Fachtag
Code SOCT20
Themenbereich: BTHG/SGB IX

Umsetzungsprobleme des BTHG: der Mensch mit Behinderung im Mittelpunkt? (Präsenztagung)

Schwerpunkte

Tagungsinhalte - Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung. Sie haben die Wahl zwischen einer Online-Zuschaltung oder einer Präsenzteilnahme. Alle Vorträge der Präsenztagung werden online übertragen.

09.45 Uhr Eröfnung - Dr. Andreas Urbich

10.00 Uhr - Die (neue) Eingliederungshilfe - meistern nur Genies das Chaos? - Herr Christian Au

  • Die neue Eingliederungshilfe ist nun bereits ein Dreivierteljahr in Kraft. Der Referent lässt die lange Entstehungsgeschichte des BTHG und seines Kernstücks - der neuen Eingliederungshilfe - Revue passieren. Er gibt einen Überblick über die Leistungen der Eingliederungshilfe und zeigt auf, welche Ansprüche im Gesetz neu geregelt wurden, und welche einfach eine "neue Hausnummer" erhalten haben. Mit Blick auf die laufende Praxis arbeitet er heraus, an welchen Stellen die praktische Umsetzung noch optimierungsbedürftig ist und was bereits gut funktioniert.

11.15 Uhr - ICF + Gesamtplanung + Sozialplanung = Basis für inklusive sozialräumliche Angebots- und Quartiersentwicklung. Worauf es in der Praxis ankommt. - Frau Dr. Ursula Pitzner

  • Mit der ICF lassen sich Teilhabefunktionen und Teilhabestrukturen für Sozialversicherungen, Eingliederungs- und Sozialhilfeträger, Sozialplaner und Quartiersentwickler, für Leistungserbringer- und Leistungsnutzer und nicht zuletzt auch für den Mitbürger selbst einheitlich darstellen. Mithilfe des bio-psycho-sozialen Modells wird die Verbindung zwischen dem Individuum und seiner Umwelt analysiert. Hier setzt die personenzentrierte und fallübergreifende sozialräumliche Arbeit an und gibt wertvolle Impulse und Entscheidungsgrundlagen für die inklusive Quartiersentwicklung vor Ort. Diesen Zusammenhängen wird sich die Referentin in ihrem Vortrag widmen und Umsetzungsprobleme in der Praxis aufzeigen.
  • Mittagspause

13.00 Uhr - § 35 a SGB VIII - die Herausforderungen der BTHG-Umsetzung für die Jugendhilfe - Herr Dr. Reinhard Wiesner

  • Der Gesetzgeber hat den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Eingliederungshilfe für junge Menschen mit seelischer Behinderung zugeordnet. Damit sind sie (insoweit auch) Rehabilitationsträger nach dem SGB IX und unterliegen den vorrangig anzuwendenden Vorschriften in Teil 1 der Neufassung des SGB IX durch das BTHG. Wegen der Konzentration der Zuständigkeit der Jugendhilfe auf junge Menschen mit seelischer Behinderung, die auch nach Inkrafttreten des BTHG bestehen bleibt, stellen sich dabei eine Reihe von Fragen zur Zuständigkeit und zur Kooperation mit anderen Rehaträgern und dem System Schule. Zudem stoßen dabei verschiedene Systemlogiken (die sozialpädagogisch geprägte Jugendhilfe und die stärker medizinisch geprägte Eingliederungshilfe) aufeinander, die Überlegungen bei der (Weiter)Entwicklung und Anwendung von Instrumenten zur Bedarfsfeststellung und Hilfeplanung aufwerfen. Welche Herausforderungen sich dabei für die Jugendämter stellen, soll in dem Fachtag diskutiert werden.

14.15 Uhr - Leistungsplanung, -erbringung und -dokumentation Herausforderungen für Leistungserbringer vor dem Hintergrund des neuen Verfahrens- und Vereinbarungsrechts - Herr Simon Odenwald

  • Mit der Umsetzung des BTHG gehen sowohl Änderungen im Verfahrensrecht als auch veränderte Rahmenbedingungen im Vereinbarungsrecht einher. Der Umgang mit neuen ICF-orientierten Bedarfsermittlungsinstrumenten, der Nachweis von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit oder die Differenzierung von Assistenz- und qualifizierten Assistenzleistungen sind nur einige Beispiele für den umfassenden Wandel, der sich sukzessive in der fachlich-inhaltlichen Arbeit der EGH abzeichnet. Wie sich Leistungserbringer auf diese Veränderungen vorbereiten können und welche Chancen und Risiken sich hieraus von der Leistungsplanung bis zur Leistungserbringung und -dokumentation ergeben, wird unter Bezugnahme auf praxisnahe Lösungsansätze in dem Vortrag aufgezeigt.
  • Kommunikationspause

15.45 Uhr - „Der Mensch mit Behinderung im Mittelpunkt.“ Bietet das BTHG den passenden Rahmen für diesen Anspruch? - Podiumsdiskussion der Referenten

  • Ende des Fachtages gg. 16.15 Uhr
  • Moderation: Herr Christian Au
  • Tagungskosten: 349,00 €.

Der Fachtag Bundesteilhabegesetz/SGB IX des Kommunalen Bildungswerk e. V. findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Er wird einer begrenzten Anzahl von Interessenten die direkte Teilnahme ermöglichen. Als gleichzeitige Online-Veranstaltung steht sie aber einem breiten Interessentenkreis offen. Die dritte Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ist seit dem 01.01.2020 in Kraft getreten. Die Neuordnung der Trägerzuständigkeiten, die neue Organisation der Leistungskoordinierung, Neuerungen in der Bedarfsermittlung u. v. m. haben Fragen und Unsicherheiten für viele in diesem Rahmen Tätige aufgeworfen. Ein guter Anlass für diese Tagung, ein Zwischenfazit zu ziehen und zu prüfen, wie es gelungen ist, dem erklärten Ziel des BTHG, den Menschen mit Behinderung und seine Teilhabe deutlicher in den Mittelpunkt zu rücken, näher zu kommen. Die vier Referenten werden sich ganz unterschiedlichen Wirkungsbereichen des BTHG widmen und aufzeigen, wie die großen Herausforderungen gemeistert wurden bzw. welche Umsetzungsprobleme noch zu lösen sind. Das Team vom Kommunalen Bildungswerk e.V. würde sich freuen, Sie zu dieser Tagung begrüßen zu können.

Bundesweiter Fachtag für Fachkräfte der Leistungsträger (auch nach § 35a SGB VIII, Jobcenter, Pflegeversicherungen) sowie der Leistungserbringer der Eingliederungshilfe, Case Manager, Betreuer, Behindertenvertreter sowie für weitere Interessierte.

keine

Kundenservice KBW e. V.

Organisatorische Fragen zu freien Teilnehmerplätzen, Anreise, Hotelbuchungen, etc. beantwortet Ihnen gern unser Kundenservice.

E-Mail: info@kbw.de
Telefon: 030 - 29 33 50 0

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Herr Andreas Urbich gern zur Verfügung.

Telefon: 030 29 33 50 0

Termine

07.10.2020 (Mi)
09:00 bis 16:30 Uhr
349,00 €
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Inhouse-Schulung

Gerne führen wir diese Veranstaltung auch als sogenannte ''Firmenschulung'' durch.

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Unser Seminarangebot sieht explizit den Einschluss aller Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen Kontext als diskriminierend zu verstehen.

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