Fachtag
Code JUET22

Fachtag wirtschaftliche Jugendhilfe 2022 - Aktuelle Fragen - Ausblick - Rechtsentwicklungen

Inhouse-Schulung anfragen

Tagungsschwerpunkte:

  • (Konzeption Stand 23.05.22)

Mittwoch, 12.10.2022

  • 09.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung

    • Frau Katja Knorscheidt, Geschäftsführerin KBW e. V.
  • 09.15 Uhr Aktuelle rechtliche Herausforderungen in der Kostenheranziehung

    • Frau Diana Eschelbach
  • Mit dem KJSG hat der Gesetzgeber die Kostenheranziehung junger Menschen neu aufgesetzt und auch die Gerichte befassen sich immer wieder mit den §§ 91 ff. SGB VIII, z.B. zur Heranziehungsmitteilung beim Wechsel der Hilfeart oder der Anerkennung von Belastungen. Die Jugendämter müssen die Neuregelungen umsetzen und stehen immer wieder vor der Frage, welche Rechtsprechung sie in der Praxis wie anwenden - und wo sie ihren eigenen Weg gehen. Im Vortrag sollen einige aktuelle Herausforderungen in der Kostenheranziehung aus rechtlicher Perspektive dargestellt und gemeinsam mit den Tagungsteilnehmenden Lösungsmöglichkeiten besprochen werden.
  • Anfragen und Diskussion zum Vortrag
  • 10.30 Uhr Kommunikationspause

  • 11.00 Uhr Die Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit bei der Gewährung verschiedener Jugendhilfeleistungen in Folge (ohne zuständigkeitsrechtlich relevante Leistungsunterbrechung)

    • Herr Wilfried Ziegler
  • Das BVerwG hat in zwei Urteilen vom 24.06.2021, auf seine ständige Rechtsprechung hinweisend, entschieden, dass auch Leistungen die nicht allein und auch nicht vorrangig an den Interessen des Kindes ausgerichtet sind, zuständigkeitsrechtlich als eine dem erzieherischen Bedarfes des Kindes dienende Gesamtleistung anzusehen sind. In dem Urteil vom 24.06.2021, Az.:5 C 7.20, kommt es daher zu dem Ergebnis, dass bei einer Leistungskette „Sozialpädagogische Familienhilfe nach § 31 SGB VIII - Hilfe nach § 19 SGB VIII - Betreuung des Kindes in einer Pflegefamilie nach § 33 SGB VIII) die zuständigkeitsrechtliche Gesamtleistung bereits mit der Gewährung der SPFH beginnt. In dem Beitrag werden mit den Teilnehmern Lösungen zur Bestimmung der „fiktiven örtlichen Zuständigkeit nach § 86 SGB VIII“ erörtert, wenn einer HzE eine Hilfe nach § 19 SGB VIII vorausgeht oder eine solche Hilfe zwischen zwei Leistungen eingebettet ist, für die die örtliche Zuständigkeit nach § 86 SGB VIII zu bestimmen ist. Ferner wird die Frage der „Bezogenheit“ einer SPFH auf ein Kind/die Kinder diskutiert, wenn mehrere Kinder in einer Familie leben.
  • Anfragen und Diskussion zum Vortrag
  • 12.15 Uhr Mittagsbuffet

  • 13.00 Uhr Geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine - Leistungsansprüche im SGB VIII und Fragen der örtlichen und sachlichen Zuständigkeit

    • Herr Michael Wagner
  • Aufgrund des von Russland gegen die Ukraine geführten Krieges sind Millionen Menschen auf der Flucht. Ein nicht unerheblicher Teil ist bisher in Deutschland angekommen. Für die deutschen Jugendämter stellen sich dabei verschiedene Rechtsfragen. Im Vortrag wird betrachtet, welche Ansprüche auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe die geflüchteten Menschen in Deutschland haben. Es werden Fragen der örtlichen und sachlichen Zuständigkeit erörtert und typische Fallkonstellationen ausführlich besprochen. Fragen der Teilnehmenden werden in diesem Rahmen gern besprochen.
  • Anfragen und Diskussion zum Vortrag
  • 14.15 Uhr Kommunikationspause

  • 14.45 Uhr Überblick über die „vertikale Kostenerstattung“ und die jeweiligen Anforderungen der §§ 89ff. SGB VIII

    • Herr Stephan Whiley
  • Die Kostenerstattung allgemein und insbesondere jene gegenüber dem überörtlichen Träger der Jugendhilfe bzw. dem jeweiligen Land soll Kostengerechtigkeit herstellen und die kommunalen Haushalte entlasten. Der Vortrag stellt die wesentlichen Tatbestandsmerkmale der §§ 89, 89a II, 89b II, 89c III, 89d, 89e II SGB VIII dar. Zudem wird ein Überblick dazu gegeben, wie die Ansprüche gegen den überörtlichen Träger der Jugendhilfe bzw. das Land zu begründen und zu belegen sind und wo typische Problemfelder liegen. Konkret wird auch auf die Kostenerstattungsperspektiven für Menschen aus der Ukraine eingegangen.
  • Anfragen und Diskussion zum Vortrag
  • 16.30 Uhr Sie haben noch Fragen? Unsere Referent:innen antworten

  • Ende des Fachtages gg. 16.45 Uhr
  • Tagungskosten: 349,00 € bei Anmeldungen bis 6 Wochen vor dem Tagungstermin; danach 399,00 €

Auf unserem diesjährigen Fachtag sollen aktuelle Themen der wirtschaftlichen Kinder- und Jugendhilfe thematisiert werden. Unsere Referent*innen beziehen in Ihren Vorträgen aktuelle Blickwinkel aus der Politik, der Rechtsprechung sowie aus der Praxis ein. In diesem Jahr wird u. a. auch der Fokus auf den Ukraine-Konflikt gelegt. Dabei soll es insbesondere um die Ansprüche gehen, die Geflüchtete in Deutschland haben. Zudem wird der Fachtag durch spezielle Fragestellungen zur örtlichen Zuständigkeit und der Kostenerstattung bereichert. Außerhalb der Vorträge besteht die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Tagung offeriert zu den einzelnen Themen unterschiedliche Lösungsansätze und unterstützt die Teilnehmenden, die komplexen und mitunter schwer nachvollziehbaren Regelungen praxisgerecht anzuwenden. Auch in diesem Jahr können am Fachtag Interessierte, die an einer Teilnahme vor Ort verhindert sind oder aufgrund von offiziellen Vorgaben (etwa zu Tagungskapazitäten) nicht präsent an der Tagung teilnehmen können, alle Vorträge online verfolgen.

Führungskräfte und Mitarbeiter der Wirtschaftlichen Jugendhilfe, sonstige Interessenten

Sie haben keine Möglichkeit, an der Tagung online teilzunehmen? Kein Problem. Sie können die Tagung auch Live im Rahmen einer Online-Übertragung verfolgen und dabei auch Ihre Fragen stellen.

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen unser Kundenservice.

Telefon: (030) 29 33 50 0
E-Mail: info@kbw.de

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Frau Anja Miatke gern zur Verfügung.

Termine

12.10.2022 (Mi)
10:00 bis 16:00 Uhr
349,00 €
Hybrid
online
Präsenz

Inhouse-Schulung

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Unser Seminarangebot sieht explizit den Einschluss aller Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen Kontext als diskriminierend zu verstehen.

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