungsrechtliche Risiken
  • Anforderungen an Compliance-Richtlinien in öffentlichen Unternehmen

Die Neuregelungen im Vergaberecht – Auswirkungen auf die Rechnungsprüfung

Herr Carsten Schmidt
Die nationalen und europaweiten Vergaberechtsvorschiften sind seit jeher u. a. aufgrund ihrer unübersichtlichen Systematik schwer handhabbar. Die Vergaberechtsreform 2016 verspricht – jedenfalls zunächst für den Überschwellenbereich – Besserung. Der Vortrag beleuchtet die wesentlichen systematischen und inhaltlichen Neuerungen und stellt anhand aktueller Rechtsprechungsbeispiele typische Problemfelder und Fehlerquellen im nationalen und europaweiten Vergabeverfahren dar. Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Hinweise für eine zielgerichtete und sichere Prüfung der Auftragsvergabe.
Schwerpunkte:
  • Grundprinzipien und Struktur des (neuen) Vergaberechts
  • Schätzung des Auftragswerts (neue Schwellenwerte)
  • Fristenmanagement (neue Fristen)
  • Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
  • Fehlerquellen im Rahmen der Angebotswertung
  • E-Vergabe

Bilanzanalyse und Bilanzpolitik - Worauf Prüfer achten sollten

Herr Prof. Dr. Ralf Gerhards
Mit dem Ansatz, auch die Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung zu prüfen, sind Erwartungen der Adressaten der Abschlüsse hinsichtlich des Wirtschaftens mit Zwangsabgaben verbunden. Um die Erwartungslücke zu verringern, müssen Möglichkeiten zur bilanzpolitischen Gestaltung bei der Erstellung öffentlicher Abschlüsse weitestgehend vermieden werden. Leitlinien sollten deshalb möglichst objektive, im Zweifel vorsichtige Abschlussinformationen sein. Aktuelle Entwicklungen, insbesondere auf europäischer Ebene, stehen dem allerdings oftmals entgegen. Der Vortrag stellt die Spezifika der Bilanzanalyse und Bilanzpolitik öffentlicher Abschlüsse heraus.
Schwerpunkte:
  • Erwartungslücke als Grundproblem (auch) von öffentlichen Abschlüssen (Rechnungslegung und Bilanzpolitik versus Rechnungsprüfung und Bilanzanalyse)
  • Die Rolle der Rechnungshöfe bei der Verringerung der Erwartungslücke: Bilanzanalyse als gesetzlicher Auftrag der Rechnungshöfe
  • Gefahren einer Erweiterung der Erwartungslücke durch internationale Entwicklungen (EPSAS, CSR-Richtlinie der EU, International Standards on Auditing)
  • Elemente einer Bilanzanalyse öffentlicher Abschlüsse

Inhalte und Strukturen der Freigabe und Zertifizierung finanzwirksamer Programme. Wie kann die Rechnungsprüfung besser unterstützt werden?

Herr Dr. Uwe Schwochert
Die Freigabe und Prüfung der komplexen Finanzprogramme nach den kommunalen und kirchlichen Haushaltsverordnungen stellen hohe Anforderungen an die örtlichen Rechnungsprüfer. Dabei spielen zentrale Prüf- und Zertifizierungsleistungen, z. B. durch Landeseinrichtungen, eine wichtige Rolle. Sie können wirksam helfen, Freigabeprozesse vor Ort effizienter zu gestalten. Im Vortrag werden die wichtigsten Gestaltungsaspekte zentraler Programmprüfungen und ihre Bedeutung für die Vorortprüfung erläutert.
Schwerpunkte:
  • Übersicht über Inhalte der Prüfung automatisierter Verfahren nach Vorgaben der Haushaltsverordnungen
  • Verfahrens- und Strukturaspekte für eine objektive Prüfung am praktischen Beispiel
  • Einbindung öffentlicher / nichtöffentlicher Leistungsträger in die Prüfung
  • Rolle des Gesetzgebers bei der Unterstützung der Freigabeprozesse vor Ort
  • Bedeutung und Nutzbarkeit zentraler Prüfungen seitens „betroffener“

Die Prüfung kommunaler Einnahmen auf Basis eines effizienten Forderungsmanagements

Herr Thomas Idstein
Wenngleich Einsparungen in der Haushaltsplanung bisher immer nur mit der Kürzung von Ausgaben verstanden wurden, richtet sich nunmehr der Fokus verstärkt auf die Einnahmeseite. Forderungsmanagement bedeutet, die effiziente Organisation und Beobachtung der Einnahmen schon vor deren Entstehung, bis hin zum Zahlungseingang. Die Prüfung des Umgangs mit kommunalen Forderungen erfordert in der heutigen Situation mehr denn je Kenntnisse zum organisatorischen Ablauf in der Foderungsbearbeitung, zur Ausfallvermeidung und zur Forderungsrealisierung. Der Vortrag stellt Möglichkeiten zur Einnahmebearbeitung und -optimierung sowie deren Prüfungsmöglichkeiten vor.
Schwerpunkte:
  • Organisatorische Grundlagen
  • Beobachtung des Einnahmeverlaufs
  • Umgang mit Zahlungsstörungen
  • Controlling (Beteiligung der Fachbereiche - Berichtswesen)
  • Erkennen von Risiken-Bewertung von Ausfallwahrscheinlichkeiten
  • Verwertung von Kenntnissen und Beauftragung externer Dienstleister
  • Bonitätsprüfungen im Vergabewesen

Prüfung von Zuwendungen und Verwendungsnachweisen - Systematik und Praxisfragen

Frau Susanne Proboscht
Durch finanzielle Leistungen in Form von Zuwendungen ist es der EU, dem Bund, den Ländern und Gemeinden möglich, Stellen außerhalb der entsprechenden staatlichen Ebene bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu unterstützen, wenn diese im erheblichen öffentlichen Interesse liegen. Das Spektrum der Förderung ist weit gefächert; entsprechend hoch ist die Summe der Fördermittel, die über Zuwendungen vergeben werden. Den Prüfungseinrichtungen kommt hier eine besondere Aufgabe zu. Unterhält der Zuwendungsempfänger eine eigene Prüfungseinrichtung, ist von dieser der Verwendungsnachweis vorher zu prüfen und die Prüfung unter Angabe des Ergebnisses zu bescheinigen. Dafür ist es unerlässlich, die einschlägigen Bestimmungen zu kennen, um von der Antragstellung bis zum bestimmungsgemäßen Nachweis der Mittel rechtskonform zu handeln.
Schwerpunkte:
  • Rechtliche Grundlagen
  • Der Zuwendungskreislauf
  • Bestimmungsgemäßer Nachweis der Mittel
  • Dokumentation
  • Aufgaben der Rechnungsprüfer

Identifizierung EU-beihilfenrechtlicher Risiken im Rahmen der Jahresabschlussprüfung von Kommunen und ihren Unternehmen

Herr Dr. Alexander Glock
Das EU-Beihilfenrecht hat für kommunale Rechnungsprüfer, staatliche Prüfungsbehörden und Rechnungshöfe in den letzten Jahren enorm an Bedeutung zugenommen. Der unmittelbar für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geltende IDW-PS 700 „Prüfung von Beihilfen nach Art. 107 Abs. 1 AEUV zugunsten öffentlicher Unternehmen“ verpflichtet die Prüfer im Rahmen von Jahresabschlussprüfungen zu einer verstärkten Berücksichtigung EU-beihilfenrechtlicher Risiken. Diese können in Form von möglichen Rückzahlungs- oder Schadensersatzverpflichtungen als Folge von Beschwerdeverfahren bei der EU-Kommission und/oder Konkurrentenklagen vor nationalen wie europäischen Gerichten Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben, z. B. im Hinblick auf notwendige Rückstellungen beim Beihilfenempfänger. Der Vortrag zeigt vor dem Hintergrund des IDWPS 700 typische EU-beihilfenrelevante Fallgestaltungen und praxisnahe Lösungsmöglichkeiten auf.
Schwerpunkte:
  • Wann liegt eine verbotene Beihilfe vor?
  • Welche Ausnahmen vom grundsätzlichen Beihilfenverbot gibt es?
  • Welche Verfahrensvorgaben macht das EU-Beihilfenrecht?
  • Was sind „DAWI“-Tätigkeiten und warum benötigt man eine Trennungsrechnung?
  • Welche Prüfungshandlungen ergeben sich aus dem IDW-PS

Prüfungskonzept Personalwesen - Bewährte Methoden in der Praxis

Frau Beate Gissel-Baden
Personalkosten bilden bei allen Gebietskörperschaften den in der Regel mit Abstand größten Anteil des Gesamthaushaltes. Diese Tatsache allein gebietet eine Prüfung der Personalkosten. Der Vortrag soll die Notwendigkeit der Prüfung des Personalwesens darstellen, verbunden mit Methoden, die aufgrund der Sensibilität der Daten und Fakten den Grundsätzen von Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit im besonderen Maße unterliegen. Dem Zielkonflikt zwischen Rechnungsprüfung und Datenschutz in Bezug auf personenbezogene Daten über Beschäftigte kommt dabei eine exponierte Bedeutung zu.
Schwerpunkte:
  • Welche Aufgaben darf oder muss die Rechnungsprüfung bei der Prüfung des Personalwesens konkret wahrnehmen?
  • Welche einzelnen Maßnahmen zum Verarbeiten personenbezogener Daten sind notwendig und geeignet, um diese Aufgabe zu erfüllen?
  • Wie kann es gelingen, den Spagat zwischen Rechnungsprüfung und Datenschutz zu bewältigen?
  • Wie gehen die Rechnungsprüfungsämter mit dieser besonderen Problematik um (Darstellung exemplarischer Beispiele aus einigen Kommunen)?

Referenten

Herr Prof. Dr. Ralf Gerhards

Prof. Dr. Ralf Gerhards hat nach seiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten an der Universität Trier ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt „Rechnungs- und Prüfungswesen“ absolviert. An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und promovierte. Bei SAP war er Berater im Public Sector, insbesondere für die Module CO und FI, sowie Leiter einer Entwicklungsabteilung. Seit 2007 ist Herr Dr. Gerhards Professor für betriebliches Rechnungswesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, Schwerpunkt Öffentliches Rechnungswesen.

Frau Beate Gissel-Baden

Beate Gissel-Baden, ist seit 2005 Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Bremerhaven; zuvor leitete sie 15 Jahre die Abteilung „Beamtenrecht“ im Personalamt. Sie wirkte in gutachterlicher Tätigkeit für die KGSt bei der Erarbeitung der Gutachten „Stellenplan-Stellenbewertung“ mit und führte viele Jahre Seminare zur Stellenbewertung durch. Seit 2001 ist sie Anti-Korruptionsbeauftragte beim Magistrat der Stadt Bremerhaven. Im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeit beim Institut der Rechnungsprüfer (IDR) arbeitet sie zurzeit in einer Projektgruppe an der Erarbeitung „Einheitlicher Normen für die Rechnungsprüfung“.

Herr Dr. Alexander Glock

Dr. Alexander Glock, LL.M. (Madison), ist seit 2008 Rechtsanwalt bei SRS Schüllermann und Partner mbB, Dreieich (Hessen) und heute Manager der bundesweit tätigen Schüllermann-Unternehmensgruppe. Er leitet dort den Bereich „EU-Beihilfen- und Vergaberecht“. Im Rahmen seiner Tätigkeit berät Herr Dr. Glock staatliche und kommunale Einrichtungen sowie Unternehmen speziell zu Fragen EU-beihilfenrechtskonformer Finanzierung und möglicher Ausschreibungspflichten bei Beschaffungsvorgängen. Nicht zuletzt hat er viele Umsetzungsakte im EU-Beihilfenrecht (Betrauungsakte, AGVO-Anmeldungen, Notifizierungen) begleitet. Herr Dr. Glock ist darüber hinaus für verschiedene Bildungsinstitute (u. a. KBW e. V.) als Referent tätig und führt regelmäßig Seminare und Mandantenschulungen zu den genannten Themengebieten durch.

Herr Thomas Idstein

Thomas Idstein, Diplom-Verwaltungswirt, leitet seit 2003 das kommunale Forderungsmanagement der Landeshauptstadt Wiesbaden. Er ist dort verantwortlich für das Forderungscontrolling und das Berichtswesen, sowie die Organisation des Forderungsablaufs. Herr Idstein ist als Dozent auf Tagungen und in Seminaren besonders auf die Probleme des kommunalen Forderungsmanagements spezialisiert. In Aufsätzen für verschiedene Fachzeitschriften widmet er sich ebenfalls in vielfältiger Weise diesem Themenbereich.

Frau Susanne Proboscht

Susanne Proboscht, Diplom-Verwaltungswirtin, ist seit 2013 Abteilungsleiterin Haushaltsmanagement im Karlsruher Institut für Technologie. Zuvor steuerte und überwachte sie beim Projektträger Karlsruhe als Beauftragte für den Haushalt das Fördermittelbudget des BMBF und BMWI für den Bereich Wassertechnologie und Entsorgung. Sie ist Ansprechpartnerin für Grundsatzfragen zum Zuwendungsverfahren. Seit vielen Jahren ist sie als Referentin bei Tagungen und Seminaren für verschiedene Bildungsträger zum Thema „Grundlagen des Zuwendungsverfahrens“ tätig.

Herr Carsten Schmidt

Carsten Schmidt, LL.M., ist Rechtsanwalt und Partner der Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei CLP Rechtsanwälte Gith Weßling & Partner mbB und leitet dort die Sparte „Vergabe- und Baurecht“. Seit über 13 Jahren berät er öffentliche Auftraggeber und private Unternehmen umfassend in sämtlichen Fragen des nationalen und europaweiten Vergaberechts. Herr Schmidt ist langjährig und regelmäßig als Referent für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen tätig. Zudem ist er Mitautor verschiedener vergaberechtlicher Lehrbücher und Kommentare.

Herr Dr. Uwe Schwochert

Dr. Uwe Schwochert, TRUSTBIT, ist seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Prüfung finanzwirksamer Verfahren im kommunalen und kirchlichen Bereich tätig. Dabei sammelte er sowohl bei öffentlichen (SAKD) als auch bei privaten Prüfeinrichtungen (TÜViT) Erfahrungen, nicht nur als Prüfer, sondern auch beim Aufbau der entsprechenden Prüfstrukturen und Verfahrensrichtlinien. Seit 2004 leitet er eine eigene Prüfstelle und ist Mitglied im OKKSA Board. Herr Dr. Schwochert berät verschiedene öffentliche Stellen bei der Schaffung und Optimierung von organisationsübergreifenden Prüfstrukturen für IT-Produkte.

Herr Prof. Wolfgang Trautner

Prof. Wolfgang Trautner ist Honorarprofessor für öffentliches Baurecht und Vergaberecht an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen. Er ist Notar, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht sowie für Bau- und Architektenrecht und Partner des Anwaltsunternehmens HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH am Frankfurter Standort und berät öffentliche Einrichtungen zu allen vergaberechtlichen und EU-beihilfenrechtlichen Fragestellungen. Er ist Mitherausgeber des Praxishandbuchs „Korruptionsbekämpfung“ beim Luchterhand-Verlag. In zahlreichen Vorträgen hat sich Herr Trautner mit Compliance und Risikomanagement vor allem in kommunalen Verwaltungen beschäftigt. Für diese erarbeitet er auch Compliance-Konzepte und Regelungen.

Herr Dr. Walter Wallmann

Dr. Walter Wallmann, Jurist, ist seit 1. Juli 2013 Präsident des Hessischen Rechnungshofs in Darmstadt und seit Januar 2014 außerdem Landesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung. Zuvor war er 16 Jahre lang im Hessischen Rechnungshof als Referent, Referatsleiter und schließlich als Leiter der Abteilung Überörtliche Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen tätig.

Rahmenprogramm

Erlebnis Flughafen Berlin Brandenburg (BER)
Mit dem Bus geht es vorbei an verschiedenen Serviceeinrichtungen des neuen Flughafens, der Start- und Landebahn, dem DFS-Tower und dem Vorfeld. Weiterhin wird Ihnen ein exklusiver Ausstieg ins neue Terminalgebäude ermöglicht. Die Flughafentour über das Gelände des neu gebauten BER wird von einem fachkundigen Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit begleitet, der Ihnen gern all Ihre Fragen beantworten wird.
Lobbykritische Stadtführung durch Berlin
Rund um den Reichstag haben sich viele Unternehmensrepräsentanzen, Verbandsbüros, PR-Agenturen und andere Lobbyisten angesiedelt. Wer betreibt eigentlich Lobbyarbeit in Berlin? Wozu wird der Preis „Botschafter des Bieres“ verliehen? Was hat das Umweltlabel bei Neuwagen mit Lobbyarbeit zu tun? Die Stadtführung vermittelt einen Eindruck davon, was sich hinter den Fassaden der alten und neuen Prachtbauten im Regierungsviertel tut. In der Saison 2016 wird uns die Route mit neuen Stationen und Themen einen Einblick in die Lobbyarbeit rund um TTIP geben, über intransparente Lobbyagenturen aufklären und über verdeckte Geldflüsse an Parteien informieren.
Anne Frank Zentrum
Im Herzen von Berlin, am Hackeschen Markt im Bezirk Mitte, befindet sich das Anne Frank Zentrum. Hier wird die Ausstellung »Anne Frank. hier & heute« gezeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das Tagebuch und die Lebensgeschichte Anne Franks. Die Ausstellung verbindet die Lebenswelt Anne Franks mit jener der heute in Berlin lebenden Jugendlichen. In unterschiedlichen Filmporträts kommen diese zu Wort. Wie Anne Frank beschäftigen sich die Jugendlichen mit Fragen von Identität und Diskriminierung, Werten und Engagement. Fachkundige Guides führen uns durch diese Ausstellung und stehen Ihnen gern auch für Fragen zur Verfügung.

Aussteller und Medienpartner

Audicon
Auf der Tagung berät die Audicon GmbH die Teilnehmer/innen bei allen Fragen zur IT-gestützten Abschlussprüfung sowie zur Datenanalyse. Der Softwareanbieter informiert die Tagungsbesucher/innen insbesondere darüber, welchen Beitrag die Software-Lösung AuditSolutions für Kommunale Prüfung zur erfolgreichen Bewältigung der neuen Herausforderungen des Prüfungsalltags leisten kann.
ibo Software GmbH
Die ibo Software GmbH liefert passgenaue Systemsoftware für die freie Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung. Ob Prozessoptimierung, Projekt- und Personalmanagement oder interne Revision - bietet ibo für jeden Anspruch die passende Lösung. Die Kernkompetenz der ibo Software GmbH liegen darin, die Tiefen unterschiedlichster Vorgehensmodelle, Werkzeuge, Systemansätze, Rollenkonzepte und Tools aus verschiedenen Berufsfeldern genau zu kennen und in entsprechender prozessualer Software zu implementieren.
Hessischer Rechnungshof
Der Hessische Rechnungshof prüft als unabhängige Finanzkontrolle das staatliche Verwaltungshandeln nach den Grundsätzen der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Der Rechnungshof versteht sich nicht nur als nachträglicher Mahner, sondern auch als aktiver Impulsgeber für Veränderungen. Er zeigt sowohl quantitative als auch qualitative Optimierungspotenziale auf und informiert die Öffentlichkeit über die Ergebnisse seiner Prüfungen. Zu diesem Zweck präsentieren der Hessische Rechnungshof und die dem Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs zugeordnete Überörtliche Prüfung kommunaler Körperschaften an einem eigenen Informationsstand ihre aktuellen Prüfungserkenntnisse.
Wenn Sie als Aussteller dabei sein möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: hennig@kbw.de

Tagungsort

Abacus Tierpark Hotel Berlin
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 - 400
78,50 € / EZ und 101,00 € / DZ inkl. Frühstücksbüffet.
Website Abacus Tierpark Hotel

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